Wissenschaftliche DJI-Jahrestagung 2016 in Berlin

Ganz ähnlich – ganz anders: Teilhabechancen und -barrieren im Einwanderungsland Deutschland 

Am 29. und 30. November fand in Berlin die DJI-Jahrestagung 2016 statt. Das Deutsche Jugendinstitut wollte mit der Tagung dazu beitragen, die mitunter emotional geführte Diskussion zu versachlichen: Fokussiert auf Kinder, Jugendliche und Familien wurden auf der Tagung neue Studien und Ergebnisse vorgestellt, die sich mit den Phänomenen der Migration und Flucht beschäftigen. Thematisiert wurden die unterschiedlichen Voraussetzungen in Familie, Kita, Schule und beim Übergang in den Arbeitsmarkt. Die DJI-Tagung verknüpfte die momentan gesellschafts- und sozialpolitisch geführte Debatte um Flucht und Asyl bewusst mit den allgemeinen Fragen der Migration. Daher galt es auch zu klären, wo und wie sich die deutsche Gesellschaft durch Flucht, Asyl und Migration dauerhaft verändert.

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder und Jugendliche – so der jüngste Bericht der Vereinten Nationen vom Juni 2016. Dabei gelangen nur rund 4,4 Millionen Menschen nach Europa, wo die Angst vor dem Anschwellen von Flüchtlingsströmen von verschiedenen rechtspopulistischen Parteien inszeniert wird, um die Furcht vor dem „Fremden“ anzuheizen. Den Bedenken der einen steht eine große Hilfsbereitschaft der anderen gegenüber.

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