Frühe Hilfen qualitätvoll gestalten: Prozessbegleitung kommunaler Netzwerke

In dem mehrjährigen Projekt unterstützt das NZFH Kommunen dabei, lösungsorientierte Vorgehensweisen für zentrale Qualitätsentwicklungsthemen der Frühen Hilfen zu entwickeln. In zwei Projektphasen begleitet das NZFH die kommunalen Prozesse mit unterschiedlichen Angeboten und Formaten.
Ziel des Gesamtprojektes ist es, die Qualitätsentwicklung in Kommunen voranzutreiben. Dies geschieht durch dialogorientierte Prozessbegleitung in den teilnehmenden Kommunen und durch interkommunale Austauschformate.
Im Fokus stehen drei Qualitätsentwicklungsthemen, die für die nachhaltige Gestaltung kommunaler Netzwerke besonders relevant sind:
- Partizipation von Familien
- Politisch-strukturelle Verankerung
- Wirkungsorientierung
Um bundesweiten Transfer und Nachhaltigkeit sicherzustellen, sind auch die Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen in das Gesamtprojekt eingebunden.
Das Gesamtprojekt besteht aus zwei Phasen, jede Phase umfasst zwei Teile:
Projektphase 1 (2022-2025)
- In der ersten Projektphase hat das NZFH acht Kommunen in einem modellhaften Qualitätsentwicklungsprozess zu den drei zentralen Themen unterstützt. Zum Abschluss der dreijährigen Projektphase tauschten sich bei der Transferkonferenz über 200 Akteure der Frühen Hilfen gemeinsam mit Projektbeteiligten über Erfahrungen und Ergebnisse aus.
- Von Oktober 2023 bis November 2024 hat das NZFH mit sechs weiteren Kommunen einen Kompaktkurs zum Thema Wirkungsorientierung durchgeführt.
Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts sind in die Entwicklung von weiteren Praxismaterialien und in die Gestaltung der zweiten Projektphase eingeflossen.
Projektphase 2 (2025-2027)
- Seit September 2025 begleitet das NZFH in dem Kompaktkurs Kommunale Netzwerke 24 Kommunen dabei, ihre Netzwerkarbeit qualitativ zu verbessern. Der Kurs besteht aus mehreren Modulen und wird hauptächlich online durchgeführt. Er läuft bis Juni 2026.
Ab April bietet das NZFH drei Kompaktkurse zu zentralen Themen der Qualitätsentwicklung an: Partizipation von Familien, politisch-strukturelle Verankerung und Wirkungsorientierung in den Frühen Hilfen.
Anfang Februar informiert das NZFH in mehreren Online-Veranstaltungen über Inhalte und Ablauf der einzelnen Kompaktkurse und beantwortet Fragen von Interessenten.
Vom 22. Januar bis zum 6. März können sich Kommunen bewerben.
Weitere Informationen zu den Kompaktkursen, die Termine der Info-Veranstaltungen und Hinweise zur Bewerbung enthält die Projekt-Website Kompaktkurse QE-kommunal.
Transfer der Ergebnisse
Nach Ende der beiden Projektphasen veranstaltet das NZFH eine Abschlusskonferenz.
Die im Gesamtprojekt erzielten Ergebnisse wird das NZFH zudem allen Kommunen zur Verfügung stellen, zum Beispiel in Form von Handlungsleitfäden und weiteren Praxismaterialien für Akteure in den Frühen Hilfen.
Hintergrund
Obwohl sich die Frühen Hilfen in den vergangenen Jahren zu tragfähigen Netzwerkstrukturen etabliert haben, benennen kommunale Akteure, insbesondere die Netzwerkkoordinierenden der Frühen Hilfen, weiterhin großen fachlichen Entwicklungsbedarf. In den Kommunalbefragungen und im Projekt Qualitätsdialoge Frühe Hilfen zeichnete sich ein Entwicklungsbedarf besonders in Bezug auf drei zentrale Themen ab:
- Politisch-strukturelle Verankerung
- Beteiligung und Partizipation von Familien
- Wirkungsorientierung anhand von Indikatoren in den Frühen Hilfen
Für alle Themen besteht Bedarf an fachlichen Standards sowie Kompetenzerwerb durch fachliche Qualifikation und die Bereitstellung von geeigneten Methoden und Materialien.
Förderung des Projekts
Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert und mit Mitteln der Auridis Stiftung gGmbH kofinanziert.




