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DJI veröffentlicht Ergebnisse einer Befragung von Jugendämtern zu Herausforderungen in Corona-Zeiten

An der Online-Erhebung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im April und Mai 2020 haben 65 % aller Jugendämter in Deutschland teilgenommen. Ziel der Befragung war es, Erkenntnisse zu den Folgen der Corona-bedingten Einschränkungen auf die Arbeit der Jugendämter zu gewinnen. Die Erhebung "Jugendhilfenb@rometer" ist Teil des DJI-Projekts "„Jugendhilfe und sozialer Wandel ‒ Leistungen und Strukturen".

Die nun veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die meisten Jugendämter keine Zunahme von Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung verzeichnen. Es bestehen aber Unsicherheiten, inwieweit Unterstützungsbedarfe von Familien und mögliche Anzeichen von Gefährdungslagen während der umfassenden Kontaktbeschränkungen erkannt werden können.

Es wird deutlich, dass der Kinderschutz während des Befragungszeitraums in der Corona-Pandemie höchste Priorität in der Arbeit der Jugendämter hat. Fast alle teilnehmenden Jugendämter suchen dabei trotz der Kontaktbeschränkungen Familien auch zu Hause auf.

Das DJI ist Kooperationspartner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH), das seit 2007 mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.

Informationen zur DJI-Studie

Herausforderungen für Jugendämter in Corona-Zeiten

Jugendhilfe und sozialer Wandel – Leistungen und Strukturen: Website zum DJI-Projekt

Mairhofer Andreas et al. (2020): Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie. DJI-Jugendhilfeb@rometer bei Jugendämtern

Informationen auf fruehehilfen.de

Forschung zu Corona

Qualitätsentwicklung im Kinderschutz

(Quelle: Nachricht des Deutschen Jugendinstituts e. V. (DJI) vom 17. Juni 2020)