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Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit: Kooperationsprojekt mit dem DGB wirbt für die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen

Zum "Tag der betrieblichen Entgeltgleichheit" stellen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der DGB-Bundesvorstand ihr neues Kooperationsprojekt "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!" vor.

Das gemeinsame Projekt will für das Thema sensibilisieren und so einen Beitrag leisten, um die geschlechtsspezifische Entgeltlücke zu schließen. "Wir wollen mit dem Projekt gerade jungen Frauen ganz konkret zeigen, wie wirtschaftliche Unabhängigkeit mit dem Lohngefälle und einem existenzsichernden Job zusammenhängt und worauf Frauen in ihrer Biographie achten können", betonte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. "Frauen beanspruchen zu Recht gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Daher wird mein Ministerium ein Entgeltgleichheitsgesetz vorlegen, das für mehr Transparenz sorgt. Mit diesem Gesetz möchte ich verbindliche Verfahren festlegen, um Lohndiskriminierung zu beseitigen. Derzeit erarbeiten wir die entsprechenden Eckpunkte", so Schwesig weiter.

"Die Ursachen der Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern sind inzwischen vielfältig wissenschaftlich erforscht. Nur bleiben die Erkenntnisse oft ohne Wirkung. Zwar ist die Lücke geringer, wo Tarifverträge gelten und Betriebs- und Personalräte mitbestimmen, von einer fairen Bezahlung sind wir trotzdem noch weit entfernt. Es gibt ein Handlungsdefizit auf politischer und betrieblicher Ebene. Genau hier setzt das neue Projekt an, indem es die Beteiligten inner- und außerhalb der Betriebe und Verwaltungen auf das Thema aufmerksam macht", so die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack.

Das Projekt des DGB-Bundesvorstands "Was verdient die Frau? Wirtschaftliche Unabhängigkeit!“ wird von September 2014 bis August 2016 vom Bundesfamilienministerium gefördert. Es richtet sich sowohl an politische, gewerkschaftliche und betriebliche Akteure und Akteurinnen als auch an junge Frauen und Mütter. Das Projekt setzt verstärkt auf die Einbeziehung neuer Medien.

Weitere Informationen unterwww.bmfsfj.de undwww.frauen.dgb.de.

(Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 10. Oktober 2014)