Elterntelefon und Frühe Hilfen

Seit November 2015 stellt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) elf Kommunen und Landkreisen ein erprobtes und kostenfreies Angebot zur Verfügung. Über die Vernetzung mit dem Elterntelefon der "Nummer gegen Kummer" schafft das Angebot einen niedrigschwelligen Zugang zu den kommunalen Frühen Hilfen vor Ort. In Osnabrück wurde das Angebot im Jahr 2014 als Modellprojekt bereits erfolgreich realisiert und evaluiert. 

Eine gute Verbindung – Das Elterntelefon als Zugang in das kommunale Netzwerk Frühe Hilfen

Das Elterntelefon hat sich in Osnabrück als gut erreichbarer, attraktiver Zugang zu den Frühen Hilfen vor Ort erwiesen. Seit November 2015 erproben weitere elf Kommunen und Landkreise die Implementierung des anonymen und kostenlosen Elterntelefons als Zugang in das kommunale Netzwerk Frühe Hilfen. Minden startet mit einem Presseauftakt am 4.11.2015 im Rathaus. Die Erprobung der Implementierungsphase wird vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert. Das NZFH fördert den Verein Nummer gegen Kummer e.V., der in seiner Funktion als Dachverband der Elterntelefone die Vernetzung und die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. 

Radio-Spot zum Elterntelefon

Eine Brücke zwischen Eltern und Angeboten der Frühen Hilfen

Unter dem bundesweit erreichbaren Anschluss 0800 - 111 0 550 erhalten (werdende) Eltern ab der Schwangerschaft und mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr anonym und kostenlos individuelle Beratung. Die meist ehrenamtlichen Beratenden sind im Rahmen ihrer umfangreichen Ausbildung darin geschult, wertschätzend und vertrauensvoll mit Eltern zu sprechen, diese emotional zu entlasten und bei Bedarf an passgenaue Angebote der Frühen Hilfen zu vermitteln. 

Das Netzwerk Frühe Hilfen bekannter machen

Das Angebot zur Vernetzung und Bewerbung richtet sich an die Netzwerkkoordinierenden Frühe Hilfen und Verantwortlichen in der Kommune. Es soll sie dabei unterstützen, 

  • Eltern direkt anzusprechen, 
  • die Angebote Früher Hilfen bekannter zu machen und
  • die Netzwerkarbeit zu vertiefen oder weiter auszubauen.

Bundesweit wurden alle Kommunen mit Elterntelefon-Standort über die Landeskoordinierenden über die Möglichkeit der Vernetzung und Bewerbung informiert. Elf Kommunen bzw. Landkreise haben bis Mitte des Jahres 2015 ihre Teilnahme zugesagt:

  • Bamberg
  • Halle (Saale) 
  • Kreis Bergstraße (Hessen)
  • Landkreis Dillingen a.d. Donau
  • Landkreis Hildesheim
  • Landkreis Meißen/Radebeul
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald 
  • Lüdenscheid
  • Minden
  • Neumünster
  • Rosenheim

Eine Ausnahme stellt der Kreis Bergstraße (Hessen) dar. Hier gibt es keinen Elterntelefon-Standort. Es soll erprobt werden, ob die Elterntelefon-Standorte bundesweit in das regionale Netzwerk Frühe Hilfen vermitteln können, auch wenn die Beratenden die Angebote bzw. die Fachkräfte Frühe Hilfen nicht ausführlich und persönlich kennenlernen konnten. Jede der teilnehmenden Kommune, jeder teilnehmende Landkreis übermittelt Nummer gegen Kummer e.V. eine Übersicht über alle Angebot Frühe Hilfen vor Ort. Die Adresslisten liegen allen Elterntelefon-Standorten bundesweit am Telefon ab November vor.

Unterstützung der Kommunen bei der Umsetzung

Nummer gegen Kummer e.V. begleitet die Vernetzung von Beratenden und Akteuren der Frühen Hilfen. Der Verein übernimmt die interne Schulung der Beratenden zum Thema Frühe Hilfen und unterstützt die Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. 

Ein Materialpaket des NZFH mit Informationsmedien zur Bewerbung des Beratungsangebotes sowie ein Leitfaden zur Umsetzung des kommunalen Kommunikationskonzeptes unterstützen die teilnehmenden Kommunen und Landkreise bei der Etablierung des Angebotes. Der Leitfaden enthält Empfehlungen, die auf der Evaluation des Modellprojektes in Osnabrück basieren. 

Das NZFH stellt den Kommunen in der Implementierungsphase kostenlos Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Dazu gehören ein Anschreiben, ein Flyer, Großflächenplakate, Aufsteller, Infokarten sowie ein Radiospot.

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Das Modellprojekt in Osnabrück wurde vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen gefördert und vom Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung Hannover evaluiert. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass das Projekt auf allen Ebenen erfolgreich verlaufen ist.

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