Fachforen zu Themen der Bundesinitiative Frühe Hilfen

In sechs verschiedenen Fachforen wurden zentrale Themen der Bundesinitiative Frühe Hilfen auch vor dem Hintergrund der Erkenntnisse des Zwischenberichts erörtert.   

Eingeleitet wurde jedes Fachforum mit der Präsentation von Erkenntnissen aus der begleitenden Evaluation zur Bundesinitiative und – je nach Ausgestaltung des jeweiligen Forums – kurzen Inputs von Expertinnen und Experten, Netzwerkkoordinierenden oder Fachkräften. In einem zweiten Schritt wurden die Themen diskutiert, Bilanz gezogen sowie Perspektiven für die Weiterentwicklung der Frühen Hilfen entwickelt. Jedes Fachforum wurde von Expertinnen und Experten – überwiegend Mitglieder aus dem NZFH-Beirat – begleitet.

Zu jedem Fachforum finden Sie auf diesen Seiten eine Kurzbeschreibung sowie die jeweils vorgestellten Powerpointpräsentationen. Die Dokumentation wird nach und nach ergänzt.

Dreh- und Angelpunkt des angestrebten flächendeckenden Ausbaus Früher Hilfen ist die sektorenübergreifende Vernetzung und Kooperation von Fachkräften und Institutionen aus unterschiedlichen sozialen Unterstützungssystemen. Ziel ist die Entwicklung einer präventiven, kommunalen Versorgungsstruktur, die es ermöglicht, Unterstützungsbedarfe von Eltern und Kleinkindern frühzeitiger wahrzunehmen und ihnen systematischer als bislang Zugänge zu geeigneten Unterstützungsangeboten zu eröffnen. Die Koordination von Netzwerken besitzt dabei eine Schlüsselfunktion. Im Fachforum wurden Anforderungen, Kompetenzen und Lösungsstrategien vorgestellt und dahingehend diskutiert, welche Erkenntnisse für die weitere Qualitätsentwicklung im Kontext Netzwerkkoordination wichtig sind.

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Die verschiedenen Modelle der Frühen Hilfen konzentrieren sich – mit unterschiedlicher Gewichtung – zum einen auf die Förderung einer positiven Entwicklung von Kindern mit und in ihren Familien (primäre Prävention), zum anderen auf den Schutz von Kindern vor möglichen Gefährdungen für ihre Entwicklung (tertiäre Prävention und Kinderschutz). Interorganisationale Vernetzung und interprofessionelle Zusammenarbeit sind zentrale Strategien im Kinderschutz und Kernelemente der Frühen Hilfen. Fachforum 3 fokussierte auf die Praxiserfahrungen und Schwierigkeiten, Herausforderungen und Weiterentwicklungsbedarfe, die damit verbunden sein können.

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Für eine bessere Versorgung von Familien mit Unterstützungsbedarf ist die systematische Integration der Angebote des Gesundheitswesens in die kommunalen Netzwerke Frühe Hilfen unbedingt erforderlich. Daher wurde im Gesetz zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG) des Bundeskinderschutzgesetzes eine Einbindung dieser Angebote verbindlich festgelegt. Dennoch ist die Kooperation bis heute immer noch nicht ausreichend und zufriedenstellend. Im Fachforum wurden Kooperationshemmnisse, die die professionellen Haltungen, Perspektiven und Interessen in der niedergelassenen Pädiatrie berühren, identifiziert und diskutiert sowie Lösungsansätze vorgestellt.

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Ehrenamtliches Engagement gewinnt im Bereich Frühe Hilfen seit einigen Jahren im Zuge länder- und trägerspezifischer Programme sowie angesichts einer Vielzahl von Einzelprojekten in Kommunen an Bedeutung. Im Fokus des Fachforums stand die Frage, wie negative Effekte vermieden und positive Wirkungen erzielt werden können. Besonders wichtig erscheint, dass das Ineinandergreifen professioneller, semiprofessioneller und ehrenamtlicher Angebote konzeptionell und strukturell gesichert ist.

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Die Arbeit von Familienhebammen (FamHeb) und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pflegern (FGKiKP) ist in vielen Kommunen in Deutschland zentraler Bestandteil von Konzepten Früher Hilfen – teilweise blicken die Projekte auf eine langjährige Erfahrung zurück. In der Bundesinitiative Frühe Hilfen erfuhr ihr Einsatz eine erste rechtliche Rahmung. Kompetenzprofile für beide Berufsgruppen schufen klare Orientierungen für ihre Qualifikation. Hinsichtlich des Einsatzes von FamHeb und FGKiKP besteht jedoch häufig noch Orientierungsbedarf aufgrund unterschiedlicher Modelle in den Kommunen.

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