Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen
Die Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen begleiten und koordinieren die Umsetzung der Frühen Hilfen in den Bundesländern. Dabei arbeiten sie eng mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) zusammen.
Welche Aufgaben haben Landeskoordinierungsstellen?
Die Aufgaben der Landeskoordinierungsstellen sind in Artikel 5 der Verwaltungsvereinbarung zum Fonds Frühe Hilfen über die Bundesstiftung Frühe Hilfen beschrieben. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen:
- Beratung der öffentlichen Träger und Kommunen, zum Beispiel zu Fördervoraussetzungen und Förderverfahren der Bundesstiftung Frühe Hilfen
- Fachliche Beratung der Kommunen und Netzwerke
- Koordinierung der Qualifizierung von Gesundheitsfachkräften und Freiwilligen für den Einsatz in den Frühen Hilfen
- Entwicklung und Umsetzung von Wissenstransfer durch Tagungen, Publikationen und Online-Formate
- Umsetzung von Strategien und Maßnahmen, um die Kooperation von Akteuren verschiedener Systeme zu verbessern – zum Beispiel mit Interprofessionellen Qualitätszirkeln Frühe Hilfen (IQZ)
- Entwicklung und Begleitung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung
- Erstellung von Fachkonzepten zur Weitereinwicklung der Frühen Hilfen auf Landesebene
Angesiedelt sind Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen zum Beispiel bei den Landesministerien für Familie oder Gesundheit oder Landesjugendämtern.
Länderspezifische Konzepte und Umsetzung
Zur Erreichung der Ziele der Bundesstiftung Frühe Hilfen und des Stiftungszwecks legen die Länder regelmäßig länderspezifische Gesamtkonzepte vor.
Die Landeskoordinierungsstellen arbeiten mit Akteuren auf Landesebene, zum Beispiel Landesjugendämtern oder Fachberatungen, zusammen. Zudem sind sie zentrale Anlaufstelle für die Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen in Kommunen und Landkreisen, zum Beispiel bei der Nutzung des Telefon-Dolmetsch-Angebotes vom NZFH.
Zusammenarbeit mit dem NZFH
Zur Sicherung bundesweit einheitlicher Qualitätsstandards arbeiten die Landeskoordinierungsstellen verbindlich mit dem NZFH zusammen.
- Mit den Interprofessionellen Qualitätszirkeln (IQZ) fördern NZFH und Landeskoordinierungsstellen die kommunale Vernetzung und Kooperation von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe. Die Landeskoordinierungsstellen arbeiten dazu mit den Kassenärztlichen Bundesvereinigungen zusammen.
- Die gemeinsame Markenkommunikation von Bund, Ländern und Kommunen sollen die Frühen Hilfen bekannter machen.
- Alle drei Jahre veröffentlicht das NZFH einen Bericht, der Daten und Erfahrungen zur Umsetzung der Frühen Hilfen in den Ländern sowie Erkenntnisse aus Kommunen und Netzwerken bündelt. Der erste wissenschaftliche Bericht 2020 von der Geschäftsstelle der Bundesstiftung Frühe Hilfen, dem NZFH und den Bundesländern beschreibt den Ausbaustand der Frühen Hilfen zwischen 2018 und 2020. Themenschwerpunkt ist die Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen.
- Die Landeskoordinierungsstellen unterstützen das NZFH zudem bei der Pflege einer Datenbank mit regionalen Angeboten der Frühen Hilfen auf elternsein.info, über die Eltern Anlaufstellen für Frühe Hilfen in ihrer Nähe finden können: Suche Frühe Hilfen.




