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ZuFa-Monitoring Gynäkologie – Studiendesign

Informationen zum Studienaufbau der repräsentativen Fragebogenerhebung und einer qualitativen Befragung in fünf Fokusgruppen mit niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) kombiniert im Forschungszyklus "Zusammen für Familien (ZuFa-Monitoring): Gesundheit und Frühe Hilfen" quantitative und qualitative Methoden: im ZuFa-Monitoring Gynäkologie (ZuFa Gyn) eine repräsentative Fragebogenerhebung mit niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie vertiefende Diskussionen in fünf Fokusgruppen.

Quantitative Datenerhebung: Befragung von niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen

Feldzugang und Rekrutierung

Für das ZuFa-Monitoring Gynäkologie wurden im Jahr 2018 niedergelassene Gynäkologinnen und Gynäkologen im Auftrag des NZFH befragt.

Für die Rekrutierung diente der Datenbestand eines Adressanbieters mit 8.783 Adressen als Grundgesamtheit der niedergelassenen gynäkologischen Praxen in Deutschland. Aus diesem Pool wurde per Zufallsauswahl eine Bruttostichprobe von 6.401 Adressen zur Teilnahme an der Studie ausgewählt.

Die Daten wurden in einer schriftlichen Befragung mittels Selbstausfüller-Fragebogen erhoben. Der Fragebogen richtete sich an Gynäkologinnen und Gynäkologen, die mindestens 20 Schwangere im letzten Quartal betreut haben.

Themenblöcke des Fragebogens

  • Hintergründe zur beruflichen Tätigkeit und Praxis
  • Das Erkennen von psychosozialen Belastungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen
  • Die Nutzung des Mutterpasses zur Dokumentation psychosozialer Belastungen
  • Herausforderungen im Umgang mit psychosozial belasteten schwangeren Patientinnen
  • Konkrete Erfahrungen mit einer psychosozial belasteten Schwangeren
  • Bekanntheit und Nutzung von Angeboten und Netzwerken Früher Hilfen sowie Fortbildungen im Bereich Früher Hilfen
  • Wissen über Bekanntheit und Auswirkungen des Präventionsgesetzes.

Insgesamt gingen im Befragungszeitraum 1.003 gültige Fragebögen ein, was einer Responserate von knapp 16 % entspricht. Von weiteren 994 Arztpraxen liegen Daten aus einer Non-Responder-Befragung vor.

Qualitative Datenerhebung: Vertiefende Fokusgruppen

Zusätzlich nahmen 24 Ärztinnen und Ärzte an Diskussionsrunden in fünf Fokusgruppen teil (in Bielefeld, Köln, Leipzig, Pinneberg und Stuttgart). Die Diskussionsrunden folgten einem Leitfaden, der folgende Kernthemen abdeckte:

  • Vorstellungsrunde und spontane Assoziationen mit den Frühen Hilfen
  • Gesprächs- und Beratungssituation mit psychosozial belasteten Schwangeren
  • Bekanntheit und Nutzung sowie Zusammenarbeit mit den Frühen Hilfen und der Kinder- und Jugendhilfe
  • Bekanntheit des Präventionsgesetzes

Da in den Fokusgruppen deutlich geworden war, dass einige Praxen im Rahmen der Frühen Hilfen eng mit Hebammen zusammenarbeiten, wurde ergänzend zu den fünf Fokusgruppen mit Ärztinnen und Ärzten eine weitere Fokusgruppe mit Hebammen (Regensburg) durchgeführt.

Publikationen zum ZuFa-Monitoring

Veröffentlichungen des NZFH, Artikel in Fach-Zeitschriften sowie Vorträge

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