Hauptstudie

Bundesweite repräsentative Studie zur Verteilung von Belastungsfaktoren in Familien mit 0- bis 3-jährigen Kindern und zur Inanspruchnahme von psychosozialen Angeboten

Als Teilstudie der Prävalenz- und Versorgungsforschung wurde 2015 auf Grundlage der Pilotstudien die bundesweit repräsentative Hauptstudie durchgeführt.
Ziel der Hauptstudie ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welche unterschiedlichen Konstellationen von Belastungen es in Familien in Deutschland gibt, wie häufig diese Belastungskonstellationen vorkommen, mit welchen Merkmalen diese Belastungen einhergehen, welche Auswirkungen diese auf die kindliche Entwicklung haben und inwieweit Familien aus unterschiedlichen sozialen Gruppen derzeit angebotene professionelle Hilfen kennen und nutzen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen eine verlässliche Datengrundlage für die bedarfsgerechte Planung von Angeboten Früher Hilfen in den Ländern und Kommunen bilden.
Der Zugang zu den Familien erfolgte aufgrund der Ergebnisse der beiden Pilotstudien über niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte.


Projektteam

Christoph Liel
(bis 31.12.2018 Dr. Andreas Eickhorst)
Deutsches Jugendinstitut (DJI), Fachgruppe Frühe Hilfen
Nockherstr. 2
81541 München
Telefon: 089/62306-232
E-Mail: liel(at)dji.de 

Alexandra Sann
Deutsches Jugendinstitut (DJI), Fachgruppe Frühe Hilfen
Nockherstr. 2
81541 München
Telefon: 089/62306-323
E-Mail: sann(at)dji.de


Förderung

Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 
Maarweg 149-161
50825 Köln  
Telefon: 0221/8992-0


Datenerhebung

 Kantar Health GmbH


Zeitraum

Datenerhebung November 2014 bis Herbst 2015


Zielgruppen

  • Familien mit Kindern unter 3 Jahren
  • Kinderärztinnen und -ärzte, in deren Praxen die teilnehmenden Familien rekrutiert wurden

Ziele

Die Hauptstudie hat insbesondere zum Ziel, repräsentative, bundesweite Daten zu Belastungen und Ressourcen von belasteten Familien zu gewinnen:

  • Häufigkeit des Vorkommens spezifischer Belastungsfaktoren und Belastungskonstellationen
  • Kenntnisse zur Weiterentwicklung der Schulungen von Fachkräften in den Frühen Hilfen
  • Kenntnisse zur Planung und Steuerung kommunaler Hilfesysteme

Stichproben

  • 8.063 Familien mit Kindern zwischen null und drei Jahren
  • 200 Kinderärztinnen und -ärzte

Methodik/Design

  • Rekrutierung der Familien in Kinderarztpraxen im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen U3 bis U7a
  • Repräsentative Fragebogenerhebung 
  • Anonyme, schriftliche Befragung der Hauptbezugsperson
  • Fragebogenerhebung mit den teilnehmenden Ärztinnen und Ärzten

Die "Hauptstudie" ist eine Teilstudie des Studienprogramms der Prävalenz- und Versorgungsforschung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) zum Vorkommen von psychosozialen Belastungen in Familien mit 0- bis 3-jährigen Kindern in Deutschland und ihrer Kenntnis bzw. Inanspruchnahme von regulären Unterstützungsangeboten sowie von spezifischen Angeboten der Frühen Hilfen.  

Ziel des Forschungsbereichs sind Erkenntnisse zu folgenden Fragestellungen:

  • Welche unterschiedlichen Konstellationen von Belastungen gibt es in Familien in Deutschland?
  • Wie häufig kommen diese Belastungskonstellationen vor? 
  • Mit welchen weiteren Merkmalen der sozialen Lage bzw. der Region gehen die Belastungen einher?
  • Welche Auswirkungen haben diese Belastungen auf die kindliche Entwicklung? 
  • Inwieweit kennen und nutzen Familien aus unterschiedlichen sozialen Gruppen derzeit angebotene professionelle Hilfen? 

Die Ergebnisse der Hauptstudie sollen den Akteuren im Praxisfeld Frühe Hilfen Einblicke in die Häufigkeit des Vorkommens spezifischer Belastungsfaktoren und Belastungskonstellationen bei Familien mit Säuglingen und Kleinkindern geben. Dies ist zum einen wichtig für die Schulung der in diesem Feld tätigen Fachkräfte, um sie für spezifische Problemlagen sensibilisieren und Kenntnisse über jeweils adäquate Unterstützungsangebote vermitteln zu können. Auf der anderen Seite können Verantwortliche in den Kommunen mit dem Wissen über diese Verteilungen ihre lokalen Angebote der Frühen Hilfen besser planen und auf die Bedarfe der Familien abstimmen. Insgesamt können damit die so gewonnenen Daten zur Prävalenz von Belastungen und Nutzung vorhandener Angebote maßgeblich zur weiteren Praxisentwicklung beitragen.  

Forschungsfragestellungen: Die Hauptstudie umfasste eine einmalige repräsentative Befragung von 8063 Familien mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. Folgende Daten wurden dabei erhoben:

  • Merkmale der Lebenslage der Familie (z.B. sozioökonomischer Status, Familienform, Migrationserfahrung) 
  • objektive Belastungsmerkmale auf kind-, eltern- und familienbezogener sowie sozialer Ebene, die sich empirisch als valide Prädiktoren möglicher Erziehungsschwierigkeiten, Entwicklungsprobleme und/oder Kindeswohlgefährdungen erwiesen haben (z.B. besondere Fürsorgeanforderungen durch das Kind, psychische Erkrankung eines Elternteils, Sucht, Gewalt in der Partnerschaft, soziale Isolation)
  • subjektives Belastungserleben der primären Bezugsperson des Kindes,
  • von der Familie wahrgenommene und erhaltene soziale Unterstützung,
  • Kenntnis und Inanspruchnahme von öffentlichen Unterstützungsleistungen seitens der Eltern (Regelangebote und spezifische Angebote Früher Hilfen)

Im Kontext der Hauptstudie wurde auch ein Fragebogen an die teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte versandt. Folgende Daten wurden dabei erhoben:

  • Kenntnis der lokalen Netzwerke Frühe Hilfen sowie einzelner Angebote
  • Nutzung der Angebote und erfolgte Vermittlungen
  • Kenntnisse über die Regelungen des Bundeskinderschutzgesetzes

Feldzugang/Design: Die Auswertung der beiden Pilotstudien zeigte, dass die Ansprache über Pädiater zu einer deutlich besseren Motivierung von Familien aus belasteten Familien (z.B. in bildungsfernen Gruppen) für die Teilnahme an der Studie führte. Es konnte gezeigt werden, dass auf diesem Wege aussagekräftige, repräsentative Daten generiert werden können, die das Ausmaß an Belastungen und den sich daraus ergebenden Unterstützungsbedarf in der Zielpopulation der Frühen Hilfen zuverlässiger schätzen als mittels Stichprobenziehungen über das Einwohnermeldeamt. Überdies haben sich die Kinderärztinnen und -ärzte der Pilotstudie als sehr motivierte und verlässliche Partner im Feld erwiesen. Daher wurde dieses Design für die Durchführung der Hauptstudie gewählt.

Die Aufgabe der teilnehmenden Pädiater war es, den Eltern, die zu einer der U-Untersuchungen U3 bis U7a in die Praxis kamen, den vom NZFH-Forschungsteam entwickelten Fragebogen zu Belastungen, Ressourcen und Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten auszuhändigen und sie um eine Teilnahme zu bitten. Dabei sollten unabhängig von wahrgenommenen Merkmalen alle Eltern angesprochen werden, um Selektionseffekte durch die Ärztinnen und Ärzte zu vermeiden. Wenn die Eltern in ihrer Entscheidung über die Studienteilnahme unsicher waren, sollten die Ärztinnen und Ärzte noch einmal motivierend mit ihnen sprechen. Zu keinem Zeitpunkt nahmen sie Einsicht in die ausgefüllten Bögen, so dass die Anonymität der Auskünfte gewährleistet war. Überdies erhoben sie tabellarisch die Ablehnungsgründe der nicht teilnehmenden Eltern, um bei der Auswertung Hinweise darauf zu bekommen, ob möglicherweise bestimmte Gruppen von Eltern systematisch nicht teilnahmen (Prüfung von Verzerrungseffekten). Für Ihre Mitwirkung wurden die Ärztinnen und Ärzte vergütet.

Die Fragebögen wurden von der Hauptbezugsperson im Wartezimmer anonym ausgefüllt (Dauer ca. 25 Minuten bei vollständigem Ausfüllen) und spätestens vor Verlassen der Arztpraxis in einem verschlossenen Umschlag abgegeben. Familien, die bereit waren, an einer eventuellen späteren weiteren Befragung (z.B. per Post) teilzunehmen, wurden gebeten, freiwillig ihre Adresse dafür anzugeben. Damit ergaben sich Möglichkeiten zu zusätzlichen Vertiefungsbefragungen oder auch zu einer längsschnittlichen Befragung einer Teilstichprobe. 

Die Hauptstudie wurde vom NZFH am DJI durchgeführt. Mit der Feldarbeit wurde der Münchner Forschungsdienstleister Kantar Health beauftragt.

Faktenblatt


Zusammenhänge von Belastung und Auftreten von depressiven und ängstlichen Symptomen

Bei 4,4 % der befragten Mütter und Väter gibt es starke Hinweise für das Vorliegen einer depressiven oder ängstlichen Symptomatik, bei 15,7 % der Eltern schwächere Hinweise.

Frauen berichten dabei in höherem Maße als Männer von Symptomen, die auf eine Depression oder Angststörungen hinweisen. Im Vergleich einzelner Altersgruppen fällt die erhöhte Belastung sehr junger Eltern auf. Die Gruppe der unter 25-jährigen Eltern berichtet mehr Depressions- und Angstsymptome als die Allgemeinbevölkerung in vergleichbarem Alter. Allerdings verdeckt das Alter andere, relevantere Faktoren. Als relevant erweisen sich: "ungeplante Schwangerschaft, Bezug von Sozialleistungen, Alleinerziehendenstatus, Unzufriedenheit in der Partnerschaft und ein als negativ empfundenes Temperament des Kindes". Berücksichtigt man diese weiteren Belastungsfaktoren, so werden Alter und Geschlecht des Elternteils unbedeutend, d.h. diese beiden Faktoren weisen keinen eigenständigen Zusammenhang zur Symptombelastung auf. Die Ergebnisse weisen außerdem darauf hin, dass depressive und ängstliche Symptome mit stärkeren Belastungen der Eltern-Kind-Beziehung einhergehen bzw. die Wahrnehmung des Kindes durch die Eltern überschatten. 


Zusammenhänge von Belastung und Bildung

Betrachtet man die Häufigkeiten unterschiedlicher psychosozialer Belastungs- bzw. Risikofaktoren über verschiedene Bildungsniveaus hinweg, so fällt auf, dass beinahe alle Faktoren das gleiche Muster aufweisen: Teilnehmer aus der Gruppe der Niedriggebildeten haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, von Risikofaktoren betroffen zu sein, als Teilnehmer mit mittlerem oder hohem Bildungsniveau. Die Hochgebildeten sind meist am wenigsten betroffen. Sehr deutlich ist dieses Ergebnis bei dem erfragten Risikofaktor "Bezug von SGB II Leistungen": 60% der Niedriggebildeten beziehen diese Leistung, während nur 6% der hochgebildeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer dies tun. 

"Ungeplante Schwangerschaft" ist ein weiteres Risikomerkmal, bei welchem das beschriebene Muster klar hervortritt: Der Unterschied zwischen den Extremgruppen liegt bei 30% (43% der Niedriggebildeten, aber nur 13% der Hochgebildeten gaben an, dass die Schwangerschaft ungeplant war).

Das einzige Risikomerkmal, in dem das beschriebene Muster nicht zu finden ist, ist die "erhöhte elterliche Stressbelastung". Sowohl bei den Niedriggebildeten als auch bei den Hochgebildeten sind knapp 20% von Stressbelastung betroffen. Das Risikomerkmal "elterliche Stressbelastung" tritt damit unabhängig vom elterlichen Bildungsniveau auf. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Bildung zwar mit sehr vielen, jedoch nicht allen hier relevanten Faktoren zusammenhängt. Insbesondere der für die vorliegende Zielgruppe hoch relevante Bereich des elterlichen Stresses scheint also mit anderen Faktoren zu korrespondieren. 


Kenntnis und Nutzung der Netzwerke Frühe Hilfen durch die teilnehmenden Kinderärztinnen und -ärzte

Die Ärztinnen und Ärzte, in deren Praxen Familien befragt wurden und die sich zusätzlich bereit erklärt haben, selbst an einer Fragebogenerhebung teilzunehmen, wurden nach ihren Kenntnissen und Meinungen zu Frühen Hilfen im Generellen sowie zu ihrem jeweiligen lokalen Netzwerk befragt. Die folgenden Ergebnisse beruhen auf der Auswertung einer vorläufigen Stichprobe von N = 200 (Stand März 2017). 

Abb. 6: Kenntnis des Netzwerkes Frühe Hilfen an sich
Abbildung 6

Die große Mehrheit der Befragten (86,5%) kennt ihr kommunales Netzwerk der Frühen Hilfen. Lediglich knapp 10% der Ärzte sagten, dass es ihnen nicht bekannt sei, weitere 2,5% der Ärzte gaben an, dass es bei ihnen kein solches Netzwerk gebe. (s. Abb. 6) Zudem hatten 71% der Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2014 mindestens einmal Kontakt mit dem Netzwerk, indem sie zum Beispiel eine Informationsveranstaltung besuchten.

Abb. 7: Den ÄrztInnen bekannte konkrete Vermittlungsmöglichkeiten (N = 177)
Abbildung 7

In einer offenen Abfrage hatten die Kinderärztinnen und -ärzte dann die Möglichkeit, die ihnen als Vermittlungsmöglichkeiten bekannten Institutionen konkret zu nennen. Davon machten 88,5% der Befragten Gebrauch (Mehrfachnennungen waren möglich; in der Regel gab es ein bis zwei Nennungen pro Ausfüllendem). Hierbei wurde am häufigsten die Möglichkeit genannt, Familien an Jugendämter zu verweisen (n = 54), gefolgt von Beratungsstellen aller Art (36) und Familienhebammen (31). Ein Fünftel der Ärztinnen und Ärzte nannten auch die allgemeine Verweismöglichkeit zu "Frühen Hilfen", ohne diese jedoch weiter zu spezifizieren. 30 Pädiater nannten "Koordination/Netzwerk Frühe Hilfen", 10% "weitere Ärzte, eine Klinik, psychiatrische Ambulanz oder SPZ" als bekannte Vermittlungsmöglichkeit. Spezifische Programme wie "Wellcome" wurden insgesamt 10 Mal genannt und darüber hinaus wurden noch Anlaufstellen wie Frühförderung oder Gesundheitsämter (9 bzw. 7) erwähnt. Vereinzelnd genannt wurden noch (weitere) Angebote von Stadt oder Kirche. (s. Abb. 7)

Abb. 8: Vermittlung ans Netzwerk Frühe Hilfen
Abbildung 8

Eine tatsächliche Vermittlung hatte bei gut der Hälfte der Ausfüllenden stattgefunden: 59% der Befragten gaben an, dass sie im Jahr 2014 eine oder mehrere Familien an das Netzwerk Frühe Hilfen vermittelt haben. (s. Abb. 8) 

Abb. 9: Zustimmung zu Aussagen zur konzeptionellen Ausrichtung Früher Hilfen
Abbildung 9

Abschließend wurden die Teilnehmenden um ihre Einschätzung zur konzeptionellen Ausrichtung der Frühen Hilfen gebeten. Dabei ergibt sich ein heterogenes Bild. (s. Abb. 9)

Hinsichtlich der Zuständigkeit von Frühen Hilfen gehen die Meinungen auseinander: 55% stimmten der Aussage "eher" oder "voll und ganz" zu, Frühe Hilfen seien Unterstützungsangebote für "alle" (angehenden) Eltern – also ein primär präventives Angebot. Allerdings stimmte darüber hinaus die große Mehrheit der befragten Ärztinnen und Ärzte (95%) der Aussage zu, dass Frühe Hilfen ein Unterstützungsangebot für Familien in "belasteten Lebenslagen" seien – und damit ein sekundär präventives Angebot. Die Frage, ob Frühe Hilfen Angebote für "Familien in oder nach Krisen" – und damit ein tertiär präventives Angebot – seien, konnten 89,5% der Teilnehmenden bejahen.

Hinsichtlich des Alters der Zielgruppe der Frühen Hilfen zeigt sich ebenfalls ein breites Spektrum an Antworten. So stimmten zwei Drittel der befragten Kinderärzte "voll und ganz" oder "eher" zu, dass die Frühen Hilfen Unterstützungsangebote für Familien mit Kindern "bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres" seien. Auch der Aussage, dass Frühe Hilfen Unterstützungsangebote für Familien mit Kindern "bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres" seien, stimmten 73% zu. Bei der Frage, ob Frühe Hilfen ein Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern "bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres" seien, verschiebt sich das Antwortmuster in Richtung Ablehnung. Die Hälfte der befragten Kinderärztinnen und Ärzte stimmte dieser Aussage "eher nicht" oder "gar nicht" zu (51%), allerdings konnten 31,5% dies auch bejahen (mit den Antworten "eher" und "voll und ganz"). 17% der Befragten waren der Meinung, dass Frühe Hilfen ein Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern "über 6 Jahren" seien; 51% stimmten hier "eher nicht" oder "gar nicht" zu.

In dem abschließenden Themenblock sollten Aussagen zur konzeptionellen Zuordnung der Maßnahmen bewertet werden. Die meisten Befragten sind hier der Meinung, dass Frühe Hilfen eine "Maßnahme zur Verbesserung des Kinderschutzes" seien. Eine große Mehrheit von 92% der Befragten stimmte dieser Aussage entweder "voll und ganz" oder "eher" zu. Keiner der Teilnehmenden stimmte dieser Aussage gar nicht zu. Jeweils 84% stimmten ("eher" oder "voll und ganz") zu, dass Frühe Hilfen eine "Maßnahme zur Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz" bzw. "einzelfallbezogene Hilfen" seien, 82,5%, dass Frühe Hilfen eine "Maßnahme zur Erkennung von kindlichen Risikolagen" seien. Eine leichte Mehrheit (59%) stimmte der Aussage zu, Frühe Hilfen seien eine "Maßnahme zur Gesundheitsförderung". Neun Ärztinnen und Ärzte (4,5%) stimmten hier "gar nicht" zu. Weniger überzeugt sind die Kinderärztinnen und –ärzte davon, dass Frühe Hilfen eine "Maßnahme der Infrastrukturentwicklung" seien. Lediglich 19,5% der Befragten stimmten dieser Aussage "voll und ganz" zu.

Video-Vortrag

Präsentationen / Folienvorträge

Artikel

Posterpräsentationen

Publikationen

Der Datenreport Frühe Hilfen 2015 präsentiert Daten, Analysen und Ausblicke aus überregionalen Studien zur aktuellen Entwicklung und Ausgestaltung von Frühen Hilfen in Deutschland. Unter anderem werden Ergebnisse aus der Prävalenz- und Versorgungsforschung des NZFH vorgestellt, die durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen angestoßen wurde. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen im Bereich Frühe Hilfen sowie der Schnittstelle zu den Hilfen zur Erziehung und zum intervenierenden Kinderschutz.

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Der vorliegende Zwischenbericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen gem. Art. 8 VV BIFH basiert auf den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung und den Erfahrungen der Kommunen, der Länder und der Bundesebene. Er bildet die Grundlage für die Beratungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen über den nach Abschluss der Bundesinitiative einzurichtenden Fonds.

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„Frühe Hilfen in Deutschland - Chancen und Herausforderungen" ist das Leitthema des Schwerpunkthefts Frühe Hilfen (Nr. 10/2016) der Monatszeitschrift „Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz“.



 

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Präsentation / Vortrag

Externe Links