Frühe Hilfen auf dem 21. Kongress Armut und Gesundheit

Unter dem Motto „Gesundheit ist gesetzt!?" fand vom 17. bis 18. März 2016 der Kongress Armut und Gesundheit an der TU Berlin statt. Der Kongress bot einen Überblick zu neuen Ansätzen, guter Praxis und aktuellen Entwicklungen der deutschen sowie internationalen Public Health-Landschaft und ein Forum für anregenden Austausch.

Auch in 2016 waren wieder eine Reihe von Veranstaltungen zu Frühe Hilfen im Programm. Insbesondere der Themenschwerpunkt Frühe Hilfen wurde in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen gestaltet.

Am 17.und 18. März 2016 fand der Kongress Armut und Gesundheit statt. Foto: André WagenzikAm 17.und 18. März 2016 fand der Kongress Armut und Gesundheit statt. Foto: André Wagenzik
Ca. 2.300 Teilnehmende kamen zum Kongress an der TU Berlin. Foto: André WagenzikCa. 2.300 Teilnehmende kamen zum Kongress an der TU Berlin. Foto: André Wagenzik
116 Veranstaltungen boten einen Überblick zum Thema Public Health. Foto: André Wagenzik116 Veranstaltungen boten einen Überblick zum Thema Public Health. Foto: André Wagenzik

Die Vorträge zum Themenschwerpunkt Frühe Hilfen stehen hier zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Dokumentation finden Sie auf der Kongressseite

Donnerstag, 17.03.2016

Fachforum: Auftaktveranstaltung zum Themenschwerpunkt Frühe Hilfen

Moderation:
Mechthild Paul, Nationales Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln
Jörg Backes, Nationales Zentrum Frühe Hilfen in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln

Workshop: Kooperationsverbund gesundheitsziele.de: Gesundheit rund um die Geburt – Teilziele und Umsetzungsmaßnahmen

  • Einführung: Die nationalen Gesundheitsziele und das Thema „Gesundheit rund um die Geburt“
    Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., Hannover

  • Das Gesundheitsziel „Gesundheit rund um die Geburt“: Zielvereinbarungen und Maßnahmenempfehlungen
    Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bielefeld 

  • Kommentare zu den Zielvereinbarungen zu „Gesundheit rund um die Geburt“: Herausforderungen und Transfer in die Praxis
    Dr. Birgit Cobbers, Bundesministerium für Gesundheit, Berlin
    Martina Dreibus, Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz, Mainz
    Prof. Dr. Claudia Hellmers, Hochschule Osnabrück

Abstract (PDF, 295 KB)

Moderation:

Thomas Altgeld, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., Hannover
Andrea Kuhn, Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. / gesundheitsziele.de, Köln

Fachforum: Sichtweisen von Familien in den Frühen Hilfen

  • Familien in Armut in Berlin
    Regine Schefels, Berliner Beirat für Familienfragen 

  • „Wir fragen Sie!“ – Mütter als Expertinnen für Frühe Hilfen. Erkenntnisse einer partizipativen Sozialforschung mit Müttern aus schwierigen Lebenssituationen
    Prof. Dr. Monika Alisch
    Julia Brunner, Hochschule Fulda
    Vortrag (PDF, 1.9 MB)

  • Das Erleben von sozial benachteiligten Müttern in der Transitionsphase der Familiengründung
    Prof. Dr. Raimund Geene, Hochschule Magdeburg-Stendal
    Prof. Dr. Nicola Wolf-Kühn, Hochschule Magdeburg-Stendal
    Susanne Borkowski, KinderStärken e.V., Stendal
    Britta Bacchetta, KinderStärken e.V., Stendal

Moderation:
Jennifer Jaque-Rodney, Bochum

Learning Café: Präventionsketten in Kommunen

  • „!!Läuf!t!“ – Das Sport- und Bewegungsmodell der Stadt Hilden – Ein Baustein des Hildener Netzwerkes gegen Kinderarmut
    Claudia Ledzbor, Stadt Hilden
    Dr. Ute Belz, Stadt Hilden
    Abstract (PDF, 285 KB)

  • Systemübergreifende Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Familien im Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO)
    Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff, Evangelische Hochschule Freiburg
    Ullrich Böttinger, Landratsamt Ortenaukreis, Offenburg 

  • Frühkindliche Prävention – Bedeutung und Notwendigkeit präventiver Beratung mit dem Fokus auf sozial benachteiligte junge Familien
    Katharina Reiss, aid infodienst e.V., Bonn
    Abstract (PDF, 281 KB)

  • „Fit für das Leben” – Verbesserung der Gesundheit von Kinder in belasteten Quartieren durch früheres Erkennen von Entwicklungsrückständen, nachhaltigere Zusammenarbeit und Schaffung neuer Angebote im Quartier
    Werner Wörmann, Stadt Bielefeld

Moderation:
Lisa Rösch, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. 
Dr. Hans Böhmann, Delmenhorster Institut für Gesundheitsförderung

Fachforum: Kinder von Eltern mit psychischer Erkrankung in den Frühen Hilfen

  • Frühe Hilfen für Kinder von „Borderline-Müttern“
    Prof. Dr. Albert Lenz, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Aachen
    Präsentation (PDF, 166 KB)

  • Eckpunkte und Empfehlungen zur Situation Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen
    Till Hoffmann, NZFH, Köln
    Präsentation (PDF, 472 KB)

  • Chancen durch den frühen Zugang zu Eltern mit psychischen Erkrankungen am Beispiel des Ortenaukreises
    Ullrich Böttinger, Landratsamt Ortenaukreis, Offenburg

Abstract (PDF, 281 KB)

Moderation:
Karin Schlipphak, NZFH, München

Freitag, 18.03.2016

Fachforum: Familienhebammen und FGKiKP – Erkenntnisse – Entwicklungen – Perspektiven

  • Die Verantwortung, dass alles gut läuft – Familienhebammen in der Ambivalenz zwischen „Frühen Hilfen“ und „Früher Kontrolle“. Erkenntnisse einer qualitativen Sozialforschung
    Anne Pallada, Unionshilfswerk  Sozialeinrichtungen gGmbH, Berlin

  • Rolle und Aushandlung des Auftrags von Familienhebammen. Praxis und Sicht der Akteure aus dem Sozialwesen
    Dr. Marion Schumann, Hochschule Osnabrück
    Präsentation (PDF, 485 KB)

  • Familienhebammen als Grenzarbeiterinnen? – Zum Handeln von Familienhebammen in multiprofessionellen Arbeitsfeldern
    Lisa Groß, Universität Trier
    Abstract (PDF, 279 KB)

Moderation:
Michael Hahn, NZFH, Köln

Fachforum: Kooperation und Vernetzung zwischen Anspruch und Wirklichkeit

  • Niedrigschwellige Arbeit mit Familien zur Stärkung der Gesundheit von Kindern: Mit Kooperation und Vernetzung in die Regelförderung
    Prof. Dr. Ruth Limmer, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
    Ulrike Schmidt, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
    Abstract (PDF, 278 KB)  

  • Ziele, Leistungen und Kultur von Netzwerken am Beispiel eines Gesundheitsnetzwerkes
    Ulrike Krämer, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm 

  • Was zeichnet gute Kooperations- und Netzwerkaktivitäten aus?
    Lena Vogel, Lilith e.V., Nürnberg

Moderation:
Ulrike Schmidt, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Andrea Rülling, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Workshop: Gesundheitsförderung in kindlichen Alltagssettings – Public Health und gesundheitswissenschaftliche Perspektiven auf das Präventionsgesetz

  • Gesundheitsförderung rund um die Geburt – die Transition der Familiengründung
    Prof. Dr. Ute Thyen, Universitätsklinikum Lübeck

  • Gesundheitsförderung in Kitas: Was wurde bislang erreicht? Wie kann sie gestärkt werden?
    Susanne Borkowski, KinderStärken e.V., Stendal
    Prof. Dr. Raimund Geene, Hochschule Magdeburg-Stendal

  • Bewegungsförderung im Setting Kita – Auswirkungen auf die Gesundheitsressourcen von Kindern
    Elena Sterdt, Hochschule Magdeburg-Stendal
    Abstract (PDF, 280 KB) 

  • Gesundheitsförderung in Schulen
    Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer, Pädagogische Hochschule Freiburg
     
  • Das Präventionsgesetz – welche neuen Möglichkeiten bietet es für die Kindergesundheit?
    Michael Reese, KinderStärken e.V., Stendal
    Prof. Dr. Raimund Geene, Hochschule Magdeburg-Stendal

Moderation:
Prof. Dr. Eva Luber, Berlin 
Heike Hölling, Robert Koch-Institut Berlin

Fachforum: Ausblick: Was noch wichtig ist / werden wird

  • Erkenntnisse zu Vätern und Frühen Hilfen
    Dr. Andreas Eickhorst & Christoph Liel, Fachgruppe "Nationales Zentrum Frühe Hilfen", Deutsches Jugendinstitut München

  • Partizipation fördern: Qualität in den Frühen Hilfen entwickeln und sichern
    Dr. Antje Richter-Kornweitz, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V., Hannover

  • Gesundheitliche Folgen von Armut und Stress auf die frühkindliche Entwicklung: Lassen sich die soziologischen Lehren pathophysiologisch belegen?
    Dr. Sönke Siefert, Stiftung Familienorientierte Nachsorge Hamburg SeeYou
    Vortrag (PDF, 589 KB)

Moderation:
Susanna Rinne-Wolf, Berliner Hebammenverband
Ulrike von Haldenwang, Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V.

Learning Café: Integrierte kommunale Strategien (Präventionsketten)

  • Zielsetzung und Arbeitsstand der ressortübergreifenden Strategie des Bundes zur Sozialen Stadt
    Timo Heyn, empirica, Bonn
    Abstract (PDF, 279 KB)

  • Instrumente zur Unterstützung und Strukturierung des interkommunalen Austausches
    Dr. Johannes Schütte, Koordinierungsstelle „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in Nordrhein-Westfalen beugen vor."

  • Das integrierte Gesamtkonzept kommunaler Prävention
    Christoph Gilles, LVR-Landesjugendamt Rheinland, Köln
    Abstract (PDF, 280 KB)

  • Integriertes kommunales Handeln zur Förderung der sozialen Integration und zur Armutsbekämpfung
    Dr. Enikö Bán, Stadtverwaltung Weimar, Gesundheitsamt
    Peter Kolling, Stadtverwaltung Weimar, Gesundheitsamt
    Abstract (PDF, 281 KB)

Moderation:
Martina Block, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Uwe Lummitsch, Bundesarbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit e.V., Halle

Fachforum: Welchen Beitrag können Frühe Hilfen in der Versorgung von Flüchtlingen leisten?

Moderation:
PD Dr. Erika Sievers, Akademie für öffentliches Gesundheitswesen, Düsseldorf 
Jörg Backes, NZFH, Köln
Abstract (PDF, 281 KB) 

Abschlussveranstaltung: „Gesundheitliche Chancengleichheit und die Rolle des Präventionsgesetzes“

  • Status Quo - Wo stehen wir mit dem neuen Präventionsgesetz? Unter Bezugnahme auf die gezeichnete Vision gesundheitlicher Chancengleichheit
    Prof. Dr. Raimund Geene, Hochschule Magdeburg-Stendal 

  • Kurzinterviews und Diskussion mit zentralen Akteurinnen und Akteuren in der Ausgestaltung des Präventionsgesetzes und unter Einbeziehung des Publikums

  • Schlusswort
    Maren Janella, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. 

Diskutierende sind:     

  • Diana Golze, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, Potsdam   
  • Gabriela Leyh, Barmer GEK, Berlin/Brandenburg (angefragt)    
  • Stephan Koesling, Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung, Dresden    
  • Stefan Pospiech, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.    
  • Karsten Mankowsky, Rhein-Kreis Neuss (angefragt)

Graphic Recording zur Vision Gesundheitlicher Chancengleichheit - Teil 2
Christoph Kellner, Graphic Facilitator, studio animanova, Berlin

Gemeinsam ausgerichtet wurde der Kongress 2016 von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH), dem Gesundheitsökonomischen Zentrum und dem Zentrum für Technik und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin, dem Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre sowie der Deutschen Gesellschaft für Public Health e.V.

Satellitenveranstaltung

Die Satellitenveranstaltung „Das Älterwerden gestalten: Kommunale Gesundheitsförderung mit älteren Menschen" fand am Vortag des Kongresses, am 16. März 2016, statt. Die Satellitenveranstaltung zum Kongress Armut und Gesundheit wurde unterstützt von der BZgA im Rahmen des Programms „Gesund & aktiv älter werden“.