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Programm der Auftaktkonferenz "Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen – Qualitätsdialoge Frühe Hilfen (QDFH)"

ab 9.00 Uhr

Registrierung

9.30 Uhr

Begrüßung

Interaktives Kennenlernen

  • Eckhard Schroll, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Almut Hornschild, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Qualitätsentwicklung Früher Hilfen als Aufgabe und Herausforderung des NZFH

Mechthild Paul (NZFH, BZgA)

10.30 Uhr

Science Slam: Qualitätsentwicklung Früher Hilfen – Was? Wie? Wer? Wozu?

  • Johanna Nolte (MBA)
  • Prof. Dr. Kathrin Aghamiri (FH Münster)
  • Dr. Felix Brandhorst (ASH Berlin)
  • Prof. Dr. Jörg Fischer (FH Erfurt)

11.00 Uhr

Die »Qualitätsdialoge Frühe Hilfen«: Umsetzung und Evaluation

  • Till Hoffmann (NZFH, BZgA)
  • Margot Refle (Felsenweg-Institut)
  • Erik Schäffer (iSPO)
     

 

11.30 Uhr

Kaffeepause

11:45 Uhr

THEMENFOREN ZUM PRAXISPROZESS
 

Strategisch-Politische Ebene

Forum I: Frühe Hilfen als Teil kommunaler Familienförderung

Prof. Dr. Jörg Fischer (FH Erfurt)

Kommunen sind seit einiger Zeit gefordert ¬– auch aufgrund des demografischen Wandels – sich als attraktiver Sozialraum und als attraktive Lebenswelt für Familien zu präsentieren. Im Rahmen einer angemessenen Angebotsplanung und –steuerung müssen die Bedarfe der Familien in der unmittelbareren Lebenswelt und in der Stadt bzw. dem Landkreis deshalb berücksichtigt werden. Gleichzeitig sind die Kommunen in Zeiten knapper Budgets mit der Herausforderung konfrontiert, allen gerecht zu werden und insbesondere auch für Familien mit Belastungen adäquate Angebote anzubieten. 
Um gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen, die sowohl die Verbesserung des Wohlbefindens der Menschen als auch der Infrastruktur beabsichtigen, ist es erforderlich, auch regionalen Unterschieden stärker zu begegnen und Entwicklungsunterschiede systematisch auszugleichen. Die Entwicklung praktischer Umsetzungsvorschläge ist daher ebenfalls verstärkt Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge.
Der Workshop soll diese Themen beleuchten und dabei die entsprechenden kommunalen Ebenen, insbesondere die Planungsebenen sowie das Zusammenspiel zwischen öffentlicher und freier Kinder- und Jugendhilfe berücksichtigen. 
Bezogen auf die QDFH sollen die Frühen Hilfen sich als Teil einer familienfreundlichen, kommunalen Infrastruktur verstehen. Die Vorteile der strategischen Ebene, die Frühen Hilfen in diesem Sinne zu entwickeln und als ein Teil eines kommunalen Gesamtkonzeptes zu begreifen, sollen herausgearbeitet werden.

Forum II: Intersektorale Zusammenarbeit in integrierten kommunalen Handlungsstrategien  

Dr. Antje Richter-Kornweitz (LVG & AFS)

Um Daseinsfürsorge zukunftsgerichtet gestalten zu können, ist die intersektorale Zusammenarbeit in den letzten Jahren in den Fokus gerückt. Um den Bürgerinnen und Bürgern in den entsprechenden Lebenslagen bedarfs- und bedürfnisorientierte Unterstützung anbieten zu können, reicht es nicht mehr aus, die einzelnen Angebote gezielt auszurichten, sondern ist es notwendig, die Übergänge zwischen Lebensabschnitten und entsprechenden Hilfestellungen in den Blick zu nehmen. Dabei sollen Ressourcen so eingesetzt werden, dass die erreichten Ziele bei dem Übergang in ein anderes Hilfesystem nicht verpuffen, sondern ausgebaut werden. Gelingt es auf kommunaler Ebene ein integriertes Gesamtkonzept aufzustellen, ist dies ein wichtiger Schritt, um das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in der Kommune zu gewährleisten.
Die QDFH regen an, dass die Kommune ein Konzept zur Qualitätsentwicklung erstellt. Dieses kann als Baustein für ein kommunales Gesamtkonzept, wie oben beschrieben, genutzt werden.

Forum III: Planungsverantwortung und Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen nach den §§ 79 und 79a SGB VIII

Prof. Dr. Holger Nieberg (MSB)

Als gesamtverantwortlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat das Jugendamt in seinem Zuständigkeitsbereich für sein Leistungsspektrum sowohl die Planungsverantwortung als auch den Auftrag der Qualitätsentwicklung. Die Paragraphen 79, 79a und weiterhin auch 80 und 81 SGB VIII bilden hierfür den gesetzlichen Bezugsrahmen. Da der öffentliche Jugendhilfeträger nach dem Bundeskinderschutzgesetz als letztverantwortliche Institution für die Netzwerke Früher Hilfe benannt ist, ist diese Rechtsnorm auch für die Frühen Hilfen von Bedeutung – auch wenn sie nicht für alle Beteiligten gültig ist. Daraus ergeben sich prozessuale Herausforderungen, die sich beispielsweise bei der Einbindung von Planungsprozessen Früher Hilfen in die Jugendhilfeplanung zeigen. Strukturelle und operative Integrationsprozesse in den Bereichen der Bedarfsermittlungen, Angebotsplanungen und der datenbasierten Qualitätsentwicklungen sind erforderlich.
Der Workshop soll die Anwendung der normierten Qualitätsentwicklung auf die Frühen Hilfen thematisieren und überdies Chancen und Anregungen zur Verfahrensgestaltung aufzeigen. 

Forum IV: Politischen Rückhalt für Frühe Hilfen stärken

Alexandra Sann (NZFH, DJI)

Frühe Hilfen benötigen politischen Rückhalt, damit sie auf längere Sicht erfolgreich umgesetzt werden können. Doch wie kann es gelingen, das Interesse der politischen Akteure und Entscheider am Thema Frühe Hilfen zu wecken und lebendig zu halten? Dies gilt für ganz unterschiedliche Ebenen: Bund, Land und Kommunen, aber auch Wohlfahrtsverbände und andere zivilgesellschaftliche Akteure wie bspw. Stiftungen. Auf allen Ebenen müssen Ziele verdeutlicht, Konzepte vorgestellt und Finanzierungsmöglichkeiten erschlossen werden. In diesem Forum werden Strategien vorgestellt und diskutiert, die hilfreich sein können. Dazu gehört unter anderem eine datenbasierte Berichterstattung, die Ausgangslagen analysiert, Bedarfe eruiert, Aktivitäten dokumentiert und nicht zuletzt Veränderungen sichtbar macht.
 

Fachlich-Operative Ebene

Forum V: Partizipation im Praxisprozess

Prof. Dr. Kathrin Aghamiri (FH Münster)

Partizipation bedeutet, gemeinsam Lösungen für Angelegenheiten zu verhandeln, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen. In diesem Sinne greift der Qualitätsrahmen das Thema Partizipation als Querschnittsthema auf. Auch im Prozess QDFH soll das Prinzip Partizipation handlungsleitend sein. Im Projekt sind auf mehreren Ebenen Zielgruppen partizipativ einzubinden: in erster Linie die Eltern als Adressaten der Hilfe, in zweiter Linie sind es auch die Leitungskräfte, die von den Fachkräften in Entscheidungsprozesse einbezogen werden sollen. Wie aber kann das Thema konkret umgesetzt werden? Darüber sind die Beteiligten aktuell im Gespräch mit den Kommunen. Zu den Fragen, die sich daraus ergeben, zählen unter anderem:

  • Was ist den Akteuren in den Kommunen zum Thema Partizipation bekannt?
  • Welche Formen und Methoden wurden bereits angewandt und wie waren die Erfahrungen?
  • Welche Formen zur Umsetzung wären denk- und vorstellbar?
  • Welche Unterstützung brauchen die Kommunen zur gelingenden Umsetzung von Partizipation?

Forum VI: Netzwerke Frühe Hilfen

Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert (TH Köln & Sozial•Raum•Management)

Der Qualitätsrahmen greift das Thema „Netzwerk“ in einer Dimension auf, da alle beteiligten Kommunen die Dimension Netzwerk als erste Qualitätsdimension bearbeiten. In den Frühen Hilfen ist die Arbeit im Netzwerk ein zentrales Element und Charakteristikum. Für die Beteiligten und vor allen Dingen für die Verantwortlichen im Netzwerk sind aus unserer Sicht die folgenden Fragen von besonderer Bedeutung:

  • Welcher Netzwerkbegriff ist für die Akteure eine praktische Handlungsleitlinie?
  • Welche Charakteristika haben Netzwerke, die bei dem Prozess wie dem der QDFH berücksichtigt werden müssen?
  • Wie kann ein Netzwerk aktiv gestaltet werden, wenn eine Steuerung durch eine zentrale Person nicht möglich ist?
  • Wie kann es gelingen, die Ergebnisse des Prozesses der QDFH in die Netzwerke zu transferieren, Akzeptanz herzustellen und im Netzwerk zu bearbeiten?

Forum VII: Daten interpretieren

Dr. Jens Pothmann (TU Dortmund)

Das Thema, wie Daten erhoben und interpretiert werden, ist ein Querschnittsthema des Prozesses der Qualitätsdialoge Frühe Hilfen. Deutlich wird dies am Einsatz der für die QDFH entwickelten Instrumente. Im  Themenforum sollen grundlegende Aspekte der Dateninterpretation dargestellt werden.
An einem praktischen Beispiel (Instrumente aus den QDFH) sollen zentrale Aspekte des Themas bearbeitet werden.

Forum VIII: Dokumentation/Evaluation

Dr. Felix Brandhorst (ASH Berlin)

Das Thema Dokumentation/Evaluation ist in einer eigenen Qualitätsdimension im Qualitätsrahmen verankert. Im Prozess der QDFH wird es als solche nicht bearbeitet. Jedoch sind beide Aspekte, die Dokumentation sowie die Evaluation, zentrale Bestandteile eines Qualitätsentwicklungsprozesses. Somit sind beide Themen als Querschnitt für alle Cluster bedeutend.
Im Themenforum sollen folgende Aspekte des Themas bearbeitet werden:

  • Wie können die beiden Aspekte niederschwellig und systematisch vor Ort bearbeitet werden?
  • Wie können Dokumentation und Evaluation im Sinne der Reflektion und Kontrolle sowie der Wirksamkeit, aber auch der Legitimation der eigenen Arbeit und der Weiterentwicklung der Frühen Hilfen genutzt werden?

Forum IX: Dialogische Methoden

Christiane Voigtländer (Felsenweg- Institut)

Der Qualitätsrahmen ist ein dialogisches Qualitätsentwicklungsinstrument. Dialogische Methoden sind damit Grundvoraussetzung, um die Inhalte des Qualitätsrahmens bearbeiten zu können. Das Themenforum liefert eine Einführung in das Thema, beleuchtet Chancen und Grenzen dialogischer Methoden und bietet die Möglichkeit einzelne Dialogmethoden auszuprobieren. Zudem wird über eine Methodenreflexion der Einsatz bzw. Transfer in die regionalen Netzwerke diskutiert und es werden mögliche Gewinne für die Kommunen formuliert.

Forum X: Praktisches Arbeiten mit dem Qualitätsrahmen

Johanna Nolte (MBA)

Das Forum widmet sich der Frage, wie man mit dem Qualitätsrahmen Frühe Hilfen auch ohne die fachliche Begleitung durch ein Qualitätsentwicklungsinstitut zielorientiert arbeiten kann. Anhand eines Fachimpulses, der unter anderem Methoden, Materialien und Umsetzungsbeispiele vorstellt, werden in einer sich anschließenden Praxiseinheit  gemeinsam konkrete Strategien und Ansätze entwickelt, wie in einem Netzwerk die Qualität der Frühen Hilfen mithilfe des Qualitätsrahmens fokussiert weiterentwickelt werden können.

13.00 Uhr

Mittagspause

14:00 Uhr

4-ECKEN-POSTERDISKUSSION UND ERGEBNISTRANSFER

Kennenlernen und Austausch der Cluster in kommunalen Workshops

15:30 Uhr

PLENUM

Gemeinsame Reflexion und Auswertung

  • Regina Offer (Deutscher Städtetag)
  • Vertretungen der sechs Projekt-Cluster
  • Marc von Krosigk (Auridis gGmbH)
  • Mechthild Paul (NZFH, BZgA)

16.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

Konferenzprogramm zum Herunterladen

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