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Evaluation der Qualitätsdialoge Frühe Hilfen

Die wissenschaftliche Begleitforschung der Qualitätsdialoge Frühe Hilfen (QDFH) hat den mehrjährigen Prozess zur Qualitätsentwicklung der Netzwerke Frühe Hilfen in Kommunen untersucht und analysiert.

Mit der Teilnahme an den Qualitätsdialogen Frühe Hilfen (QDFH) haben 23 Kommunen und Landkreise seit Anfang 2019 die Möglichkeit genutzt, sich fachlich begleitet mit Qualitätsentwicklung auseinanderzusetzen. Grundlage der sektoren- und professionsübergreifenden Qualitätsdialoge war der Qualitätsrahmen Frühe Hilfen des NZFH-Beirats, dessen Anwendung in den Qualitätsdialogen erprobt wurde. Die Evaluationsergebnisse sind in die Weiterentwicklung zum Qualitätsrahmen Frühe Hilfen 2.0 und die Entwicklung der Praxismaterialien zur Qualitätsentwicklung eingeflossen. 

Evaluation der QDFH

Der mehrjährige Praxisprozess wurde im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich begleitet. Dazu wurden qualitative und quantitative Methoden und Erhebungsinstrumente kombiniert. Beleuchtet wurden in drei Wellen verschiedene Perspektiven und Ebenen, zum Beispiel die Sicht der teilnehmenden Akteure, der Steuerungsverantwortlichen und die Zielgruppe der Eltern in belasteten Lebenslagen.

Zentrale Ergebnisse

Eine ausführliche Beschreibung der ersten Welle der Datenerhebung und deren Ergebnisse liegen in Form eines Zwischenberichts des durchführenden Instituts für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung (iSPO) vor. Der Bericht enthält neben den Forschungsinhalten ergänzende Kommentare aus dem NZFH-Bereich Qualitätsentwicklung. Darüber hinaus fasst ein Info-Blatt des NZFH Projekt-Informationen, zentrale Ergebnisse und Schlussfolgerungen nach der ersten Ergebungsphase zusammen.

Auf der Abschlusskonferenz der Qualitätsdialoge Frühe Hilfen im Juni 2021 wurden in einem Vortrag zentrale Befunde der zweiten Erhebungswelle präsentiert.

Ergebnisse der Interviews mit den für die Frühen Hilfen zuständigen politischen Steuerungsverantwortlichen sind in einem Kurzbericht zusammengefasst. In den meisten Kommunen sind dies die Leitungen der jeweiligen Dezernate oder Fachbereiche.

Steckbrief

Projektteam

Ilona Renner, NZFH, BZgA
Dr. Frank Sinß, NZFH, BZgA
Gordana Marijan, NZFH, BZgA
Maarweg 149-161
50825 Köln
E-Mail: forschung(at)nzfh.de

Datenerhebung

Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH (iSPO)

Zeitraum

Projektlaufzeit: September 2018 bis Dezember 2021

  • Erste Erhebungswelle: Januar bis Juli 2019 
  • Zweite Ergebungswelle: Oktober 2020 bis Februar 2021
  • Dritte Erhebungswelle: ab Oktober 2021 

Zielgruppe

  • Akteure der Frühen Hilfen aus den teilnehmenden Kommunen und Landkreisen
  • Eltern (als Adressaten der Frühen Hilfen)

Ziele

  • Analyse des Qualitätsentwicklungsprozesses sowie dessen Voraussetzungen in den Kommunen
  • Feststellen möglicher Veränderungen bei den teilnehmenden Personen und in den kommunalen Netzwerken, die sich während des Prozesses ergeben
  • Identifizierung von Ansatzpunkten für Anpassungen /Verbesserungen als Beitrag zur Nachhaltigkeit der QDFH

Zentrale Forschungsfragen:

  • Was erwarten sich die Teilnehmenden von den Qualitätsdialogen? (Welle 1) 
  • Passen die Qualitätsdialoge als Formate zu den QE-Interessen der Akteure im Netzwerk FH? (Welle 2 und 3) 
  • Welche Ergebnisse gehen aus den Qualitätsdialogen hervor? (Welle 2 und 3) 
  • Inwiefern profitieren die Akteure im Netzwerk FH von den Qualitätsdialogen (Welle 2 und 3)  
    • für ihre QE-Prozesse?  
    • für die Weiterentwicklung der Angebote?  
    • für die Verbesserung der Qualität der Frühen Hilfen?  
    • für eine intensivierte Beteiligung der Familien? 
  • Wie kann das NZFH QE in den Netzwerken FH in Zukunft am besten unterstützen? (Welle 3)

Stichproben

  • Teilnehmende aus den QDFH-Kommunen:
    • Alle am QDFH-Beteiligten ("Innenperspektive")
    • Akteure der QDFH-Kommunen, die nicht selber am Prozess beteiligt sind ("Außenperspektive")
    • Netzwerkkoordinierende/Steuerungsverantwortliche in den QDFH-Kommunen ("Ebene der Kommunen")
  • Eltern aus den QDFH-Kommunen ("Ebene Familien")

Methodik/Design

Mixed-Methods-Design:

  • Standardisierte Online-Befragungen mit QDFH-Teilnehmenden (in drei Wellen)
  • Halbstrukturierte leitfadengestützte Interviews mit QDFH-Teilnehmenden (in drei Wellen)
  • Fokusgruppen mit QDFH-Teilnehmenden sowie Fokusgruppen mit Eltern (in zwei Wellen)
  • Dokumenten- und Sekundäranalysen