Fragebogen Jugendamt

Einleitung zum Fragebogen
Hintergrund

Qualitätsentwicklung im Kinderschutz steht seit einiger Zeit in der Praxis, der Wissenschaft und der Politik hoch im Kurs. Neben Gesetzesinitiativen auf Länder- und Bundesebene und Modellprojekten auf kommunaler Ebene befassen sich viele Jugendämter und Allgemeine Soziale Dienste mit der Entwicklung von Instrumenten zur Risikoeinschätzung. Darüber hinaus verfügen sie in aller Regel über Verfahren und Dienstanweisungen, die v.a. das Ziel verfolgen, Qualität und Verbindlichkeit im Kinderschutzhandeln zu sichern.

Gleichzeitig machen nationale wie internationale Studien und die Analysen problematischer Fallverläufe deutlich, dass das Handeln und Entscheiden im Kinderschutz von einer Vielzahl struktureller, organisatorischer und personeller Faktoren beeinflusst wird und Fehler oder unerwünschte Ereignisse keineswegs auf ein individuelles Problem oder gar Versagen einzelner Fachkräfte reduziert werden können. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Kinderschutz müssen daher auch daran gemessen werden, ob sie die Fachkräfte in ihrer Arbeit unterstützen und das Risiko von Fehlern reduzieren.

Ziel und Nutzen der Mitarbeitendenbefragung

Ob die mit den Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung verfolgte Intention erfolgreich ist, bleibt jedoch häufig unklar. Mit dem vorliegenden Fragebogen sollen den Leitungskräften in Jugendämtern ein Selbstevaluationsinstrumentarium an die Hand geben werden, mit Hilfe dessen sie sich einen Eindruck davon verschaffen können, wie die einzelnen Bausteine ihres Risiko- und Fehlermanagements von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Die mit Hilfe des Fragebogens erhobenen Daten geben zunächst einmal nur Hinweise darüber, wie die Fachkräfte ihre Rahmenbedingungen der Kinderschutzarbeit einschätzen, was hilfreich und was hinderlich ist. Wichtig dabei ist, dass die einzelnen Ergebnisse nicht selbsterklärend sind, sondern von Leitung und Basis gemeinsamen diskutiert und interpretiert werden müssen. 
Ein Beispiel: Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeben, dass sie die Inhalte von Dienstanweisungen nicht kennen, dann kann das verschiedene Gründe haben:

  • Anzahl und Umfang der Dienstanweisungen ist zu groß

  • die Informationen können nicht rechtzeitig verarbeitet werden;

  • der Weg und das Verfahren zur Information über neue Dienstanweisungen ist ungeeignet;

  • das Lesen der Dienstanweisungen hat nur geringe Priorität bei den Mitarbeitenden;

  • etc..

Was genau die Hintergründe sind und welche Maßnahmen geeignet und zielführend sind, um das Problem zu beheben, kann sinnvoll nur im Dialog zwischen Leitung und Fachkräften verstanden und vereinbart werden. Der Fragebogen dient daher v.a. als Einstieg in einen Qualitätsentwicklungsprozess.

Aufbau des Fragebogens

Die Grundlage des Fragebogens bilden Ergebnisse aus folgenden Projekten:

  1. Qualitäts- und Erfolgsindikatoren im Kinderschutz aus dem Praxisentwicklungs- und Forschungsprojektes „Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz“, das die Alice-Salomon-Hochschule Berlin und der Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung e.V., im Auftrag des NZFH, unter Leitung von Prof. Wolff und Prof. Flick, durchgeführt haben.

  2. Systemorientierte Faktoren, die das Social Care Institute for Excellence (SCIE), London, im Rahmen des Programms “Learning Together – a systems approach for case reviews” zusammengestellt hat.

Der Fragebogen hat 99 Fragen und umfasst folgende Fragenkomplexe:

  1. Soziodemographische Informationen der Fachkräfte (Alter, Geschlecht, Berufserfahrung, etc.);

  2. organisatorische Rahmenbedingungen wie Kooperation/Vernetzung im Kinderschutz;

  3. Personelle und strukturelle Rahmenbedingungen der Bearbeitung von Gefährdungsfällen in Jugendämtern (dazu gehören: Ausbildung, Einarbeitung, Fortbildung, aktuelle zeitliche und personelle Ressourcen)

  4. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und –sicherung im Kinderschutz (dazu gehören: Fallbesprechungen, Supervision, Rolle der Vorgesetzten, Dienstanweisungen, Arbeitshilfen, Instrumente und Verfahren, Vertretungsregelungen, Zuständigkeiten);

  5. Konkrete Fallarbeit in Gefährdungsfällen (dazu gehören: Risikoeinschätzung, Gespräche mit Eltern und Kindern, Kontakt mit den Familien, Hilfen und Hilfesystem);

  6. Emotionale Belastung und Unterstützung, bzw. Wertschätzung der Fachkräfte.


Teilnahmebedingungen

von September 2012 – bis Dezember 2013 können 20 Jugendämter kostenlos an der Befragung teilnehmen. In diesem Zeitraum werden der Fragebogen und das Auswertungstool erprobt und weiterentwickelt. Im Vordergrund steht dabei die Frage, wie die erhobenen Daten am besten ausgewertet werden können und sollen, damit sie eine geeignete Grundlage für einen Qualitätsentwicklungsprozess liefern.
Die teilnehmenden Jugendämter erhalten sowohl eine schriftliche, als auch eine persönliche Aufbereitung und Präsentation ihrer Daten. Den Rahmen für die Präsentation der Daten bestimmt das Jugendamt (z.B. im Rahmen einer internen Tagung oder einer Mitarbeiterversammlung). Die in diesem Zeitraum erhobenen anonymisierten Daten werden dem NZFH von den teilnehmenden Jugendämtern für eine sekundäranalytische Betrachtung zu wissenschaftlichen Zwecken zur Verfügung gestellt.

Nach Abschluss dieser Testphase, voraussichtlich Ende 2013, soll der Fragebogen inkl. eines standardisierten Auswertungstools Jugendämtern und ASDs als Selbstevaluationsinstrument kostenlos über das Internet zur Verfügung stehen.

Durchführung

Wer soll den Fragebogen ausfüllen und wie lange dauert das?
Der Fragebogen richtet sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Fallarbeit im Kinderschutz tätig sind (Allgemeiner Sozialer Dienst, Kinderschutzspezialdienste, etc.). Der Fragebogen richtet sich nicht an Leitungskräfte, es sei denn, sie bearbeiten auch Fälle in eigener Zuständigkeit.

Um die bestmögliche Aussagekraft der Daten zu erreichen, sollten an der Befragung möglichst alle Mitarbeitenden im Kinderschutz teilnehmen. Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt ca. 40 bis 50 Minuten in Anspruch.

Wie werden die Daten ausgewertet?
Die Befragung erfolgt anonym. Die Auswertung erfolgt im Projektzeitraum von September 2012 bis Ende 2013 durch das NZFH/DJI. Nach Abschluss der Projektphase erfolgt die Auswertung über ein standardisiertes Auswertungstool automatisch. Die Jugendämter erhaltengenerell nur aufbereitete Daten (z.B. Durchschnitts- und Prozentwerte), so dass die Antworten nicht einzelnen Personen zugeordnet werden können. Die einzelnen Fragebögen werden den Jugendämtern nicht zur Verfügung gestellt. 

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an

Christine Gerber
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
im Deutschen Jugendinstitut (DJI)
Tel.: 089/ 62306-590
e-mail: gerber(at)dji.de

wenden.

 
Hinweise zur Anonymität und Auswertung der Daten

Die Befragung erfolgt anonym. Wir achten darauf, dass eine Rückverfolgung einzelner Antworten nicht möglich ist.
Eine Auswertung der Datensätze nach bestimmten Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht und Aussenstelle) wird daher nur dann vorgenommen, wenn eine Zuordnung der Antworten zu einzelnen Personen ausgeschlossen werden kann. Um jedoch eine spätere Betrachtung der Gesamtdaten zu wissenschaftlichen Zwecken zu ermöglichen, benötigen wir von allen Befragten, unabhängig von der Größe des Jugendamtes oder der Aussenstelle, einige Angaben zu Ihrer Person.

Soziodemografische Informationen (1-14)

Soziodemografische Informationen

1

Geben Sie bitte die Kennung für Ihr Jugendamt ein

2

Bitte geben Sie an, in welcher Außenstelle/Dienststelle Sie derzeit tätig sind

3

Bitte nennen Sie zunächst Ihr Geburtsjahr

4

Sind Sie

5

Welchen höchsten Berufsausbildungsabschluss habe Sie?

6

Wann haben Sie diesen Abschluss erworben?

7

Sind Sie derzeit

8

Seit wann arbeiten Sie in dem derzeitigen Team?

9

Welche Stellung haben Sie in dem Team?

10

Welche der folgenden Aufgaben umfasst Ihr derzeitiger Tätigkeitsbereich hauptsächlich?

11

Seit wie vielen Jahren haben Sie Erfahrung mit Gefährdungsfällen (im Sinne des §8a SGB VIII)?

12

Wie viel Prozent Ihrer aktuellen Arbeitszeit sind Sie im Kinderschutz (im Sinne des §8a SGB VIII) tätig?

13

Inwieweit trifft folgende Aussage auf Sie persönlich zu: Mit den strukturellen Bedingungen für meine Arbeit im Kinderschutz bin ich voll und ganz zufrieden.

14

Inwieweit trifft folgende Aussage auf Sie persönlich zu: Ich arbeite gerne im Kinderschutz

Rahmenbedingungen der Kooperation im Kinderschutz (15-21)

Fragebogenteil zu den organisatorischen Rahmenbedingungen wie Kooperation/Vernetzung im Kinderschutz

Zunächst folgen ein paar Fragen zu den Rahmenbedingungen in der Kooperation im Kinderschutz mit anderen Institutionen und Professionen.

15

Wissen Sie, ob mit den untenstehenden Institutionen Vereinbarungen gemäß §8a SGB VIII abgeschlossen wurden?

Kindertageseinrichtungen

Ambulante Einrichtungen der HzE

Teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Erziehungs- und Familienberatungsstellen

Sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe (z.B. Jugendzentren)

16

Haben sich die Vereinbarungen gemäß §8a SGB VIII in ihrer Fallarbeit bewährt?

Kindertageseinrichtungen

Ambulante Einrichtungen der HzE

Teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Erziehungs- und Familienberatungsstellen

Sonstige Einrichtungen der Jugendhilfe (z.B. Jugendzentren)

17

Mit welchen der untenstehenden Institutionen/Professionen haben Sie selbst schon in Kinderschutzfällen zusammengearbeitet?

Mehrfachantworten möglich

18

Mit welcher der untenstehenden Institutionen/Professionen sehen Sie Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Kooperation?

Mehrfachantworten möglich

19

Wissen Sie, ob es mit den untenstehenden Institutionen/Professionen fallunabhängige Kooperationstreffen gibt?

niedergelassene Ärzte

Kliniken (ohne Kinder- und Jugendpsychiatrie)

Einrichtungen der Suchthilfe

Kinder- und Jugendpsychiatrie (ambulant und stationär)

Hebammen und Kinderkrankenschwestern

Stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Ambulante Dienste der HzE

teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen

Kindertageseinrichtungen

Angebote der Frühen Hilfe

Familiengericht

Verfahrensbeistände

Schule

Polizei

Frauenhäuser

Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Jobcenter

Gerichtsvollzieher

Ordnungsamt

20

Kreuzen Sie bitte alle jene Einrichtungen an, über deren Zuständigkeiten, Arbeitsweisen, Möglichkeiten und Grenzen im Kinderschutz Sie Ihrer Meinung nach ausreichend informiert sind.

Mehrfachantworten möglich

21

Kreuzen Sie nun bitte die Einrichtungen an, deren Mitarbeiter/innen aus Ihrer Sicht ausreichend über die Aufgaben und Arbeitsweisen des Jugendamtes im Kinderschutz informiert sind.

Mehrfachantworten möglich

Konkrete Kooperation mit anderen Institutionen in Gefährdungsfällen (22-30)

Im Folgenden haben wir ein paar Fragen dazu, wie Sie die konkrete Kooperation mit anderen Institutionen in Gefährdungsfällen einschätzen!

22

Mit welchen der untenstehend angeführten Institutionen/Professionen haben Sie in den letzten drei Monaten in konkreten Gefährdungsfällen kooperiert?

Mehrfachantworten möglich

23

Wie bewerten Sie die Qualität Ihrer Zusammenarbeit mit den untenstehend angeführten Institutionen/Professionen wenn Sie nur die letzten drei Monate Revue passieren lassen?

Nutzen Sie zur Bewertung die Ihnen bekannten Schulnoten, wobei

1 = sehr gute Qualität und
6 = sehr schlechte Qualität

bedeuten soll.

Bei unterschiedlichen Erfahrungen mit Einrichtungen in der gleichen Kategorie, bilden Sie bitte eine Durchschnittsnote

niedergelassene Ärzte

Kliniken (ohne Kinder- und Jugendpsychiatrie)

Einrichtungen der Suchthilfe

Kinder- und Jugendpsychiatrie (ambulant und stationär)

Hebammen und Kinderkrankenschwestern

Stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Ambulante Dienste der HzE

teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Erziehungs- Ehe- und Familien- und Lebensberatungsstellen

Kindertageseinrichtungen

Angebote der Frühen Hilfe

Familiengericht

Verfahrensbeistände

Schule

Polizei

Frauenhäuser

Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Jobcenter

Gerichtsvollzieher

Ordnungsamt

Bitte erinnern Sie sich jetzt an einen Ihrer letzten Gefährdungsfälle, an dem noch wenigstens eine andere Institution beteiligt war und beantworten Sie die folgenden Fragen stets in Bezug auf diesen Fall.

24

Inwieweit trifft es Ihrer Meinung nach zu, dass es zwischen allen beteiligten Institutionen eine gemeinsame Abstimmung des konkreten Gefährdungsrisikos für das Kind gegeben hat?

25

Inwieweit trifft es Ihrer Meinung nach zu, dass in diesem Fall bestehende Unterschiede in der Risikoeinschätzung offen besprochen wurden?

26

Inwieweit trifft es Ihrer Meinung nach zu, dass in diesem konkreten Fall klare Vereinbarungen über die Ziele der Arbeit mit der Familie gab?

27

Hat es in diesem Gefährdungsfall eine Helferkonferenz gegeben?

28

Inwieweit trifft es Ihrer Meinung nach zu, dass es in diesem konkreten Fall klare Absprachen über die Aufgaben gab?

29

Inwieweit trifft es Ihrer Meinung nach zu, dass die Kommunikation zwischen den Institutionen in diesem Fall aus Ihrer Sicht ausreichend war?

30

Wenn Sie sich jetzt an jene Gefährdungsfälle erinnern, bei dem eine kurzfristige Absprache zur Gefährdungseinschätzung mit den untenstehenden Institutionen/Professionen notwendig war, wie würden Sie im Nachhinein die Qualität dieser Absprache bewerten?

Nutzen Sie zur Bewertung die Ihnen bekannten Schulnoten, wobei

1 = sehr gute Qualität und
6 = sehr schlechte Qualität

bedeuten soll.

Bei unterschiedlichen Erfahrungen mit Einrichtungen in der gleichen Kategorie, bilden Sie bitte eine Durchschnittsnote

niedergelassene Ärzte

Kliniken (ohne Kinder- und Jugendpsychiatrie)

Einrichtungen der Suchthilfe

Kinder- und Jugendpsychiatrie (ambulant und stationär)

Hebammen und Kinderkrankenschwestern

Stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Ambulante Dienste der HzE

teilstationäre Einrichtungen der Jugendhilfe

Erziehungs- Ehe- und Familien- und Lebensberatungsstellen

Kindertageseinrichtungen

Angebote der Frühen Hilfe

Familiengericht

Verfahrensbeistände

Schule

Polizei

Frauenhäuser

Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe

Jobcenter

Gerichtsvollzieher

Ordnungsamt

Personelle und strukturelle Rahmenbedingungen in Gefährdungsfällen in Jugendämtern (31-39)

Fragebogenteil zu den personellen und strukturellen Rahmenbedingungen in Gefährdungsfällen in Jugendämtern

Zunächst ein paar Aussagen zu Ausbildung, Einarbeitung und Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Kinderschutz in Jugendämtern:

Bitte geben Sie jeweils an, inwieweit die folgenden Aussagen zutreffen.

31

Ich wurde in meiner Ausbildung/Studium auf die Arbeit im Kinderschutz vorbereitet.

32

Bei uns gibt es ein auf die Anforderungen des Kinderschutzes abgestimmtes Einarbeitungskonzept.

33

Sie wurden zu Beginn Ihrer Tätigkeit im Kinderschutz in geeigneter Form eingearbeitet?

34

Ich verfüge über ausreichend spezifisches Fachwissen in folgenden Bereichen

Entwicklungspsychologie von Kindern

Risikofaktoren für eine Kindeswohlgefährdung

Resilienzfaktoren (Schutzfaktoren)

Risikomechanismen in Gefährdungsfällen (d.h. Auswirkung von Risiken auf die Pflege und Versorgung des Kindes)

35

Ich habe ausreichend Möglichkeiten zur Teilnahme an Fortbildungen zum Thema Kinderschutz/Kindeswohlgefährdung.

36

Die Fortbildungsangebote im Kinderschutz entsprechen inhaltlich meinem Bedarf.

37

In meinem Jugendamt gibt es ausreichend professionsübergreifende Fortbildung im Kinderschutz.

38

In unserem Team gibt es ausreichend Kolleginnen und Kollegen mit Erfahrung in Gefährdungsfällen.

39

An wie vielen Fortbildungsmaßnahmen zum Kinderschutz haben Sie in den letzten 12 Monaten teilgenommen?

Zeitliche und personellen Ressourcen zur Bearbeitung von Gefährdungsfällen (40-47)

Im Folgenden nun ein paar generelle Fragen zu Ihren aktuellen zeitlichen und personellen Ressourcen im Jugendamt zur Bearbeitung von Gefährdungsfällen.

40

Die Anzahl der Fälle pro Fachkraft ist im letzten halben Jahr in unserem Team ... gewesen.

41

Ich habe genügend Zeit für die Bearbeitung der Einzelfälle in der in Dienstanweisungen vorgesehenen Form.

42

Die Zeit, die mir für den persönlichen Kontakt mit den Klientinnen und Klienten in Kindeswohlgefährdungsfällen zur Verfügung steht, reicht aus.

43

Ich habe genügend Zeit für die fallunabhängige Arbeit.

44

Der Aufwand für Krankheitsvertretungen in unserem Team ist

45

Meine Arbeitsbelastung hat in den letzten (fünf) Jahren zugenommen.

46

Meine Arbeitsbelastung hat in den letzten (fünf) Jahren zugenommen, weil der bürokratische Aufwand gestiegen ist.

47

Meine Arbeitsbelastung hat in den letzten (fünf) Jahren zugenommen, weil die Komplexität der Fälle zugenommen hat

Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung/-sicherung im Kinderschutz (48-60)

Fragebogenteil zu Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung/-sicherung im Kinderschutz

Fragebogenteil zu Konzepten und Maßnahmen zur fachlichen Unterstützung im Kinderschutz

48

Wie erleben Sie die Beratung durch Ihren direkten Vorgesetzten in Kinderschutzfällen?

49

Wie erleben Sie die Kontrolle durch Ihren direkten Vorgesetzten in Kinderschutzfällen?

50

Ist die Durchführung von Fallbesprechungen im Team in Gefährdungsfällen verpflichtend geregelt?

51

Folgen die Fallbesprechungen einer methodisch fundierten Vorgehensweise? z.B. kollegiales Fallverstehen

52

Würden Sie der folgenden Aussage zustimmen: Ich habe ausreichend Möglichkeiten meine Kinderschutzfälle in Fallbesprechungen einzubringen.

53

Würden Sie der folgenden Aussage zustimmen: Die Fallbesprechungen sind für meine weitere Fallbearbeitung hilfreich.

54

Würden Sie der folgenden Aussage zustimmen: Wir haben ausreichend Möglichkeiten uns auf Kollegenebene zu beraten.

55

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Ich habe ausreichend Möglichkeit Gefährdungsfälle in Co-Arbeit (zu zweit) zu bearbeiten.

56

Würden Sie der folgenden Aussage zustimmen: Meine Möglichkeiten Fallsupervision in Anspruch zu nehmen, reichen aus.

57

Würden Sie der folgenden Aussage zustimmen: In Gefährdungsfällen nehme ich regelmäßig Supervision in Anspruch.

58

Ist die Teilnahme an Fallsupervision(en) verpflichtend geregelt?

59

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Die Möglichkeiten zur spezifischen Fachberatung durch interne oder externe Fachkräfte sind in ausreichendem Umfang vorhanden.

60

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Diese Fachberatung ist in angemessenem Zeitraum verfügbar.

Dienstanweisungen und Arbeitshilfen für die Bearbeitung von Gefährdungsfällen (61-67)

Im Folgenden ein paar Fragen zu Dienstanweisungen und Arbeitshilfen für die Bearbeitung von Gefährdungsfällen.

61

Neue Dienstanweisungen zu Gefährdungsfällen werden mir vorgelegt.

62

Neue Dienstanweisungen zu Gefährdungsfällen werden im Team vorgestellt und diskutiert.

63

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Die in den Dienstanweisungen geregelten Verfahren und Abläufe haben sich aus meiner Sicht im Alltag bewährt.

64

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Dienstanweisungen den Kinderschutz betreffend haben häufig einen zu großen Umfang.

65

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Die Dienstanweisungen werden in einem angemessenen Zeitraum auf ihre Tauglichkeit hin überprüft (evaluiert).

66

Schriftliche Arbeitshilfen (z.B. Arbeitshandbücher) stehen in ausreichendem Maße zur verfügung.

67

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Die schriftlichen Arbeitshilfen (z.B. Arbeitshandbücher) haben sich in meinem Alltag als Unterstützung bewährt.

Existenz, Anwendung und Erfahrung mit standardisierten Verfahren im Kinderschutz (68-74)

Schwerpunkt der folgenden Fragen sind die Existenz, die Anwendung und die Erfahrungen mit standardisierten Verfahren im Kinderschutz.

68

Gibt es in Ihrer Institution standardisierte Verfahren zur Bearbeitung von Gefährdungsfällen?

69

Gibt es Checklisten zur Gefährdungseinschätzung (z.B. Listen von Risikofaktoren und Ressourcen)

70

Gibt es prozesshafte, fallverlaufsbegleitende Bearbeitungsvorgaben (z.B. Stuttgarter Kinderschutzbogen)?

71

Inwieweit trifft folgende Aussage zu: Ich wurde in der Anwendung dieser Verfahren ausreichend geschult.

72

Bitte kreuzen Sie an, inwieweit für ihre Gefährdungseinschätzungsverfahren folgendes zutrifft. Die Verfahren

sind praxistauglich

haben ein angemessenes Aufwand-Nutzen-Verhältnis

geben erhöhte Handlungssicherheit

sichern Fachkräfte vor strafrechtlichen Risiken

wurden auf ihre Tauglichkeit überprüft (evaluiert)

73

Gibt es in Ihrem Jugendamt ein vorgegebens, standardisiertes Dokumentationsverfahren von Gefährdungsfällen?

74

Inwieweit trifft folgende Aussage zu:
Die derzeitige Falldokumentation hat sich aus meiner Sicht bewährt*

Zusammenarbeit innerhalb des Jugendamtes im Kinderschutz (75-77)

Im Folgenden geht es um die Zusammenarbeit innerhalb des Jugendamtes im Kinderschutz. Bitte schätzen Sie wieder ein, inwieweit die Aussagen zutreffen.

75

Die Vertretungsregelungen (Krankheit, unbesetzte Stellen) haben sich im Hinblick auf die Bearbeitung von Gefährdungsfällen bewährt.

76

Die Zuständigkeiten unterschiedlicher Abteilungen/Dienste im Jugendamt sind so geklärt, dass sie sich im Hinblick auf die Bearbeitung von Gefährdungsfällen bewährt haben.

77

Unsere Verfahren/Zuständigkeiten führen zu Zuständigkeitswechseln, die den Beziehungsaufbau zu den Klientinnen und Klienten in Gefährdungsfällen erschweren.

Konkrete Fallarbeit in Gefährdungsfällen (78-90)

Fragebogenteil zur konkreten Fallarbeit in Gefährdungsfällen

zunächst zwei allgemeine Fragen zu Risiko und Risikomanagement im Kinderschutz.

78

Menschen neigen dazu, Informationen so auszulegen, dass diese die bereits bestehende Einschätzung bestätigen.
Welche Rolle spielt dieses kognitionspsychologische Phänomen ganz generell bei der Gefährdungseinschätzung im Kinderschutz?

79

Im Hinblick auf die Reduzierung des Fehlerrisikos: Wie stark fühlen Sie sich durch die bei Ihnen geltenden Verfahren und Abläufe ausreichend unterstützt?

Im Folgenden drehen sich die Fragen um relevante Faktoren für die Einschätzung des Gefährdungsrisikos von drei exemplarischen Gefährdungsfällen aus dem letzten halben Jahr

80

In wie vielen der drei Gefährdungsfälle hat eine Risikoeinschätzung im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte (Vier-Augen-Prinzip) stattgefunden?

81

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle haben Sie das Kind persönlich in Augenschein genommen?

82

Geben Sie bitte an, in wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle Gespräche mit Kindern und Jugendlichen Bestandteil des Gefährdungseinschätzungsprozesses waren.

83

Geben Sie bitte an, in wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle Gespräche mit Kindern auf Grund des zu geringen Alters kein Bestandteil des Gefährdungseinschätzungsprozesses waren. (Kinder waren unter vier Jahre alt)

84

Inwieweit ist es in den letzten drei Gefährdungsfällen gelungen Stärken und Ressourcen der Familie zu aktivieren?

Nun geht es um einige Fragen zu Kontakt/Zusammenarbeit/Kommunikation zwischen Familie und Fachkraft/Fachkräften, sowie zur Hilfevermittlung - auch hier wieder bezogen auf die letzten drei Gefährdungsfälle

85

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle ist es Ihnen gelungen in ausreichendem Umfang Kontakt/Beziehung zu der Familie aufzubauen?

86

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle ist es Ihnen gelungen die Maßnahmen zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung gemeinsam mit den Eltern zu erarbeiten?

87

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle ist es Ihnen gelungen die Maßnahmen zum Schutz des Kindes den Eltern gegenüber transparent und nachvollziehbar zu machen?

88

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle waren den Eltern die Zuständigkeiten der beteiligten Fachkräfte bekannt?

89

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle haben Sie die Erfahrung gemacht, dass die geeigneten Hilfen auf Grund von Einsparungsmaßnahmen nicht angeboten werden konnten?

90

In wie vielen der letzten drei Gefährdungsfälle sind Sie unter dem Druck gestanden, ambulanten Maßnahmen aus Kostengründen den Vorrang vor stationären Maßnahmen zu geben?

Angebote und Hilfen, die im Kinderschutz in Anspruch genommen werden (91-92)

Als Abschluss dieses Fragenblocks nun noch ein paar Fragen zu Angeboten und Hilfe, die v.a. im Kinderschutz in Anspruch genommen werden.

91

Inwieweit treffen die folgenden Aussagen auf Ihr Amt zu?

Es gilt der Grundsatz "Ambulant vor Stationär"

Fälle müssen dramatisiert werden, um die geeigneten Hilfen zu bekommen

Hilfen werden zu früh beendet

Hilfen werden in zu geringem Umfang bewilligt

Kosten spielen bei der Bewilligung von Hilfen keine Rolle

92

Aus meiner Sicht sind die Hilfen für den Einsatz in Gefährdungsfällen vollkommen ausreichend

in ihrem Umfang

in ihrer Vielfalt

in ihrer Geeignetheit

in ihrer terminlichen Verfügbarkeit

und schnell formal bewillligt

Emotionale Belastung und Unterstützung bzw. Wertschätzung der Fachkräfte (93-97)

Fragebogenteil zur emotionalen Belastung und Unterstützung bzw. Wertschätzung der Fachkräfte

93

Anregungen durch Ihre Mitarbeitende zur Verbesserung von Verfahren oder Abläufen werden in unserer Institution

Eher aufgegriffen

Eher diskutiert

Eher ignoriert

94

Wie stark stimmen Sie folgenden Aussagen zu:

Unter den Kolleginnen und Kollegen sprechen wir offen über Erfolge in unserer Arbeit

Unter den Kolleginnen und Kollegen sprechen wir offen über Fehler

Unter Kolleginnen und Kollegen sprechen wir offen über Kritik

Ich habe Angst in Kinderschutzfällen Fehler zu machen

95

Wenn meine Arbeit in Kinderschutzfällen kritisiert wird, kann ich mich auf einen fairen Umgang...

...innerhalb des Teams verlassen

...von Seiten der Vorgesetzten verlassen

...innerhalb der Institution verlassen

96

Inwieweit würden Sie folgender Einschätzung zustimmen: Bei Kritik von außen kann ich mich auf die Unterstützung von Seiten der Institution verlassen

97

Inwieweit würden Sie folgender Einschätzung zustimmen: Sollte mein Handeln öffentlich skandalisiert werden, kann ich mich auf angemessenen Schutz durch die Institution verlassen