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Freiwillige in den Frühen Hilfen

Ergänzend zu Fachkräften kommen in den Frühen Hilfen auch Freiwillige zum Einsatz. Sie leisten alltagspraktische Unterstützung und helfen den Familien, ihr eigenes soziales Netzwerk zu erweitern.

Freiwillig Engagierte können Familien im Alltag, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung oder durch Mithilfe im Haushalt, unterstützen und deren familiäre Selbsthilfekompetenzen stärken. Sie können eigene Lebenserfahrungen in Gespräche mit den Müttern, Vätern oder anderen primären Bezugspersonen der Kinder einbringen und haben möglicherweise auch ein gutes Gespür für weiteren Hilfebedarf von Familien in belastenden Lebenslagen. Eltern erleben diese Angebote als entlastend und nehmen sie gerne an. 

Die Freiwilligenarbeit ersetzt damit nicht die professionelle Hilfe durch Fachkräfte in den Frühen Hilfen. Mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement ergänzen sie aber vor allem die praktische Entlastung von Familien im Alltag und unterstützen so auch die Gesundheitsfachkräfte, wie Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger. 

Die Bundesinitiative Frühe Hilfen hat Möglichkeiten und Grenzen des Einbezugs ehrenamtlichen Engagements im Kontext der Frühen Hilfen in den Blick genommen, und Erkenntnisse zum Einsatz Ehrenamtlicher im Bereich der Frühen Hilfen gewinnen können. Drei aufeinander folgende jährliche Befragungen in den Kommunen haben ergeben, dass sich Netzwerke Frühe Hilfen flächendeckend etabliert haben, die explizit auch ehrenamtliche Strukturen und bürgerschaftliches Engagement einbeziehen. Die Netzwerkverantwortlichen in den Kommunen sind dabei mit den geschlossenen Kooperationen zu Freiwilligen Angeboten hoch zufrieden. Insbesondere die Koordination, aber auch die Gewinnung und fachliche Begleitung von Freiwilligen in den Frühen Hilfen stellen aber anspruchsvolle Aufgaben dar. 

Die Bundesstiftung Frühe Hilfen greift diese Erfahrungen und Erkenntnisse auf und fördert auch zukünftig vor allem Sach- und Personalkosten zur Qualitätssicherung, Koordination und fachlichen Begleitung von Freiwilligen, die in ein Netzwerk Frühe Hilfen eingebunden sind.

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