Workshop Lernen aus Fehlern - Nationale und internationale Erfahrungen im Kinderschutz

In Deutschland ist die Analyse problematischer Einzelfälle im Kinderschutz die Ausnahme, ganz anders als in anglo-amerikanischen Ländern. Um diesen Erfahrungsschatz nutzen zu können, hat das NZFH am 9. und 10. Juli 2010 nationale und internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis eingeladen. Die ausgewerteten Ergebnisse des Workshops liegen nun vor.


Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt mit dem vorliegenden Kurzbericht die Ergebnisse aus dem zweiten Teil einer deutschlandweiten Befragung von Jugend- und Gesundheitsämtern vor. Danach haben die meisten Kommunen ihre Anstrengungen im Bereich „Frühe Hilfen“ deutlich verstärkt.
Der beratende Arbeitskreis des Kooperationsverbundes „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ hat eine Liste von Good-Practice-Kriterien entwickelt, anhand derer Projektbeispiele einer gelingenden und motivierenden Praxis der Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten identifiziert und verbreitet werden können.

Glossar Frühe Hilfen aus dem Werkbuch Vernetzung

Vernetzung und Kooperation im Bereich Früher Hilfen setzen voraus, dass die Beteiligten eine gemeinsame Sprache sprechen. Für das Werkbuch Vernetzung wurde deshalb ein Glossar zusammengestellt, das einschlägige Begriffe aus Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen erläutert.


Das Handbuch Soziale Arbeit ist ein Standardwerk für die Praxis und das Studium der Sozialen Arbeit. Es vermittelt systematisch die Grundlagen der Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Die vierte Auflage wurde völlig neu bearbeitet und bezieht die jüngsten Entwicklungen im Themenfeld ein.
Wenn es um Kinder in Pflegefamilien geht, sind Fachkräfte mit ihren Hilfeangeboten vielfältig gefordert, zugleich handelt es sich um eine anspruchsvolle Hilfeform. Das Handbuch befasst sich mit Fragen zur Qualität der Pflegekinderhilfe und gibt Empfehlungen für die Einzelfallarbeit. Die Inhalte stützen sich auf systematische Recherchen zum Forschungsstand und zur aktuellen Rechtsprechung.

Kindeswohlgefährdung. Die Rolle der Kindertageseinrichtung – Anforderungen an Fachkräfte

Betreuerinnen und Betreuer in Kindertageseinrichtungen sind ganz nah am Kind und können häufig als erste feststellen, wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Die vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) und der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) herausgegebene Expertise befasst sich mit den entsprechenden Anforderungen und dem Qualifizierungsbedarf für diese Fachkräfte.


Die vorliegende Expertise vergleicht erstmals in Deutschland die Kosten Früher Hilfen mit Ausgaben, die durch spätere Interventionen entstehen können. Die Berechnung am Beispiel des Standorts Ludwigshafen im NZFH-Modellprojekt „Guter Start ins Kinderleben“ zeigt, dass Frühe Hilfen im Erfolgsfalle ein Vielfaches an Folgekosten einsparen können.
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) legt mit dieser Expertise eine Bestandserhebung der Ombuds- und Beschwerdestellen der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland und eine erste Einschätzung ihrer Entwicklungspotenziale und Erweiterungsmöglichkeiten vor.

FORKID - Datenbank zu Frühen Hilfen

Die Datenbank FORKID informiert über wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Wirkungen Früher Hilfen auf Eltern und ihre Kinder. Es handelt sich um ein gemeinsames Projekt des Informationszentrums Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung (IzKK) und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).


Eckpunktepapier "Starke Netze für Kinder und Eltern knüpfen"

In Umsetzung des Auftrages aus der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder vom 19. Dezember 2007 zum Beschlusspunkt "1. Starke Netze für Kinder und Eltern knüpfen" haben Bund und Länder in Zusammenarbeit mit Kommunen und mit Unterstützung des NZFH Vorschläge für vernetzte Strukturen und regelhafte soziale Frühwarnsysteme und Fördersysteme entwickelt.

Landesgesetzliche Regelungen im Bereich des Kinderschutzes bzw. der Gesundheitsvorsorge

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legt das beim Deutschen Jugendinstitut (DJI) angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung (IzKK) eine Synopse vor, die die landesgesetzlichen Regelungen zum Kinderschutz in den einzelnen Bundesländern analysiert.


Begriffsbestimmung "Frühe Hilfen"

Was wird unter dem Begriff "Frühe Hilfen" verstanden? Frühe Hilfen bilden lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfsangeboten für Eltern und Kinder ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren mit einem Schwerpunkt auf der Altersgruppe der 0- bis 3-Jährigen.


Stellungnahme des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI) bei der Kinderkommission des Bundestages

Das DJI hat zur öffentlichen Anhörung der Kinderkommission des Bundestages zum Thema "Neue Konzepte Früher Hilfen" am 2. März 2009 in Berlin eine umfangreiche Stellungnahme erstellt. Diese wurde in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der TU Dortmund erarbeitet.


Publikationen zu Frühen Hilfen

Expertise Kosten und Nutzen Früher Hilfen Uta Meier-Gräwe, Inga Wagenknecht. Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen, Köln 2011.
Ombuds- und Beschwerdestellen in der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland Ulrike Urban-Stahl. Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln 2011.
Modellprojekte in den Ländern Ilona Renner, Viola Heimeshoff. Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln 2010.
Pilot Projects in the German Federal States. Summary of Results Ilona Renner, Viola Heimeshoff. Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln 2011.
Forschung und Praxisentwicklung Früher Hilfen Hrsg.: Ilona Renner, Alexandra Sann, Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), 2010.
Frühe Hilfen bei Häuslicher Gewalt Hrsg.: Reinhild Schäfer, Susanne Nothhafft, Regine Derr, Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK), Köln 2010.
Kommunale Praxis Früher Hilfen in Deutschland Alexandra Sann. Hrsg.: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), Köln 2010.

Handlungsempfehlungen zur "Kooperation von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe"

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) haben gemeinsame Handlungsempfehlungen "Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen – Kooperation von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe" erarbeitet. Die fachlichen Grundlagen hierzu wurden unter Mitwirkung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erarbeitet. Die Broschüre ist als PDF verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden.


Auszug aus dem Koalitionsvertrag 2005: Projekt zur Frühförderung für gefährdete Kinder

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung 2005 wurde die frühe Förderung gefährdeter Kinder als eigenes Projekt innerhalb des Kapitels zur familienfreundlichen Gesellschaft festgeschrieben. Wir dokumentieren den Auszug im Wortlaut.

Bekanntmachung: Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gab im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" die Förderung von Modellprojekten sowie deren wissenschaftlicher Begleitung und Wirkungsevaluation bekannt. Die Frist für die Förderanträge endete am 31. März 2007. Wir dokumentieren den Bekanntmachungstext.


Kinder- und Jugendhilfe

Kinder haben das Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Die Kinder- und Jugendhilfe hat die Aufgabe, diese Rechte mit einer breiten Palette an Leistungen für Kinder und Eltern zu unterstützen. Wo gegen dieses Recht in schwerwiegender Weise verstoßen wird, greift die Kinder- und Jugendhilfe zum Schutz von Kindern ein und erwirkt im Falle andauernder Gefährdungen beim Familiengericht die notwendigen Maßnahmen.