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Verbreitung interprofessioneller Kooperationsformen

Daten aus dem Monitoring Frühe Hilfen zum Indikator "Interprofessionelle Kooperation und Vernetzung"

Wie weit verbreitet sind interprofessionelle Kooperationsformen aus Sicht von Kommunen?

Auf einen Blick

  • Im Rahmen des Netzwerks Frühe Hilfen gab es 2024 in gut zwei Drittel aller Kommunen (67,8 Prozent) regelmäßige interdisziplinäre Fortbildungen, in knapp der Hälfte (47,6 Prozent) interdisziplinäre Besprechungen (anonymisierter) Einzelfälle. 
  • Im Moderationstandem geleitete interprofessionelle Qualitätszirkel gab es 2024 nur in wenigen Kommunen (14,2 Prozent). Die weniger aufwendige Form der Information über Frühe Hilfen im Rahmen von ärztlichen Qualitätszirkeln war fast doppelt so weit verbreitet (28 Prozent).
  • Insgesamt sind bei der Verbreitung interprofessioneller Kooperationsformen seit 2015 nur wenige Veränderungen zu verzeichnen.

Verbreitung von interprofessionellen Kooperationsformen

Lesebeispiel: Im Jahr 2015 gab es in 69,4 Prozent der Kommunen, die Träger der örtlichen Jugendhilfe sind (Jugendamtsbezirke), regelmäßige interdisziplinäre Fortbildungen im Rahmen des Netzwerks/der Netzwerke Frühe Hilfen.

Thema2015201720202024
Interprofessionelle Fortbildungen und Besprechungen 
Regelmäßige interdisziplinäre Fortbildungen im Rahmen des Netzwerks/der Netzwerke Frühe Hilfen69,472,764,967,8
Regelmäßige interdisziplinäre Besprechungen (anonymisierter) Einzelfälle im Rahmen des Netzwerks/der Netzwerke Frühe Hilfen44,0-47,647,6
Zusammenarbeit im Rahmen ärztlicher Qualitätszirkel 
Vertreterin/Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe und eine Ärztin/ein Arzt leiten als Moderationstandem einen interprofessionellen Qualitätszirkel Frühe Hilfen6,810,313,614,2
Vertreterinnen/Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe besprechen in ärztlichen Qualitätszirkeln regelmäßig (anonymisierte) Einzelfälle aus dem Bereich Frühe Hilfen7,17,29,510,8
Vertreterinnen/Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe informieren im Rahmen von ärztlichen Qualitätszirkeln ein- oder mehrmalig über die lokalen Frühen Hilfen29,130,429,828,0
Keine systematische Zusammenarbeit von Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen im Rahmen ärztlicher Qualitätszirkel (Exklusivantwort)43,053,849,051,2
Keine Angabe zur Zusammenarbeit im Rahmen ärztlicher Qualitätszirkel19,010,314,113,5

Prozentwerte. Mehrfachantworten möglich. 2017 und 2020 nur Kommunen mit Netzwerk Frühe Hilfen, 2015 und 2024 alle Kommunen. 2015: N = 546, 2017: N = 556, 2020: N = 567, 2024: N = 564
Quelle: Kommunalbefragungen des NZFH im Rahmen des Monitorings Frühe Hilfen

Indikatoren-Beschreibung

  • Auskunft von Kommunen, die Träger der örtlichen Jugendhilfe sind (Jugendamtsbezirke), in den NZFH-Kommunalbefragungen.
  • Antworten zu den interprofessionellen Fortbildungen und Besprechungen liegen dichotomisiert (vorhanden/nicht vorhanden) vor.
  • Bei der Frage nach der Zusammenarbeit im Rahmen ärztlicher Qualitätszirkel konnten mehrere Antwortmöglichkeiten gleichzeitig ausgewählt werden (Mehrfachantworten).
  • Befragt wurden nur Kommunen mit mindestens einem Netzwerk Frühe Hilfen, außer bei der Zusammenarbeit im Rahmen ärztlicher Qualitätszirkel 2015 und 2024, bei der alle Kommunen befragt wurden.

Weitere Informationen auf fruehehilfen.de

Publikationen zu den Kommunalbefragungen

Veröffentlichungen zum strukturellen Aufbau und Ausbau der Frühen Hilfen in Deutschland

Zur Übersicht

Stand: 10.07.2026