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Hintergrund und Methoden der COSMO-Umfrage

Informationen zur COSMO-Umfrage: Forschungsfragen, Informationen zum Fragebogen und zu den Stichproben der Wellen 5, 7 und 9

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH), ist Mitglied im COSMO-Konsortium. Weitere Mitglieder sind: Universität Erfurt (UE), Robert Koch-Institut (RKI), Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Science Media Center (SMC), Bernhard Nocht Institute for Tropical Medicine (BNITM) und Yale Institute for Global Health (YIGH).

Informationen zur COSMO-Umfrage und Ergebnisse der wöchentlichen Befragungen werden fortlaufend veröffentlicht und fließen zum Beispiel in Beratungen und Entscheidungen auf politischer Ebene ein. Die BZgA nutzt die Erkenntnisse, um konkrete Maßnahmen und Aktivitäten für die Bevölkerung bedarfsgerecht (weiter) zu entwickeln.

Im Fokus der hier vorliegenden Analysen stehen Familien mit Kindern unter 14 Jahren, da die zusätzliche Belastung der Eltern durch die Begleitumstände der Pandemiebekämpfung mit zunehmendem Alter und Selbständigkeit der Kinder abnimmt.

Die vorliegenden Daten sollen einen ersten Eindruck vermitteln, wie in Deutschland Familien im Allgemeinen mit Belastungen umgehen, die möglicherweise durch die besonderen Umstände in der Krisensituation ausgelöst oder verstärkt werden.

Forschungsfragen

Die hier vorliegende Analyse soll folgende Fragen beantworten:

  • Inwieweit sind Familien, die mit Kindern von 0-13 im Haushalt leben, im Vergleich zu Familien ohne Kinder unter 14 in der Krisensituation besonders belastet?
  • Wie gut gelingt es welchem Familientyp, beispielsweise Alleinerziehende vs. in Partnerschaften Erziehende, ein positives Familienklima aufrecht zu erhalten? 
  • Inwieweit spielt das allgemeine "Funktionieren" des Familiensystems eine Rolle bei der subjektiven Einschätzung, die Kinder auch in der Krisensituation gut versorgen zu können?
  • Was trägt dazu bei, dass das Familienleben in der Krise gelingt?

Fragebogen

Um die internationale Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu ermöglichen, wurde eine validierte Skala genutzt und dem Informationsbedarf der BZgA angepasst: das Family Assessment Device (FAD). Die (leicht) modifizierte Skala wurde dazu um zusätzliche Themen erweitert: zwei Items zu Konflikt und Gewalt, Items zum Familienmanagement sowie Items zur Inanspruchnahme von Beratungstelefonen.

Die Skala "Family Assessment Device" (FAD)

Das Family Assessment Device (FAD) wurde Anfang der 80er Jahre als Screening Instrument für die McMaster Familientherapie entwickelt. Die Skalenqualität wurde mit einer amerikanischen Stichprobe überprüft und konnte hinsichtlich der Reliabilität und Konstruktvalidität belegt werden.

Die Kurzform der Skala (General Functioning) misst, inwieweit das Familiensystem unter bestimmten Kontextbedingungen "funktioniert".

Die drei zentralen Dimensionen des Messinstruments sind

  1. die positiven Affekte innerhalb der Familie (positiver Affekt)
  2. die Fähigkeiten, gemeinsam Probleme zu lösen (Problemlösen)
  3. offen miteinander zu kommunizieren (Offene Kommunikation)

Jede Dimension oder Subskala besteht aus mehreren Items, insgesamt 12.

COMSO-Umfrage Welle 5, durchgeführt am 31.03. und 01.04.2020

Die Stichprobe der Welle 5 umfasst insgesamt 1030 Personen zwischen 18 und 74 Jahren, die aus einem Befragungspanel rekrutiert wurden.

Von den befragten Personen leben 761 in einem Haushalt mit mindestens 2 Personen. In 265 Haushalten leben Kinder unter 18 Jahre, darunter 213 Familien mit Kindern von 0-13 Jahren und 79 Familien mit Kindern von 0-3 Jahren.

7 % der Familien mit Kindern unter 14 Jahren besitzen den niedrigsten Bildungsstand, 22 % erreichen das mittlere und 71 % das höchste Bildungsniveau.

COMSO-Umfrage Welle 7, durchgeführt am 14. und 15.04.2020

In Welle 7 wurden die Familienitems bei einer neuen bundesweit repräsentativen Stichprobe wiederholt erhoben.

Es nahmen insgesamt 1034 Personen an der Befragung teil. Davon leben 798 in einem Haushalt mit mindestens 2 Personen. In 290 dieser Haushalte leben Kinder unter 18 Jahre, darunter 235 Familien mit Kindern von 0-13 und 76 Familien mit Kindern von 0-3.

COMSO-Umfrage Welle 9, durchgeführt am 28. und 29.04.2020

1020 Personen wurden in der neunten Befragungswelle Ende April befragt. In 262 Haushalten der Teilnehmenden leben Kinder unter 18 Jahre.

Sobald weitere Informationen zur Stichprobe vorliegen, werden sie hier veröffentlicht.

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