Erprobungsphase zur Vernetzung von Elterntelefon und Frühen Hilfen

11 Kommunen und Landkreise wurden von NZFH und Nummer gegen Kummer e.V. bei der Vernetzung des Elterntelefons mit den Angeboten der Frühen Hilfen sowie der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort unterstützt.

Nach der erfolgreichen Modellphase in Osnabrück übernahmen 2015 elf Kommunen das Projekt zur Einbindung des Elterntelefons Nummer gegen Kummer e.V. (NgK) in ihr Netzwerk Frühe Hilfen und beteiligten sich an einer Erprobungsphase. Diese wurde vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) förderte den Verein Nummer gegen Kummer e.V. als Dachverband der Elterntelefone. 

Das NZFH unterstützte die teilnehmenden Kommunen und Landkreise bei der Etablierung des Angebots mit einem Materialpaket. Dieses enthielt Informationsmedien zur Bewerbung des Beratungsangebots sowie einen Leitfaden zur Umsetzung des kommunalen Kommunikationskonzepts mit Empfehlungen, die auf der Evaluation des Modellprojekts in Osnabrück basieren. 

Nummer gegen Kummer e.V. begleitete wie bereits in der Modellphase die Vernetzung von Beratenden des Elterntelefons und den Akteuren der Frühen Hilfen. Der Verein übernahm die interne Schulung der Beratenden zum Thema Frühe Hilfen und unterstützte die Durchführung der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort. 

Die elf teilnehmenden Kommunen und Landkreise verteilten sich auf das gesamte Bundesgebiet:

  • Bamberg
  • Halle (Saale) 
  • Kreis Bergstraße (Hessen)
  • Landkreis Dillingen a.d. Donau
  • Landkreis Hildesheim
  • Landkreis Meißen/Radebeul
  • Landkreis Vorpommern-Greifswald 
  • Lüdenscheid
  • Minden 
  • Neumünster
  • Rosenheim

Der Kreis Bergstraße (Hessen) nahm an der Erprobungsphase teil, ohne einen eigenen Standort des Elterntelefons zu haben.  Daher wurde erprobt, ob die Elterntelefon-Standorte bundesweit in das regionale Netzwerk Frühe Hilfen vermitteln können, auch wenn die Beratenden die Angebote nicht genau bzw. die Fachkräfte Frühe Hilfen nicht persönlich kennenlernen konnten. 

Jede der teilnehmenden Kommune, jeder teilnehmende Landkreis übermittelte Nummer gegen Kummer e.V. eine Übersicht über alle Angebote der Frühen Hilfen vor Ort. Die Adresslisten lagen allen Elterntelefon-Standorten bundesweit am Telefon ab November vor. 

Ergebnisse der Erprobungsphase

Die Ergebnisse aus dem Modellprojekt in Osnabrück und der Erprobungsphase in weiteren 11 Kommunen und Landkreisen zeigen, dass sich sowohl (werdende) Eltern in schwierigen Lebenslagen als auch Schwangere und Eltern mit Kleinkindern im Allgemeinen von den Materialien angesprochen fühlen. Eltern benötigen Unterstützung, die Angebote Früher Hilfen zu finden. Das Elterntelefon ist für sie ein gut erreichbarer Zugang in die Netzwerke Frühe Hilfen vor Ort. 

Die Medien unterstützen die Kommunen effektiv bei der Ansprache der Eltern. Rückmeldungen der Netzwerkkoordinierenden zur Vernetzung und Bewerbung des Elterntelefons mit Frühen Hilfen in der Erprobungsphase zeigen den Erfolg:

»Breit gefächerte Angebote der Frühen Hilfen werden in der Stadt bekannter gemacht.«

»Noch größere Bekanntmachung der Frühen Hilfen in der Kommune und im Landkreis «

»Stärkung der Zusammenarbeit im Netzwerk mit dem gemeinsamen Ziel: Werbung für die Frühen Hilfen; Vernetzung der Akteure FH untereinander«

»Betriebe, Praxen und Einrichtungen, die nicht unmittelbar mit dem Bereich Frühe Hilfen zu tun haben, werden auf die möglichen Problemlagen und Hilfsmöglichkeiten aufmerksam. « 

»Bei neuen Partnern (Ärzten) wird Interesse für eine Teilnahme am Netzwerk geweckt. «

Materialien aus den teilnehmenden Kommunen

Info-Materialien

Bundesinitiative Frühe Hilfen aktuell | Ausgabe 02/2016