Die Sichtbarkeit der Frühen Hilfen stärken

Die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen Schleswig-Holstein setzt seit Herbst 2025 die Markenkommunikation Frühe Hilfen um. Katrin Witkowski und Stephanie Wandel berichten.
Eine Kurzfassung des Berichts ist in Ausgabe 2/2026 erschienen.
In der Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen Schleswig-Holstein haben wir bereits erste Ideen zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, während im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen parallel der Markenbildungsprozess lief. So konnten wir beides zusammenführen und als eine der Ersten konnten wir den Stempel für unsere Markenkommunikation nutzen.
Im Herbst 2025 hat die Landeskoordinierungsstelle zunächst Plakate mit drei verschiedenen Motiven erstellt, auf denen der Stempel zu sehen ist. Die Inhalte wurden partizipativ mit den Netzwerkkoordinierenden erarbeitet. Die Plakate sind insbesondere für Kinder- und Jugendarztpraxen sowie Frauenarztpraxen gedacht.

Die Materialien sollen dabei helfen, Familien mit Bedarfen besser zu identifizieren und gezielt anzusprechen. Ebenso können sich die Familien durch die Plakate in den Wartebereichen selbst wiederfinden und die Ärztinnen und Ärzte im besten Fall darauf ansprechen. Perspektivisch können die Plakate auch an weiteren Stellen ausgehängt werden, an denen sich Familien aufhalten. Dazu gehören der öffentliche Personennahverkehr, Apotheken, die Stadtbücherei und vieles mehr. Die Plakate können von örtlichen Trägern mit einem eigenen Logo und einem QR-Code individuell angepasst werden. Die Plakatvorlagen können auch bundesweit genutzt werden. Interessierte können sich dafür an die Landeskoordinierungsstelle Frühe Hilfen Schleswig-Holstein wenden.
Zusätzlich zu den Plakaten wurden auch Roll-ups und Notizblöcke erstellt. Seit diesem Jahr nutzen die örtlichen Träger den Stempel bei neu veröffentlichten Materialien, z. B. Postkarten oder Stickern. Der Abstimmungsprozess zur Markenkommunikation ist aus unserer Sicht essenziell. Bereits 2024 haben wir mit allen 16 örtlichen Trägern in Schleswig-Holstein einen Qualitätsentwicklungsprozess durchgeführt, um gemeinsam festzulegen, welche Angebote zu den Frühen Hilfen gehören. Darauf baut die Markenkommunikation auf: Der Stempel ist für uns die nächste Stufe in der Qualitätssicherung. Er kann dabei flexibel in bestehende Designs integriert werden. Viele Kommunen haben über die Jahre ein eigenes Corporate Design für ihre Angebote der Frühen Hilfen entwickelt. Uns war wichtig, diese Arbeit vor Ort wertzuschätzen und den Bedenken, die im Rahmen der Umsetzung bestanden, Raum zu geben. Wir haben daher in intensiven Gesprächen, z. B. im Rahmen unseres Fachaustausches auf Landesebene, deutlich gemacht, dass der Stempel als Ergänzung gedacht ist.
Im September 2026 feiern wir in Schleswig-Holstein das 20-jährige Jubiläum der Frühen Hilfen. Dennoch kennen viele das Angebot noch nicht. Die Angebote der Frühen Hilfen sind sehr unterschiedlich, je nach den Bedarfen vor Ort. Das ist ihre große Stärke. Umso wichtiger ist aber der Wiedererkennungswert, besonders in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein. Mit der Marke Frühe Hilfen geben wir Familien das Signal: "Wir sind für euch da – und zwar überall."
FRÜHE HILFEN aktuell
Ausgabe 2/2026: