Kommunalbefragungen

Zentrale Daten und Analysen für die Berichterstattung zur Bundesinitiative Frühe Hilfen und zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

Mit der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BIFH) wurde ein umfassendes Förderprogramm auf den Weg gebracht, mit dem Ziel, weitreichende Impulse zum flächendeckenden Auf- und Ausbau der Infrastruktur im Bereich der Frühen Hilfen zu setzen. Dabei ging es vorrangig um den Aufbau und die Weiterentwicklung von intersektoralen Netzwerken für Frühe Hilfen und um den Einsatz von Familienhebammen und vergleichbaren Gesundheitsfachkräften zur Stärkung entwicklungsförderlicher Bedingungen in Familien mit psychosozialen Belastungen. 

Um die Wirksamkeit dieser Fördermaßnahmen beurteilen zu können und um Einblicke in die Fortschritte und die Herausforderungen beim Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen zu gewinnen, wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) beauftragt, im Rahmen der Begleitforschung zur BIFH eine fortlaufende Dokumentation und Evaluation der diesbezüglichen Entwicklungen in den Kommunen durchzuführen. Ein Baustein dieser Evaluation sind die "Kommunalbefragungen" – eine standardisierte Befragung sämtlicher durch die BIFH geförderten Kommunen.

Die Daten und Analysen aus den Kommunalbefragungen sind in die Berichterstattung zur BIFH und in die wissenschaftlichen Grundlagen zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes eingegangen.


Projektteam

Christopher Pabst
Alexandra Sann
Daniela Salzmann
Deutsches Jugendinstitut (DJI), Fachgruppe Nationales Zentrum Frühe Hilfen
Nockherstr. 2
81541 München
Telefon: 089/62306-345
E-Mail: pabst(at)dji.de


Förderung

Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln  
Tel.: 0221/8992-0


Zeitraum

Seit September 2012


Untersuchungsgruppe

Kommunale Gebietskörperschaften in Deutschland, d.h. Landkreise, kreisfreie Städte und kreisangehörige Gemeinden, die örtliche Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe sind und von der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert werden.


Ziele

  • Zentrale Daten und Analysen zum Auf- und Ausbau der Infrastruktur im Bereich der Frühen Hilfen
  • Empirische Grundlagen für die Berichterstattung des NZFH zur Bundesinitiative Frühe Hilfen und zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes

Methodik/Design

Standardisierte Online-Befragung

Die Verbesserung der Zusammenarbeit von Akteuren des Gesundheitswesens mit jenen aus der Kinder- und Jugendhilfe ist eines der vorrangigen Ziele der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BIFH). Auf diese Weise soll es gelingen, zum einen Unterstützungsbedarfe von Eltern und Kindern frühzeitiger wahrzunehmen und ihnen zum anderen systematischer als bislang Zugänge zu passgenauen Angeboten zu eröffnen. 

Hier kommt dem Gesundheitswesen eine besondere Bedeutung zu: In der Schwangerschaft, rund um die Geburt und in der ersten Zeit mit dem Säugling nehmen alle Familien Leistungen des Gesundheitswesens regelhaft in Anspruch, bspw. im Rahmen der Schwangerenvorsorge, der Geburtshilfe und der kinderärztlichen Früherkennungsuntersuchungen. Daher werden sie von den Eltern zumeist nicht als stigmatisierend empfunden, wodurch die Akteure im Gesundheitswesen in der Regel ein hohes Vertrauen genießen. Ziel der BIFH ist es daher, die Einrichtungen und Dienste des Gesundheitswesens systematischer in die Netzwerke Frühe Hilfen einzubinden, damit sie im Rahmen ihrer präventionsorientierten Beratung auf regionale Unterstützungsangebote für Eltern und Kind hinweisen können. 

Die Daten und Analysen aus den Kommunalbefragungen sind in die Berichterstattung zur BIFH und in die wissenschaftlichen Grundlagen zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes eingegangen.

Datengrundlage

Im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der BIFH wurden die geförderten Kommunen in den Jahren 2013, 2014 und 2015 zum Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen befragt. Förderberechtigt sind gemäß der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern alle Kreise, kreisfreien Städte und kreisangehörigen Gemeinden, sofern sie örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe sind.

Bei den Befragungen wurde auch erhoben, in welchem Maße das Gesundheitswesen in die Frühen Hilfen einbezogen wird und welche Schritte die Kommunen unternehmen, um die Einbeziehung zu intensivieren. An der letzten Befragung im Jahr 2015 haben 555 Kommunen teilgenommen. Das sind 95,9 % der Kommunen in Deutschland, die örtliche Träger der Kinder- und Jugendhilfe sind. 


Ausblick

Die Fortführung der Kommunalbefragungen im Rahmen des Monitorings zum "Fonds Frühe Hilfen" wird derzeit vorbereitet.

Die folgenden Faktenblätter enthalten ausgewählte Ergebnisse der Kommunalbefragungen zu verschiedenen Fragestellungen:

Publikationen

Posterpräsentation / Folienvorträge

Weitere Materialien

Publikationen

Der vorliegende Bericht des NZFH stellt die Essenz der bislang gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen (Stand Dezember 2015) zur Umsetzung der Bundesinitiative Frühe Hilfen dar. Er zeigt Erfolge auf, verweist aber auch auf zukünftige fachliche Entwicklungsbedarfe.

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Der Datenreport Frühe Hilfen 2015 präsentiert Daten, Analysen und Ausblicke aus überregionalen Studien zur aktuellen Entwicklung und Ausgestaltung von Frühen Hilfen in Deutschland. Unter anderem werden Ergebnisse aus der Prävalenz- und Versorgungsforschung des NZFH vorgestellt, die durch die Bundesinitiative Frühe Hilfen angestoßen wurde. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe mit dem Gesundheitswesen im Bereich Frühe Hilfen sowie der Schnittstelle zu den Hilfen zur Erziehung und zum intervenierenden Kinderschutz.

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Der vorliegende Zwischenbericht zur Bundesinitiative Frühe Hilfen gem. Art. 8 VV BIFH basiert auf den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung und den Erfahrungen der Kommunen, der Länder und der Bundesebene. Er bildet die Grundlage für die Beratungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen über den nach Abschluss der Bundesinitiative einzurichtenden Fonds.

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