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Pucken: Kinder- und Jugendärzte raten davon ab

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte spricht sich schon seit Längerem gegen das Pucken aus

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spricht sich schon seit Längerem gegen das Pucken aus. Nun warnen auch australische und amerikanische Forscher davor. Denn das Pucken des Babys führt ihren Studienergebnissen zufolge zu einem um 60% erhöhten Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS: Sudden Infant Death Syndrome).

„Pucken ist eine besondere Wickeltechnik, bei der Säuglinge eng in ein Tuch ‚bandagiert‘ werden, sodass ihre Bewegungen eingeschränkt sind. Der Kopf ist sichtbar, aber die Arme befinden sich i.d.R. im Tuch. Diese Methode soll beruhigend wirken. Doch neben dem erhöhten SIDS-Risiko besteht die Gefahr, dass Nerven abgeklemmt werden und Hüftfehlstellungen gefördert werden“, erklärt Dr. Hermann Josef Kahl, Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). 

Das internationale Expertenteam analysierte vier zu diesem Thema veröffentlichte Forschungsarbeiten. Diese umfassten zwei Jahrzehnte und enthielten Daten aus England, Tasmanien in Australien sowie aus Chicago. Wenn Babys mit etwa vier Monaten beginnen, sich um die eigene Achse zu drehen und umherzurollen, wird die Situation der Auswertung in „Peditrics“ zufolge noch kritischer. Auf dem Bauch schlafend und gepuckt steigert sich das SIDS-Risiko sogar um das 13-Fache. Dr. Kahl ergänzt: „Insbesondere bei zunehmend warmen Temperaturen kann gepuckten Babys zu heiß werden, sodass sie einen Hitzschlag erleiden können.“ 

Weitere Informationen: kinderaerzte-im-netz.de

(Quelle: Pressemitteilung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. vom 05. Juli 2016)

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