Babyschreien und Schütteltrauma

Eine bundesweite repräsentative Befragung zum Wissenstand in der Bevölkerung über die Entwicklung des Schreiens bei Babys, Strategien im Umgang, Gefahren des Schüttelns und zum Schütteltrauma

Das Schütteltrauma ist eine durch äußere Gewalt (Schütteln) verursachte Hirnschädigung bei Säuglingen und Kleinkindern. Ein Schütteltrauma hat oft ernsthafte lebenslange Folgen und kann sogar zum Tod der Betroffenen führen. Langanhaltendes Babyschreien gilt als Hauptauslöser für gewaltsames Schütteln. Aufklärungsmaßnahmen können dazu beitragen, das Vorkommen des Schütteltraumas zu verringern. Aus diesem Grund hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) das "Bündnis gegen Schütteltrauma" gegründet. Um Aufklärungsmaßnahmen möglichst zielgerichtet und effektiv gestalten zu können, sind Informationen zum Kenntnisstand der Bevölkerung zum Thema Schütteltrauma und zum (Umgang mit) Babyschreien hilfreich. Dazu hat das NZFH eine bundesweit repräsentative Telefonumfrage durchgeführt.

Steckbrief

Projektteam

Ilona Renner
Dr. Anna Neumann
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln
E-Mail: forschung(at)nzfh.de


Datenerhebung

Kantar EMNID GmbH


Zeitraum

Projektlaufzeit: April 2017 - August 2017


Zielgruppe

Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 16 und 49 Jahren


Ziele

Hauptfragestellungen sind u.a.:

  • Wie ist der Wissensstand in der Bevölkerung zur Entwicklung des Schreiens im ersten Lebensjahr?
  • Wie bekannt sind Strategien zum Umgang mit anhaltendem Babyschreien?  
  • Wie bekannt sind die Gefahren des Schüttelns?
  • Wie bekannt ist der Begriff "Schütteltrauma"?

Stichproben

Insgesamt nahmen 1.009 Männer (51%) und Frauen (49%) im Alter zwischen 16 und 49 Jahren an der Befragung teil. Mit 35% war die Altersgruppe von 40 bis 49 Jahren am stärksten vertreten. Von den Befragten wohnen 16% in den neuen Bundesländern. Etwa ein Drittel (n = 340) der Befragten lebt mit Kindern unter 16 Jahren im Haushalt, davon wiederum ein Drittel (n = 112) mit Kindern bis zu drei Jahren. Die Daten wurden nach Geschlecht, Alter, Wohnregion und Bildungsgrad gewichtet, so dass sie offiziellen Bevölkerungsstatistiken (Bevölkerungsfortschreibung sowie Mikrozensusdaten des Statistischen Bundesamts) entsprechen.


Methodik/Design

Die telefonische Befragung (20% Mobilfunk, 80% Festnetz) fand im Rahmen einer Mehrthemenumfrage statt.


Publikationen

Weitere Informationen