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Telefon-Dolmetsch-Angebot in den Frühen Hilfen

Das NZFH unterstützt Fachkräfte in den Frühen Hilfen mit einem telefonischen Dolmetsch-Dienst. Der Übersetzungsdienst steht in 17 Sprachen zur Verfügung.

Sprachbarrieren und Verständigungsschwierigkeiten erschweren die Kommunikation zwischen Fachkräften und Familien und stellen eine große Herausforderung dar. Sie können zum Beispiel dazu führen, dass wichtige Anliegen missverstanden werden und gemeinsame Lösungen erschwert sind.

Auch aktuelle Forschungsergebnisse des NZFH zeigen, dass Verständigungsschwierigkeiten und familiale Belastungen ansteigen: Im ZuFa-Monitoring Geburtsklinik 2024 nahmen Mitarbeitende in Geburtskliniken bei einem Viertel der Eltern "Verständigungsschwierigkeiten aufgrund geringer Deutschkenntnisse" wahr, im Jahr 2017 waren es rund 17 Prozent.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, können Telefon-Dolmetsch-Dienste eine wichtige Unterstützung bieten.

Aktuelles Angebot in 2026

Bis Ende des Jahres 2026 steht das Telefon-Dolmetsch-Angebot erneut zur Verfügung. Bundesweit und kostenfrei können Fachkräfte, die Teil eines Netzwerkes Frühe Hilfen sind, den Dienst in Anspruch nehmen. 

Ansprechpersonen für interessierte Fachkräfte sind die Netzwerkkoordinierenden vor Ort oder die Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen.

Angebot in 17 Sprachen

Das Übersetzungsangebot steht in folgenden Sprachen zur Verfügung: Albanisch, Arabisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Bulgarisch, Dari, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch (Kurmanci), Persisch (Farsi), Polnisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch und Ungarisch.

Finanzierung und Laufzeit

Finanziert wird das Telefon-Dolmetsch-Angebot aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Hintergrund 

Das NZFH hatte im Oktober 2022 einen telefonischen Dolmetsch-Dienst für die Sprachen Ukrainisch, Russisch und Englisch beauftragt. Finanziert wurde das Angebot aus Sondermitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

2023 wurde das Angebot aufgrund des großen Zuspruchs um 14 Sprachen erweitert: Albanisch, Arabisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Bulgarisch, Dari, Französisch, Italienisch, Kurdisch (Kurmanci), Persisch (Farsi), Polnisch, Rumänisch, Spanisch, Türkisch und Ungarisch. Diese Sprachen wurden auch während der Neuauflage 2024 und im Jahr 2025 angeboten.

Alle Fachkräfte, die Teil eines Netzwerkes Frühe Hilfen sind, konnten dieses Angebot bundesweit und kostenfrei in Anspruch nehmen, zum Beispiel Hebammen, Familienhebammen und Kinderkrankenpflegende, Ärztinnen und Ärzte aus Pädiatrie und Gynäkologie sowie Mitarbeitende in Schwangerschaftsberatungsstellen und im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD).

Eckpunkte für die Umsetzung eines Telefon-Dolmetsch-Angebotes

Ein Eckpunktepapier bündelt Erfahrungen des Telefon-Dolmetsch-Angebotes und richtet sich an alle, die eigene Angeboteplanen und umsetzen möchten. 

Die fünfseitige NZFH-Veröffentlichung geht auf die folgenden Aspekte ein:

  • Kosten
  • Datenschutz
  • Technische Anforderungen und Zugangsbeschränkungen
  • Tätigkeiten von Auftraggebenden
  • Anforderungen an das eingesetzte Personal bei Anbietenden
  • Datenauswertung und Berichterstattung

Telefon-Dolmetsch-Angebot in den Frühen Hilfen – Eckpunkte für die Umsetzung (nicht barrierefrei) (pdf/227 KB)

Weitere Informationen rund um die Kommunikation mit Familien hat das NZFH auf der Plattform Flucht und Frühe Hilfen in Form von Fragen und Antworten zusammengestellt sowie bei den Materialien für die Arbeit mit geflüchteten Familien.

Stand: 29.09.2026