Damit Armut nicht krank macht – über starke Familien zu gesunden Kindern

Kooperationstagung "Damit Armut nicht krank macht-– über starke Familien zu gesunden Kindern"

Kooperationstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit & Frühe Hilfen und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen am Donnerstag, den 18. Oktober 2018 in Berlin

Biitte beachten Sie den geänderten Programmbeginn: 9.45 Uhr

Gesundheit und Armut

Kinder haben das Recht auf ein gesundes Aufwachsen und auf gute Entwicklungsbedingungen in unserer Gesellschaft. Dennoch erleben vor allem die 20 % der Mädchen und Jungen, die in (relativer) Armut groß werden, erhebliche Einschränkungen für ihre gesamte gesundheitliche und persönliche Entwicklung, beispielsweise bezogen auf Wohnraum und Umfeld, soziale Kontakte und Freizeitangebote, Bildungsmöglichkeiten und gesundheitsbezogenes Verhalten. Diese wirken sich häufig bis weit in das Erwachsenenleben aus.

Belastungen und Armut

Armut gehört zu den bedeutendsten Faktoren für Entwicklungsdefizite und Gesundheitsrisiken im Kindesalter. Laut der NZFH-Studie KiD 0-3 sind Familien, die in Armut leben und SGB II beziehen, öfter von psychosozialen Belastungsfaktoren betroffen, als andere Familien. Wie die Studie zeigt, leiden 28,4 % der befragten Familien in Armutslagen unter vier und mehr Belastungsmerkmalen, wie beispielsweise alleinerziehend oder Anzeichen einer Depression. Bei Familien ohne Bezug von Sozialleistungen sind es nur 3,7 %. Nur 12,5 % der befragten Familien mit SGBII- Bezug haben keine psychosozialen Belastungen. Bei den Familien ohne SGB-II-Bezug sind es 50,4 %. Damit stellen Familien in Armutslagen für die Frühen Hilfen eine relevante Zielgruppe dar.

Frühe Hilfen und Armut

Die Frühen Hilfen können Anwalt für diese Familien sein und sie dabei unterstützen, dass ihre Kinder einen Weg aus der Armut herausfinden. Auf der Kooperationstagung soll insbesondere folgenden Fragen nachgegangen werden:

  • Welchen konkreten Beitrag können die Frühen Hilfen mit ihren Angeboten und Netzwerken leisten?
  • Wie können Angebote für Kinder und Familien teilhabegerecht gestaltet werden? 
  • Welche vielversprechenden Ansätze gibt es und was sind die Erfolgsfaktoren?
  • Wie lassen sich Frühe Hilfen armutssensibel umsetzen?

Weitere Schritte

Die Ergebnisse der Veranstaltung, insbesondere der Workshops, sollen eine erste Orientierung für Handlungsempfehlungen liefern. Sie werden vor allem bei laufenden Prozessen und geplanten Produkten der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Gesundheit & Frühe Hilfen und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) zum Thema berücksichtigt.

Kooperationspartnerinnen und -partner

Für diese Veranstaltung hat sich ein breites Bündnis von Partnerinnen und Partnern zusammengeschlossen:

  • Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF)
  • Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Gesundheit & Frühe Hilfen
  • Bundesärztekammer (BÄK)
  • Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD)
  • Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ)
  • Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) 
  • Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) – Träger: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI)
  • SeeYou, Stiftung des Kath. Kinderkrankenhauses Wilhelmstift, Hamburg
  • Vereinigung für Interdisziplinäre Frühförderung – Bundesvereinigung (VIFF)

Zielgruppe

  • Entscheiderinnen und Entscheider auf den unterschiedlichen Ebenen in Bund, Ländern und Kommunen
  • Mitarbeitende der Koordinierungsstellen Frühe Hilfen in den Ländern und Kommunen
  • Mitglieder der wissenschaftlichen Fachgesellschaften und der Berufsverbände
  • Vertreterinnen und Vertreter:

    • der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe
    • des Gesundheitswesens
    • der Frühförderung
    • der Schwangerschaftsberatung

Die Tagung fördern

  • das Nationale Zentrum Frühe Hilfen aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  • die BAG Gesundheit & Frühe Hilfen aus Mitteln des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)
  • der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
  • SeeYou, Stiftung des Kath. Kinderkrankenhauses Wilhelmstift, Hamburg

Fortbildungspunkte

Bei der Ärztekammer Berlin wurde die Anerkennung der Tagung als Fortbildungsveranstaltung beantragt.

Anmeldung

Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Um die vielen verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Akteurinnen und Akteure bei der Umsetzung der Frühen Hilfen berücksichtigen zu können, wird der Zugang kontingentiert nach medizinischer Versorgung, öffentlicher und freier Kinder- und Jugendhilfe, Frühförderung, Schwangerschaftsberatung sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren der Frühen Hilfen.

Anmeldeschluss ist der 27. September 2018. 

Bitte melden Sie sich bis zum 27. September 2018 hier online an. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Mit dem Erhalt einer Teilnahmebestätigung nach Anmeldeschluss wird Ihre Anmeldung verbindlich und Sie können an der Kooperationstagung teilnehmen.

mehr...

Das Programm bietet Ihnen eine Übersicht über den Tagungsablauf und die Referentinnen und Referenten der Kooperationstagung.

mehr...

Tagungsort

Kalkscheune
Johannisstraße 2
10117 Berlin

Eine detaillierte Wegbeschreibung finden Sie auf der Internetseite der Kalkscheune:

www.kalkscheune.de/de/lage-kontakt

Kontakt

Organisatorische Fragen richten Sie bitte an:

Sinus – Büro für Kommunikation GmbH
Frau Tanja Marton
Habsburgerring 3
50674 Köln
E-Mail: tanja.marton(at)sinus-bfk.de
Tel: 0221/272255-127
Fax: 0221/272255-10

Inhaltliche Fragen richten Sie bitte an:

Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Jörg Backes
Maarweg 149-161
50825 Köln
E-Mail: joerg.backes(at)nzfh.de
Tel: 0221/8992-459
Fax: 0221/8992-302