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WS 1 - Einbeziehung des Gesundheitswesens in die Frühe Hilfen am Beispiel von Geburtskliniken und Screeningverfahren

Svea Detering Kinderzentrum Halle (Saale), fachlicher Input; Dr. med. Daniel Clauß Univeritätsklinikum Halle (Saale), Moderation

Die Zusammensetzung der Teilnehmenden des Workshops gestaltete sich paritätisch aus den Bereichen Gesundheitswesen (Familienhebammen, Gynäkologin, Kinderarztärztin, Psychologin, Sozialarbeiterin), der Kinder- und Jugendhilfe (Koordinierende Frühe Hilfen, Sozialarbeiterinnen) und aus sonstigen Fachbereichen (Nationales Zentrum Frühe Hilfen, Landeskoordination, Krankenkasse).

Der Input fasste bisherige nationale sowie internationale Erfahrungen von Zugangswegen zu hoch belasteten Familien aus dem Gesundheitsbereich zusammen. Unter Berücksichtigung der Risikoforschung im Bereich der Frühen Hilfen wurden strukturelle Möglichkeiten zur Implementierung von Screeningverfahren besonders in Kliniken zum Zeitpunkt der Geburt vorgestellt. Anschließend erfolgte der Meinungsaustausch zu Aspekten von Risiko- bzw. Resilienzfaktoren, Kontaktaufnahme/Gesprächsführung, Kooperation, Monitoring und Finanzierung in Kleingruppenarbeit sowie die Diskussion mit allen Teilnehmenden.

Ergebnis

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen wurden auf einer Pinnwand dargestellt (siehe Foto unten). In der Diskussion der Ergebnisse wurde festgestellt, dass regional große Unterschiede in der multiprofessionellen Kooperation sowie der Vernetzung bestehen. Problematisch wurde der Faktor „Zeit“ für das Erheben und die Kommunikation mit den Familien während des stationären Aufenthaltes zur Geburt gesehen. Die Erhebung eines möglichen Unterstützungsbedarfs sollte in der Schwangerschaft beginnen, sich über den Zeitpunkt der Geburt bis hin zu den Vorsorgeuntersuchungen (U3ff) erstrecken. Auch der Ablauf in der Geburtsklinik bietet von der Aufnahme bis zur Entlassung vielfältige Momente, um anamnestische Angaben sowie objektivierbare Eindrücke von den Familien zu erhalten. Die Implementierung eines Begrüßungspaketes für Neugeborene zur Kontaktaufnahme zu den Familien, ggf. auch im Wohnumfeld, wurde positiv bewertet. Weiterhin befanden die Teilnehmenden die Berücksichtigung der Punkte Freiwilligkeit sowie Datenschutz für das Gelingen von Frühen Hilfen unverzichtbar.

Zentrale Aspekte 

  • Einheitliche Screeningverfahren 
  • Abklärung einer möglichen Unterstützung ab Geburtsvorbereitung, über Kliniken bis zu den niedergelassenen Kinderärzten/Kinderärztinnen 
  • Qualifizierung aller Berufsgruppen zu dieser Thematik 
  • Einbindung in die Ausbildung/Lehre 
  • Verbindliche Kooperationsstrukturen (vertragliche Regelungen) 
  • Finanzierung der zusätzlichen Tätigkeiten im Gesundheitsbereich

Fazit aus dem Workshop

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