Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen – kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen

Das Projekt "Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen – kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen" möchte zu einer Verbesserung der Qualität in den Frühen Hilfen beitragen. Kommunale Akteure erhalten die Möglichkeit, sich fachlich begleitet über Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen vor Ort auszutauschen. Im Zentrum des Qualitätsentwicklungsprozesses stehen sektoren- und professionsübergreifende Qualitätsdialoge. Grundlage hierfür ist der Qualitätsrahmen Frühe Hilfen (2016), der vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und dem NZFH-Beirat erarbeitet wurde.

Kommunale Qualitätsdialoge - Die neun Qualitätsdimensionen des QualitätsrahmensDie neun Qualitätsdimensionen

Nach dem flächendeckenden Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen gehört die qualitätsgesicherte Weiterentwicklung zu den wichtigsten Herausforderungen. Einen Ansatz hierfür liefert der Qualitätsrahmen Frühe Hilfen. Er ist ein Instrument zur Beschreibung von Qualität Früher Hilfen innerhalb der konkreten örtlichen Gegebenheiten. Hierzu benennt er neun relevante Qualitätsdimensionen, die dazu einladen, die örtlichen Strukturen und den aktuellen Stand Früher Hilfen zu bewerten, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Vor diesem Hintergrund initiiert das NZFH das Praxisprojekt "Qualitätsentwicklung in der Praxis unterstützen – kommunale Qualitätsdialoge Frühe Hilfen".

Projektziele

Das NZFH möchte kommunale Akteure in den Frühen Hilfen unterstützen, 

  • die Qualität der Frühen Hilfen vor Ort zu sichern und auszubauen,
  • ein gemeinsames Qualitätsverständnis zu entwickeln,
  • Kompetenzen zur Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation aufzubauen,
  • Instrumente und Methoden zur Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen zu erproben,
  • die kommunale Infrastruktur Früher Hilfen unter Berücksichtigung der Elternperspektive dialogisch weiterzuentwickeln,
  • und die Projektergebnisse in die örtlichen Netzwerke Frühe Hilfen einzuspeisen.

Der Prozess wird zunächst in Kooperation mit bis zu 24 Modellkommunen durchgeführt, die während des gesamten Prozesses vom NZFH begleitet und beraten werden. Die gewonnenen Erkenntnisse nutzt das NZFH auch, um den Qualitätsrahmen weiterzuentwickeln. Außerdem werden die Ergebnisse bundesweit zur Verfügung gestellt.

Durchführung vor Ort

Herzstück des Projektes sind Qualitätsentwicklungswerkstätten (QE-Werkstätten), in denen ein systematischer, kriteriengeleiteter Austausch über die örtliche Qualität Früher Hilfen stattfindet. Hierfür kommen Akteure der Frühen Hilfen aus bis zu vier Kommunen in einem Cluster zusammen, um jeweils die Dimension Netzwerk und eine weitere, frei wählbare Dimension des Qualitätsrahmens miteinander zu bearbeiten. Der Austausch über die Qualitätsdimension Netzwerk im ersten Schritt erleichtert den Beteiligten den Einstieg in das Thema Qualitätsentwicklung Früher Hilfen. Denn durch den flächendeckenden Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen durch die Bundesinitiative können alle beteiligten Kommunen auf einer gemeinsamen Basis den Prozess beginnen. Außerdem bieten die Netzwerke Frühe Hilfen Raum für systematische, qualifizierte und interprofessionelle Kooperation, ermöglichen den Austausch über bedarfsorientierte kommunale Angebotsstrukturen und bieten eine Plattform, um Versorgungslücken zu identifizieren und diskutieren. Daher besitzt die Dimension Netzwerk eine hohe Relevanz für das Projekt. 

Der gesamte Qualitätsentwicklungsprozess in den Kommunen wird von einem durch das NZFH beauftragten Institut begleitet, beraten und moderiert. Dabei sollen insbesondere die QE-Werkstätten eine breite Austauschmöglichkeit über Erfahrungen und Gelingensfaktoren bieten. 

Mit den Beteiligten wird weiterhin erarbeitet, wie die gewonnenen Erkenntnisse in die Arbeit vor Ort übertragen werden können. Außerdem entwickelt das NZFH auf Basis der Projektergebnisse Praxis-Materialien, die allen Kommunen bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise leistet das NZFH einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung der Frühen Hilfen vor Ort. 

Das Vorhaben richtet sich an Fach- und Leitungskräfte der Frühen Hilfen sowie an kommunalpolitische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger. Darüber hinaus sind auch Elternvertretungen, freiwillig Engagierte sowie Akteure aus weiteren sozialen Unterstützungssystemen eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen.  Die "Kommunalen Qualitätsdialoge Frühe Hilfen" werden gefördert durch die Auridis gGmbH und enden am 31.03.2021.

An einer Projektteilnahme interessierte Kommunen können sich beim NZFH bewerben. Die Bewerbungsunterlagen stehen Anfang 2018 hier zur Verfügung. Das NZFH informiert zu den konkreten Terminen auf dieser Seite und in seinem Newsletter.  

Sie haben Fragen? Bitte schreiben Sie an: qualitaetsdialoge(at)nzfh.de

Vortrag/Präsentation

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