Erhebung zu Betreuungsverläufen

Online-Erhebung und Befragung von Gesundheitsfachkräften zu Belastungen der von ihnen betreuten Familien, der Entwicklung von Elternkompetenzen während der Betreuung und zur Vermittlung von Unterstützungsangeboten

Die Online-Erhebung zu Betreuungsverläufen durch Gesundheitsfachkräfte dient dazu, den Nutzen dieses Angebotes der Frühen Hilfen wissenschaftlich zu untersuchen. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) vergleicht dazu mithilfe der Falldokumentationen der Gesundheitsfachkräfte die Belastungen von Familien und die elterlichen Kompetenzen vor und nach der Betreuung.
Der Erhebungsbogen der Studie basiert auf der Dokumentationsvorlage für Familienhebammen und vergleichbare Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich des NZFH. Die Outcome Variablen des Erhebungsbogens wurden gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Praxis entwickelt. So ist gewährleistet, dass realistische Outcome Parameter gemessen werden.

Steckbrief

Projektteam

Ilona Renner
Sara Scharmanski
Diana Hammes
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Maarweg 149-161
50825 Köln
E-Mail: forschung(at)nzfh.de


Datenerhebung

  • Datenerhebung, Datenmanagement, technischer Support:  Web Commerce GmbH
  • Feldmanagement und Benutzerverwaltung: Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse (ggma)

Zeitraum

Projektlaufzeit: Dezember 2013 - März 2015


Zielgruppe

Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger (FGKiKP)


Ziele

Die Online-Erhebung der Falldokumentation hat zum Ziel, Erkenntnisse zur Entwicklung von Elternkompetenzen während der Betreuung durch Gesundheitsfachkräfte und zur Vermittlung von Unterstützungsangeboten zu gewinnen. Zentrale Fragen sind dabei:

  • Können Eltern nach der Betreuung durch Gesundheitsfachkräfte besser den Alltag bewältigen und den Lebensunterhalt sicherstellen?  
  • Können sich Eltern in schwierigen sozialen Lebenslagen nach der Betreuung besser um die Pflege und Erziehung der Kinder kümmern?
  • Was sind psychosoziale Belastungen der betreuten Familien (z.B. Armutslagen, soziale Isolation, Anzeichen für psychische Erkrankungen)?
  • Unter welchen strukturellen Bedingungen bieten Gesundheitsfachkräfte die Betreuung an?
  • Wie genau läuft die Betreuung ab? (z.B. Beschäftigungsverhältnis der Gesundheitsfachkraft, Dauer der Betreuung)
  • Können Gesundheitsfachkräfte den Familien bei der Suche und Anbindung an intensivere, passgenaue Unterstützungsangebote behilflich sein?

Stichproben

190 Gesundheitsfachkräfte mit Angaben zu den Betreuungsverläufen von 937 Familien


Methodik/Design

  • Online-Erhebung mit Daten zu Ressourcen und Hilfebedarfen, psychosoziale Belastungen und Soziodemographie der von den Gesundheitsfachkräften betreuten Familien zu 3 Messzeitpunkten: 1. zum Betreuungsbeginn, 2. nach 4 Monaten und 3. zum Betreuungsende
  • Outcomes (Ergebnisse der Betreuung durch eine Gesundheitsfachkraft): die Erhöhung der elterlichen Lebens- und Erziehungskompetenzen; beispielsweise die Bewältigung der Aufgaben im Haushalt, die angemessene Ernährung des Säuglings oder die Feinfühligkeit im Umgangang mit dem Neugeborenen.
    Inwieweit diese und ähnliche Outcomes erreicht wurden misst das „Systematische Explorations- und Verlaufsinventar für Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen (SEVG)“

Publikationen

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat in Kooperation mit der Universität Halle-Wittenberg die „Dokumentationsvorlage für Familienhebammen und vergleichbare Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich“ entwickelt.

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Familienhebammen arbeiten ganzheitlich mit den Familien. Neben den primären Aufgaben im Bereich der Gesundheit und physiologischen Entwicklung des Kindes zielt ihre Tätigkeit auch auf die Entwicklung und Förderung von Elternkompetenzen und -ressourcen. Die Expertise des NZFH bringt die unterschiedlichen Ziele der Tätigkeit von Familienhebammen in eine Systematik.

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