Arbeitsgruppen zum Einsatz Freiwilliger im Kontext Früher Hilfen

Aufbauend auf den Impulsvorträgen und der intensiven Diskussionsphase im Plenum fanden drei Arbeitsgruppen statt. Sie beschäftigten sich mit jeweils unterschiedlichen Aspekten im Hinblick auf Qualitätsentwicklung zur Koordinierung und zum Einsatz Freiwilliger im Kontext Früher Hilfen. Die moderierten Arbeitsgruppen griffen dabei auch Fragen auf, die zuvor im Plenum nicht umfassend erörtert werden konnten. In zwei Arbeitsgruppen dienten zusätzlich Impulsvorträge mit Praxisbeispielen oder Forschungsansätzen als Diskussionseinstieg. 

Welche Qualifikation benötigen Ehrenamtskoordinierende in den Frühen Hilfen? Welche strukturellen Rahmenbedingungen sind erforderlich? Wo liegen Grenzen für den Einsatz Ehrenamtlicher in den Frühen Hilfen, und welche Qualitätsstandards sind notwendig, etwa hinsichtlich der Einschätzung von familiären Belastungen? In welchem Maße müssen Freiwillige für ihren Einsatz in Familien vorbereitet werden? Dies waren einige der Fragen, mit den sich die Arbeitsgruppen beschäftigten. Die Arbeitsgruppen fassten für das Plenum jeweils ihre zentralen Gesprächsinhalte zusammen. Jede Arbeitsgruppe vermittelte außerdem erste fachliche Empfehlungen sowie nächste Schritte, die aus ihrer Sicht anstehen.

 

Die Arbeitsgruppen in der Überblick: 

Arbeitsgruppe 1: 
„Handlungsanforderungen, Kompetenzen und Qualifizierungsbedarfe von Hauptamtlichen für die Ehrenamtskoordination und das Freiwilligenmanagement“

Mit einem Erfahrungsbericht aus der Projektpraxis in ihrer Arbeit als Freiwilligenkoordinatorin in der Koordinierungsstelle Frühe Hilfen Bonn führte Anja Henkel in das Thema ein. Anschließend vermittelte Melanie Mengel vom NZFH Daten zur Koordination von Ehrenamtlichen im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen. Melanie Mengel und Anja Henkel übernahmen auch die Moderation der Arbeitsgruppe.
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Arbeitsgruppe 2: 
„Ehrenamt in den Frühen Hilfen im Spannungsfeld von Früher Förderung und präventivem Kinderschutz“

Zum thematischen Einstieg berichtete Prof. Dr. Reinhild Schäfer, Hochschule RheinMain, über die Evaluation ihres Forschungsprojekts „Zufriedenheit und Erreichbarkeit von Eltern mit Angeboten Früher Hilfen“, das sie in Kooperation mit dem SkF Wiesbaden zu dessen Angebot der „FamilienPaten“ durchgeführt hat. Anschließend stellte Prof. Dr. Beate Galm, Hochschule Darmstadt, ausgewählte Befunde aus der EU-Studie „Prevent and combat child abuse: what works?“ vor, bei der Eltern unter anderem hinsichtlich ihrer Zufriedenheit mit Hilfsangeboten auf freiwilliger Basis befragt wurden. Die Moderation der Arbeitsgruppe übernahmen ebenfalls Reinhild Schäfer und Beate Galm.
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Arbeitsgruppe 3:
„Rekrutierung, Auswahl und Begleitung ehrenamtlich Tätiger: Pro und Contra in der Qualifizierungsdebatte um den Einsatz Ehrenamtlicher in den Frühen Hilfen (Semiprofessionalisierung)“

Ehrenamtskoordinierende spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Freiwillige für den Einsatz in Familien vorzubereiten. Wie viel „Qualifizierung“ ist fachlich erforderlich, um sich in den Frühen Hilfen ehrenamtlich engagieren zu können? Welche Schulungsformate sind sinnvoll? Und welche Qualifikation sollten Ehrenamtskoordinierende selbst haben? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe, die Till Hoffmann vom NZFH moderierte.
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