Kommunalbefragungen
Die NZFH-Kommunalbefragungen liefern seit 2013 zentrale Daten und Analysen zum strukturellen Ausbau der Frühen Hilfen in Deutschland. Die jüngste Erhebung hat im Jahr 2025 stattgefunden.
Die NZFH-Kommunalbefragungen sind seit 2013 wiederholte, standardisierte, online durchgeführte Vollbefragungen von Kommunen, die öffentliche Träger der Jugendhilfe sind und von den Landeskoordinierungsstellen Frühe Hilfen als Empfänger von Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen übermittelt wurden. An der siebten Erhebungswelle im Jahr 2025 haben alle 564 von der Bundesstiftung Frühe Hilfen geförderten Kommunen teilgenommen. Darin wurden Daten zum Stichtag 31.12.2024 erhoben. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet.
Im Fokus stehen Antworten und Analysen zu folgenden Kernfragen:
- Welche Strukturen nutzen Kommunen, um Frühe Hilfen zu steuern, zu planen und qualitativ weiter zu entwickeln? Wie finanzieren sie diese Strukturen?
- Welche Strukturen zur sektoren- und systemübergreifenden Zusammenarbeit und Vernetzung gibt es in Kommunen im Bereich der Frühen Hilfen? Wie werden diese Strukturen weiterentwickelt?
- Welche Informationsangebote und Strukturen bestehen in Kommunen, um Familien in passende Unterstützungsangebote zu vermitteln? Wie werden sie auf- und ausgebaut?
- Welche Angebote und Strukturen gibt es in Kommunen, um Familien zu unterstützen? Wie werden diese weiterentwickelt?
Eine Zusatzerhebung untersuchte im Jahr 2023 die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Angebots- und Versorgungsstrukturen der Frühen Hilfen sowie die Versorgung von geflüchteten Familien in den Frühen Hilfen.
Bei der Kommunalbefragung 2025 hat das NZFH erstmals gezielt Daten zur Öffentlichkeitsarbeit in Kommunen und Netzwerken erhoben.
Monitoring Frühe Hilfen
Die Kommunalbefragungen sind ein zentrales Element im Monitoring zur Bundesstiftung Frühe Hilfen. Die Daten und Analysen fließen seit 2020 in die Berichterstattung zur Bundesstiftung und die wissenschaftlichen Berichte ein:
- Der Wissenschaftliche Bericht 2023 bündelt zentrale Ergebnisse zum Stand der Frühen Hilfen in Deutschland in den Jahren 2021 bis 2023, unter anderem auf Grundlage der Kommunalbefragungen. Die Ergebnisse stehen auch online zur Verfügung und werden fortlaufend aktualisiert: Daten zum Stand der Frühen Hilfen
- Der Wissenschaftliche Bericht 2020 beschreibt detailliert den Ausbaustand der Frühen Hilfen in den Jahren 2018 bis Ende 2020 mit besonderem Fokus auf die Qualität der Frühen Hilfen.
Das Monitoring basiert auf dem Logischen Modell Frühe Hilfen und daraus abgeleiteten Indikatoren. Diese wurden in Kooperation mit der TU Dortmund und mit Unterstützung von Vertretungen aus Kommunen und Ländern entwickelt.


