Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen

Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen werden vor allem in der längerfristigen aufsuchenden Betreuung und Begleitung eingesetzt. Familienhebammen, Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger (FGKiKP) sowie vergleichbare Berufsgruppen unterstützen Eltern in belastenden Lebenssituationen.

Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen sind Personen, die Familien niedrigschwellig betreuen und begleiten. Ihre Aufgaben umfassen beispielsweise die alltagspraktische Unterstützung von Familien, die Förderung von Kompetenzen der Eltern in der Versorgung ihrer Kinder sowie die Beratung und Betreuung von Müttern und Vätern. Die Inanspruchnahme der Leistungen einer Gesundheitsfachkraft ist freiwillig. 

Ihr Einsatz in den Frühen Hilfen ist ein Schwerpunkt bei der psychosozialen Unterstützung von Familien. Er wird von der Bundesstiftung Frühe Hilfen gefördert.

Von 2012 bis 2017 hat die Bundesinitiative Frühe Hilfen bereits den Einsatz von Familienhebammen und FGKiKP gefördert mit dem Ziel, Familien möglichst bundesweit und bedarfsgerecht mit diesem Angebot zu unterstützen.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat im Rahmen der Dokumentation und Evaluation der Bundesinitiative Frühe Hilfen auch Daten zum Einsatz von Gesundheitsfachkräften in den Kommunen sowie deren Einsatzmodelle und Qualitätsmerkmale erfasst: 

  • In 87,9 % der Kommunen besteht das Angebot der längerfristigen aufsuchenden Betreuung und Begleitung (LaB). In ähnlich vielen Kommunen wird die LaB von Familienhebammen und FGKiKP durchgeführt.
  • Fast flächendeckend sind Gesundheitsfachkräfte in fallübergreifende Netzwerkarbeiten eingebunden und erfahren inzwischen eine hohe Wertschätzung von den für die Netzwerke Frühe Hilfen Verantwortlichen.
  • Gesundheitsfachkräfte werden nicht nur in der längerfristigen aufsuchenden Betreuung, sondern auch im Bereich der Hilfen zur Erziehung und damit an der Schnittstelle zu Maßnahmen zum Schutz der Kindeswohlgefährdung eingesetzt.
  • Bundesweit wurden in 92,1% der befragten Kommunen Koordinierungsstellen für den Einsatz von Gesundheitsfachkräften etabliert und die Einführung von Instrumenten zur Qualitätssicherung ausgeweitet.

Die Kommunalbefragungen konnten aber auch Entwicklungsbedarfe aufzeigen, die sich zum Beispiel aus dem Mangel an Gesundheitsfachkräften ergeben, aber auch fehlenden finanziellen Mitteln. So bleibt der Aufbau einer bedarfsgerechten Versorgung weiterhin ein Entwicklungsziel, ebenso wie die konzeptionelle Gestaltung des Übergangs von Frühen Hilfen zu weiterführenden Unterstützungsleistungen. Die Bundesstiftung Frühe Hilfen greift diese Erkenntnisse auf und fördert auch weiterhin und dauerhaft den Einsatz von Gesundheitsfachkräften in den Netzwerken Frühen Hilfen sowie deren Qualitätsentwicklung. 

Das NZFH bietet Gesundheitsfachkräfte in den Frühen Hilfen vor allem Materialien für ihre aufsuchende, unterstützende Arbeit in Familien. Neben praktischen Arbeitshilfen, wie das NEST-Material, entwickelt das NZFH, zum Beispiel mit den Kompetenzprofilen, auch umfassende Publikationen zur Qualifizierung von Gesundheitsfachkräften und stellt diese den Netzwerken und Fachkräften zur Verfügung.  

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen veröffentlicht Qualifizierungsmodule für Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger. Sie sind ein Angebot an alle, die Fort- oder Weiterbildung für Familienhebammen und Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger planen oder durchführen.

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Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die „Dokumentationsvorlage für Familienhebammen und vergleichbare Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich“ entwickelt. Sie ist ein Serviceangebot für Familienhebammen und Angehörige vergleichbarer Gesundheitsberufe. Mit dieser Vorlage können Sie Ihrer Dokumentationspflicht vollständig nachkommen, was Ihnen auch Rechtssicherheit gibt.

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Die vorliegenden FAQ enthalten eine Zusammenfassung häufig gestellter rechtlicher Fragen zum Einsatz von Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern in den Frühen Hilfen.

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Bei der gesundheitsorientierten Familienbegleitung in den Frühen Hilfen (GFB) handelt es sich um eine längerfristige, aufsuchende Begleitung von Familien durch Fachkräfte des Gesundheitswesens im Rahmen der Frühen Hilfen.

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Mindestanforderungen zur Qualifizierung von Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen (BIFH)

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