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Umsetzung vor Ort in drei Projektphasen

Das Projekt ist in drei aufeinander aufbauende Phasen unterteilt. Im Mittelpunkt stehen fachlich begleitete Qualitätsentwicklungs-Werkstätten, in denen sich die Akteure mehrerer Kommunen systematisch über die örtliche Qualität Früher Hilfen austauschen. Daneben finden vor- und nachbereitende Veranstaltungen statt.

In drei aufeinanderfolgenden Phasen wird jedes Cluster mithilfe verschiedener Veranstaltungsformate durch den Qualitätsentwicklungsprozess geführt:

  • pro Cluster drei moderierte und begleitete Qualitätsentwicklungs-Werkstätten
  • pro Cluster bis zu drei Sitzungen der Projektsteuerungsgruppen und Umsetzungsgruppen.

Darüber hinaus ermöglicht die webbasierte Austauschplattform inforo auch zwischen den Veranstaltungen zusätzlich organisatorische und inhaltliche Absprachen.

Für alle teilnehmenden Kommunen finden während der Gesamtprojektlaufzeit außerdem drei begleitende Rahmenveranstaltungen statt: eine Auftaktkonferenz, eine Zwischenkonferenz und eine Abschlusskonferenz.

Zu Projektbeginn wird eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen zusammensetzt, die gemeinsam ein Cluster bilden. Die Steuerungsgruppe wird sich über den gesamten Projektverlauf bis zu dreimal treffen und über die strategisch inhaltliche Ausrichtung des Gesamtprozesses beraten.

Aufgaben der Steuerungsgruppe:

  • den Gesamtprozess begleiten und die politische Unterstützung zur Durchführung sichern,
  • Verantwortliche für die konkrete Umsetzung und für die Bestandsaufnahme benennen, die in jeder Kommune für die Bearbeitung der Qualitätsdimensionen durchgeführt wird,
  • die Struktur des kommunalen Qualitätsentwicklungskonzepts vereinbaren,
  • die QE-Werkstätten strategisch-politisch vor- und nachbereiten,
  • den kommunalen Praxistransfer und seine Evaluation vereinbaren.

Die Steuerungsgruppe ernennt außerdem eine operative Umsetzungsgruppe, die mit dem QE-Institut konkrete Schritte zur Ausgestaltung der QE-Werkstätten plant.

Aufgaben der Umsetzungsgruppe:

  • die Bestandsanalyse der Ausgangssituation für die Umsetzung der zwei Qualitätsdimensionen durchführen – mit Unterstützung und fachlicher Begleitung des QE-Instituts,
  • alle notwendigen Instrumente und Abläufe erörtern, um die Bestandsaufnahme vornehmen zu können,
  • die QE-Werkstätten planen, durchführen und auswerten.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen drei zweitägige Qualitätsentwicklungswerkstätten (QE-Werkstätten), in denen ein systematischer, kriteriengeleiteter Austausch über die örtliche Qualität Früher Hilfen stattfindet. Hierfür kommen Akteure der Frühen Hilfen aus jeweils vier Kommunen in einem Cluster zusammen. Die Kommunen im Projekt benennen selbst die relevanten Akteure für die Qualitätsentwicklung der Frühen Hilfen vor Ort. Dabei sollen jeweils Akteure der strategischen (Leitungs-) Ebene sowie die Netzwerkkoordinierenden eingebunden sein. Die QE-Werkstätten finden zwischen Januar 2019 und Januar 2021 in den Räumlichkeiten einer Kommune des Clusters mit circa 40- 50 Teilnehmenden statt

Austausch über die Qualitätsdimension Netzwerk

Der Austausch über die Dimension Netzwerk des Qualitätsrahmens Frühe Hilfen im ersten Schritt erleichtert den Beteiligten den Einstieg in das Thema Qualitätsentwicklung Früher Hilfen. Durch den flächendeckenden Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen können alle Teilnehmenden den Prozess auf einer gemeinsamen Basis beginnen. Außerdem bieten die Netzwerke Frühe Hilfen den Raum für systematische Kooperation und eine Plattform, um Versorgungslücken zu identifizieren und diskutieren. Daher besitzt die Dimension Netzwerk eine hohe Relevanz für das Projekt.

Austausch über eine weitere Qualitätsdimension

Im zweiten Schritt bearbeiten sie eine weitere selbst gewählte Dimension des Qualitätsrahmens Frühe Hilfen. Zudem werden in den QE-Werkstätten Instrumente und Methoden zur Umsetzung der Qualitätsdimensionen erprobt und weiterentwickelt. Die teilnehmenden Kommunen erarbeiten darüber hinaus ein Qualitätsentwicklungskonzept.

Nach der letzten QE-Werkstatt findet auch das abschließende Treffen der Projektsteuerungsgruppe jedes Clusters statt. Inhalte des Austauschs:

  • die Ergebnisse des Projekts bewerten,
  • Vereinbarungen zum kommunalen Praxistransfer treffen,
  • mögliche Ansätze zur Qualitätssicherung des kommunalen Praxistransfers erörtern.

Zur Verstetigung des Prozesses regt das NZFH außerdem an, abschließend einen kommunalen Fachtag durchzuführen. Ein solcher kommunaler Fachtag eröffnet den beteiligten Kommunen die Möglichkeit, konkrete Vereinbarungen zum Transfer der Projektergebnisse in die kommunale Praxis zu treffen. Außerdem bietet ein kommunaler Fachtag für die Kommunen eine Gelegenheit zur öffentlichkeitswirksamen Darstellung des kommunalen Engagements im Bereich Früher Hilfen.

Begleitung, Moderation & Beratung

Den gesamten Qualitätsentwicklungsprozess in den Kommunen begleitet das vom NZFH-beauftragte Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung. Es berät die Beteiligten während des Projektes und moderiert die Zusammenarbeit, da insbesondere die QE-Werkstätten eine breite Austauschmöglichkeit über Erfahrungen und Erfolgsfaktoren bieten sollen. Die Beteiligten erarbeiten weiterhin, wie die gewonnenen Erkenntnisse in die Arbeit vor Ort übertragen werden können. Außerdem entwickelt das NZFH auf Basis der Projektergebnisse Praxis-Materialien, die es allen Kommunen bundesweit zur Verfügung stellt.
Die wissenschaftliche Begleitforschung übernimmt das Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung GmbH im Auftrag des NZFH.

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