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Gesundheit von geflüchteten Kindern fördern: DJI und DGSPJ geben Empfehlungen

Welche Veränderungen sind notwendig, um auch geflüchteten Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen zu ermöglichen? Wie müssen Lebensbedingungen in Unterkünften und Sozialräumen gestaltet sein, um Eltern bei der Bewältigung der Herausforderungen zu stärken und zu beraten?

Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat dazu mit der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. (DGSPJ) ein Eckpunktepapier veröffentlicht. Unter dem Titel "Frühkindliche Gesundheit bei geflüchteten Kindern und ihren Familien fördern" formulieren die Autorinnen Empfehlungen zu drei Zielen: 

  • Ziel 1: Geflüchteten Kindern gesundheitliche Chancengleichheit ermöglichen, damit sie sich physisch und psychisch altersentsprechend entwickeln können.  
  • Ziel 2: Ihre Eltern in ihrer Elternverantwortung stärken und beraten. 
  • Ziel 3: Lokale Netzwerke ausbauen, um passende Hilfen abstimmen und aufeinander beziehen zu können sowie eine bedarfsorientierte Versorgung sicherzustellen. 

So empfehlen die Autorinnen zum Beispiel, Eltern und ihre Kinder frühzeitig an Angebote für Familien im Stadtteil zu vermitteln. Auch sprechen sie sich dafür aus, Angebote der Frühen Hilfen, Geburtskliniken, gynäkologische und pädiatrische Praxen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Frühförderstellen und weitere Beratungsstellen in Konzepte zur Unterstützung geflüchteter Familien einzubinden und in bestehende Netzwerke der Flüchtlingsarbeit zu integrieren.

Das DJI ist Kooperationspartner der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

Die Präsidentin der DGSPJ und Mitautorin des Eckpunktepapiers, Frau Prof. Dr. Ute Thyen, ist seit Gründung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) Vorsitzende des beratenden Beirats.

Die Publikation steht auf der Website des DJI zum Herunterladen zur Verfügung:

Gesundheit von geflüchteten Kindern und Familien fördern

Frühkindliche Gesundheit bei geflüchteten Kindern und ihren Familien fördern

Informationen auf fruehehilfen.de

Migration und Frühe Hilfen

Geflüchtete Familien und Frühe Hilfen | Fachtag | 2018

Prof. Dr. Ute Thyen – Vorsitzende des NZFH-Beirats

Dr. med. Gabriele Trost-Brinkhues – Vertreterin BVÖGD im NZFH-Beirat
 
(Quelle: Nachricht des Deutschen Jugendinstituts e. V. (DJI) vom 27. August 2020)