Helfen Sie uns, besser zu werden

Wir möchten wissen, was auf unserer Website gut funktioniert - und was wir noch verbessern können. Dafür bitten wir Sie um Erlaubnis, anonyme Nutzungsdaten zu erfassen. Diese Entscheidung ist natürlich freiwillig.

Welcher Dienst wird eingesetzt?

Matomo

Zu welchem Zweck wird der Dienst eingesetzt?

Erfassung von Kennzahlen zur Webanalyse, um das Angebot zu verbessern.

Welche Daten werden erfasst?

  • IP-Adresse (wird umgehend anonymisiert)

  • Gerätetyp, Gerätemarke, Gerätemodell

  • Betriebssystem-Version

  • Browser/Browser-Engines und Browser-Plugins

  • aufgerufene URLs

  • die Website, von der auf die aufgerufene Seite gelangt wurde (Referrer-Site)

  • Verweildauer

  • heruntergeladene PDFs

  • eingegebene Suchbegriffe.

Die IP-Adresse wird nicht vollständig gespeichert, die letzten beiden Oktette werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt weggelassen/verfremdet (Beispiel: 181.153.xxx.xxx).

Es werden keine Cookies auf dem Endgerät gespeichert. Wird eine Einwilligung für die Datenerfassung nicht erteilt, erfolgt ein Opt-Out-Cookie auf dem Endgerät, welcher dafür sorgt, dass keine Daten erfasst werden.

Wie lange werden die Daten gespeichert?

Die anonymisierte IP-Adresse wird für 90 Tage gespeichert und danach gelöscht.

Auf welcher Rechtsgrundlage werden die Daten erfasst?

Die Rechtsgrundlage für die Erfassung der Daten ist die Einwilligung der Nutzenden nach Art. 6 Abs. 1 lit. a der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Einwilligung kann auf der Datenschutzseite jederzeit widerrufen werden. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Datenverarbeitung bleibt davon unberührt.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Matomo wird lokal auf den Servern des technischen Dienstleisters in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeiter).

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in den Datenschutzhinweisen.

direkt zum Hauptinhalt springen

Wenn Frühe Hilfen an ihre Grenzen kommen ...

Von der Vermittlung weiterführender Hilfe bis zum Schutzauftrag

Dokumentation der Tagung am 26. November 2018 in Kassel

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) setzte mit der Konferenz am 26. November 2018 in Kassel die Veranstaltungsreihe "Netzwerkarbeit und Netzwerkkoordination. Netze weben – Brücken bauen" fort. Mit bewährten Methoden bot die Veranstaltung den über 200 Teilnehmenden viel Raum, sich über Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten auszutauschen, die sich an den Übergängen zwischen Frühen Hilfen zu weiterführenden, intensiveren Hilfen und zum Kinderschutz ergeben.

Foto-Impressionen der Tagung

Oops, an error occurred! Code: 20260531162522b65f6898

Frühe Hilfen bieten Familien mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren – insbesondere in belasteten Lebenslagen – Unterstützung und Beratung an. Bei dieser Arbeit stoßen die Fachkräfte in den Frühen Hilfen auch auf Situationen, in denen ihr Angebot nicht geeignet oder ausreichend ist. Die Familie braucht andere oder intensivere Hilfen. In seltenen Fällen kann es sein, dass das Wohl des Kindes gar gefährdet ist und Maßnahmen zum Schutz des Kindes in Betracht gezogen werden müssen. In diesen Fällen können Fragen auftreten: "Wie kann ich mit den Eltern über solche Situationen sprechen?", "Welche Möglichkeiten habe ich, weiterführende Hilfe zu vermitteln?", "Welche Netzwerkpartner spreche ich an?", “Was kann ich tun, wenn die Eltern keine weiteren Hilfen wollen, ich mir jedoch Sorgen um das Wohl des Kindes mache?“

Um mit solchen Unsicherheiten professionell umgehen zu können, benötigen die Fachkräfte spezifisches Fachwissen, Kompetenzen in der Gesprächsführung, eine klare Haltung sowie unterstützende Strukturen.

Programmübersicht

Übersicht über den Ablauf und die Referentinnen und Referenten der Konferenz

mehr...

Begrüßung Mechthild Paul

Mechthild Paul, Leiterin des NZFH, eröffnete die Netzwerkkonferenz und stellte in ihrem Vortrag "Frühe Hilfen an ihren Grenzen: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen" unter anderem Forschungsergebnisse des NZFH vor. Sie führte aus, dass der Übergang zu intensiveren Hilfen im Kinderschutz eine Herausforderung für die Frühen Hilfen ist.

Impulsvorträge

In drei Impulsvorträgen beleuchteten Expertinnen und Experten unterschiedliche Aspekte des Konferenzthemas und gingen dabei auf Herausforderungen für Fachkräfte der Frühen Hilfen und Handlungsmöglichkeiten ein. Die Vorträge dienten als fachliche Grundlage für die anschließenden Fishbowl-Diskussionen.

Impulsvortrag 1

"Sieht mich keiner? Handeln in schwierigen Fällen aus der Perspektive des Kindes" – Dr. Michael Schieche, psychologischer Psychotherapeut am Kinderzentrum in München

mehr...
Impulsvortrag 2

"Gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung in der frühen Kindheit" – Dr. Michael Barth, Psychologe in der Klinik für allgemeine Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum Freiburg

mehr...
Impulsvortrag 3

"Strukturelle Voraussetzungen für den professionellen Umgang mit Handlungsunsicherheiten" – Christine Gerber, Leiterin des Projektbereiches "Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen" im NZFH, DJI

 

mehr...

Diskussion der Impulsvorträge in Fishbowls

In drei Fishbowl-Diskussionen tauschten sich die Konferenzteilnehmenden zu verschiedenen Aspekten der Impulsvorträge aus und brachten eigene Erfahrungen aus ihrer Praxis in die Diskussion ein. Die Themenschwerpunkte der Fishbowls knüpften dabei jeweils an die Impulsvorträge an. Drei Thesen der Impulsgebenden, die sich auch selbst aktiv an dem Austauschformat beteiligten, unterstützten zu Beginn den Einstieg in den Austausch. Zentrale Ergebnisse aus der Diskussion wurden auf Pinnwänden dokumentiert.

Themeninseln und Eindrücke der Tagung

An insgesamt 15 Themeninseln hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über erfolgreiche Angebote aus der Praxis, über Forschungsergebnisse und Qualifizierungsansätze auszutauschen.

Im Abschlussplenum fassten vier Expertinnen, stellvertretend für die verschiedenen Professionen und beteiligten Systeme, ihre auf der Konferenz gesammelten Erfahrungen zusammen und gaben damit Impulse für die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen an den Grenzen zu intensiveren Hilfen.

Zusammenfassung und Verabschiedung

Wie lebendig die Konferenz verlief, zeigte am Ende auch die Darstellung des Konferenzverlaufs, den eine Konferenzmalerin vor Ort angefertigt hatte. Mechthild Paul hob darin die bildliche Darstellung der Kindesperspektive hervor. "Die Sicht des Kindes einnehmen" sei ein wichtiger und zentraler Aspekt der Arbeit in den Frühen Hilfen, so Paul.

Sie stellte abschließend fest, dass die Frühen Hilfen sich als präventiver Bereich profiliert haben und betonte: "Es ist aber wichtig, die Frühen Hilfen im Kontext des gesamten Kinderschutzes einzuordnen." Frau Paul bedankte sich beim Team "Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen" (NZFH, DJI), das explizit an der Schnittstelle zwischen Frühen Hilfen und Kinderschutz arbeitet und fester Bestandteil der Qualitätsentwicklung des NZFH ist. Dabei sei es ein zentrales Ziel, die gewonnen Erkenntnisse praktisch umzusetzen und immer wieder neu aus der Analyse von Fallverläufen zu lernen.