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Zusammen für Familien – ZuFa Monitoring Pädiatrie

Repräsentative Befragung von niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten zum Handeln im Kontext Früher Hilfen

Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte haben im Rahmen der U-Untersuchungen bereits früh und über einen längeren Zeitraum Kontakt zu Familien mit Säuglingen. Da die U-Untersuchungen von fast allen Familien in Anspruch genommen werden und junge Eltern Pädiaterinnen und Pädiater häufig großes Vertrauen entgegen bringen, können pädiatrische Praxen eine wichtige Schnittstelle zwischen dem Gesundheitswesen und den Frühen Hilfen bilden. Ergebnisse der aktuellen Forschung zeigen jedoch, dass die Einbindung von Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten in die Netzwerke Frühe Hilfen bis heute nicht ausreichend zu gelingen scheint.
Um Erkenntnisse für die weitere Ausgestaltung dieser wichtigen Schnittstelle zu gewinnen, befragt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in dem ZuFa Monitoring Pädiatrie (ZuFa_Päd) niedergelassene Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte zu den Themen Frühe Hilfen und Umgang mit psychosozial belasteten Eltern.

Stichprobenbeschreibungen und Analysen zur Repräsentativität der Erhebungen in pädiatrischen Praxen (ZuFa_Päd) sowie erste Ergebnisse zur Kooperationsqualität zwischen Akteuren der Frühen Hilfen und niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten stellt das Projektteam in dem Beitrag im Bundesgesundheitsblatt Gesundheit und Frühe Hilfen: Die intersektorale Kooperation im Blick der Forschung vor.

Steckbrief

Projektteam

Ilona Renner, NZFH, BZgA
Sara Scharmanski, NZFH, BZgA
Juliane van Staa, NZFH, BZgA
Maarweg 149-161
50825 Köln
E-Mail: forschung(at)nzfh.de

Datenerhebung

Kantar Health GmbH

Zeitraum

Projektlaufzeit: Juni 2016 - Mai 2018 

Zielgruppe

Niedergelassene Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, die im vergangenen Quartal mindestens 25 U-Untersuchungen (U3-U7a) durchgeführt haben.

Ziele

Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel, umfassende Erkenntnisse zur Schnittstelle zwischen niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten und den Frühen Hilfen zu generieren.
Zentrale Forschungsfragen sind dabei:

  • Welche psychosozialen Belastungen werden im Rahmen von U-Untersuchungen festgestellt und wie hoch ist der Anteil belasteter Familien?
  • Wie erleben Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte den Umgang mit belasteten Familien und wie handeln sie im Kontext psychosozialer Belastungen von Familien und Frühen Hilfen? Welche Barrieren bestehen?
  • Inwieweit sind kommunale Strukturen und Angebote Früher Hilfen den Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten bekannt?
  • Wie bewerten Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte Möglichkeiten der psychosozialen Unterstützung von jungen Familien?

Stichproben

Aus der Grundgesamtheit von geschätzt ca. 4.780 niedergelassenen Kinder- und Jugendarztpraxen in Deutschland wurde eine Zufallsstichprobe von ca. 3.870 Ärztinnen und Ärzten gezogen (bei Gemeinschaftspraxen jeweils nur eine Ärztin bzw. ein Arzt). 
Aus dieser Datenbasis konnten N = 815 Ärztinnen und Ärzte für eine Teilnahme an der Studie gewonnen werden (Rücklauf von ca. 23%, bezogen auf die um qualitätsneutrale Ausfälle bereinigte Bruttostichprobe von n = 3521). 

Methodik / Design

"Mixed-Methods-Design":

  • Quantitative, repräsentative Querschnittsbefragung anhand eines standardisierten schriftlichen Fragebogens. Zusätzlich Non-Responder-Befragung und Erfassung von Strukturmerkmalen der Praxen
  • Qualitative Erhebung: Vier Fokusgruppen mit je ca. 6-8 niedergelassenen Kinderärztinnen und Kinderärzten 

Langfristiges Monitoring:
Um langfristige Entwicklungen abbilden zu können und Auswirkungen des flächendeckenden Ausbaus der Frühen Hilfen, der Netzwerke Frühe Hilfen sowie des Präventionsgesetzes (PrävG) auf die kinderärztliche Beratungs- und Vermittlungspraxis zu untersuchen, ist eine methodisch identische Wiederholungsbefragung für 2020 geplant.

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Materialien zur Befragung

Publikationen

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