Kinderschutzkonferenz 2011: Großes Interesse an den vom NZFH geförderten Modellprojekten

"Frühe Hilfen – Zugänge finden, Beziehung herstellen, Strukturen entwickeln" war das Thema der internationalen Kinderschutzkonferenz 2011, die am 12. und 13. September in Berlin stattfand. Veranstalter waren die Kinderschuzt-Zentren, das Bundesminsterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Expert Group for Cooperation on Children at Risk (EGCC) des Ostseerates.

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen Projekte aus verschiedenen Ländern der Ostseeanrainerstaaten. Auf sehr großes Interesse stießen die exemplarisch vorgestellten Modellprojekte der Frühen Hilfen aus Deutschland, die vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen gefördert wurden. Die mit 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgebuchte Konferenz ermöglichte einen differenzierten fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis im Bereich der Frühen Hilfen. Die Expertinnen und Experten kamen aus Finnland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Island, Polen, Litauen, Lettland und Deutschland.

Deutlich wurde bei dieser internationalen Besetzung, dass der Begriff „Frühe Hilfen“ innerhalb der einzelnen Länder unterschiedlich verstanden wird. Eine lebhafte Diskussion entstand beispielsweise in der von Ilona Renner, wissenschaftliche Referentin im NZFH, moderierten Gesprächsrunde über die Modellprojekte „Keiner fällt durchs Netz“, „Wie Elternschaft gelingt“ und „Chancen für Kinder psychisch kranker und/oder suchtbelasteter Eltern“.

Großes Interesse wurde auch dem Vortrag von Alexandra Sann, ebenfalls wissenschaftliche Referentin im NZFH, entgegengebracht. Sie stellte aktuelle Ergebnisse einer Bestandsaufnahme der kommunalen Praxis Früher Hilfen in Deutschland vor. Dabei konnte sie positive Entwicklungen in vielen Kommunen aufzeigen. So hat zum Beispiel fast die Hälfte der Jugendämter in den letzten Jahren zusätzliche Stellen im Bereich Früher Hilfen geschaffen und die Zusammenarbeit von Gesundheits- und Jugendämtern wurde intensiviert.

Zur Kinderschutzkonferenz 2011 hatten die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Expert Group for Cooperation on Children at Risk (EGCC) des Ostseerates eingeladen. Im Rahmen der Konferenz wurden die zentralen Arbeitsfelder im Bereich der Frühen Hilfen von international anerkannten Referentinnen und Referenten dargestellt Das NZFH beteiligte sich sowohl mit Fachbeiträgen als auch mit einem Informationsstand.

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