Fachtagung "Kooperation bei Frühen Hilfen"

Am 16./17. März 2009 veranstaltete das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V. in Bonn-Bad Godesberg die Fachtagung "Kooperation bei Frühen Hilfen im Spannungsfeld zwischen Informationsbedarf und Datenschutz".

Unter anderem sollte in Workshops Gelegenheit gegeben werden, auf spezielle Problemstellungen einzugehen und Erfahrungen auszutauschen.

Bei der Konzeption und Durchführung Früher Hilfen sind häufig viele unterschiedliche Institutionen und Einzelpersonen beteiligt: die Schwangerschaftsberatungsstelle, die Geburtsklinik, die Hebamme, Kinderarzt/-ärztin, Jugendamt, Gesundheitsamt, Frühförderstelle, Sozialpädagogische Familienhilfe, um nur einige zu nennen. Eine für das Kind und seine Familie förderliche Hilfe setzt Zusammenarbeit und Informationsaustausch unter den Beteiligten voraus.

Ebenso wichtig für gelingende Hilfen ist jedoch der vertrauensvolle Zugang zur Familie, der untergraben werden kann, wenn "über die Familie" statt "mit ihr" geredet wird. Gerade wenn es um die vermutete Gefährdung eines Kindes geht, ist der Zugang zur Familie und damit zur Einschätzung der Situation des Kindes häufig schwierig. Wie kann er erhalten werden, ohne dass wichtige Informationen im "Bermuda-Dreieck" der Kooperation verschwinden – mit dieser Frage beschäftigte sich die Fachtagung.