12.07.2011 | Familienhebammenprojekt Kleemobil

Gutes Praxisprojekt aus Mecklenburg Vorpommern zur Gesundheitsförderung für Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen

"Kleemobil" ist eines von inzwischen 105 Good Practice Projekten, die als Beispiele guter Praxis in der Datenbank www.gesundheitliche-chancengleichheit.de recherchiert werden können. Das Modellprojekt stellt Familien in schwierigen Lebenslagen bereits während der Schwangerschaft bis zu einem Jahr nach der Geburt ein fachlich geeignetes Unterstützungsangebot bereit.


Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen (z. B. Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit) haben eine kürzere Lebenszeit und erkranken häufiger. Die BZgA stellt zu ihrem Schwerpunkthema „Gesundheitliche Chancengleichheit“ in kurzer Folge Beispiele guter Praxis in der Gesundheitsförderung für Menschen in sozial schwierigen Lebenslagen vor.

Hauptziel des Projektes "Kleeblatt" ist es, Schwangeren sowie jungen Müttern mit ihren Kindern Möglichkeiten zu eröffnen, auf familiäre Krisen adäquat zu reagieren. Dabei werden eigene Ressourcen sichtbar gemacht und ausgeschöpft. Das Projekt wurde als gutes Praxisbeispiel der Gesundheitsförderung für Menschen in schwierigen sozialen Lebenslagen ausgewählt, weil

  • die Angebote freiwillig und kostenfrei sind,  
  • die werdenden bzw. jungen Eltern befähigt werden sollen, selbst zu handeln, eigene Ressourcen zu erkennen und zu nutzen sowie
  • Standards für die Arbeit der Projektmitarbeiterinnen festgelegt und Fortbildungsangebote zur Professionalisierung der Arbeit angeboten werden.

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes „Kleemobil“ finden Sie hier: Familienhebammenprojekt Kleemobil


Die Auswahl und Publikation guter Praxisprojekte ist ein Element des von der BZgA 2003 initiierten Kooperationsverbundes zur Stärkung gesundheitlicher Chancengleichheit in Deutschland. Inzwischen 53 Kooperationspartner (Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung, Landesvereinigungen und Landeszentralen für Gesundheit, Ärzteschaft, Deutscher Städtetag, Bundesagentur für Arbeit, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter aus den Wohlfahrtsverbänden) haben sich zusammengeschlossen, um Aktivitäten zu bündeln, die die Gesundheit von Menschen in schwierigen Lebenslagen nachhaltig verbessern. Das zentrale Ziel des Kooperationsverbundes ist die Stärkung und Verbreitung guter Praxis in Projekten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung.


Weiterführende Informationen über die Aktivitäten des Kooperationsverbundes zur Stärkung der gesundheitlichen Chancengleichheit, die Mitgliedsorganisationen, aktuelle Termine, die Kooperationserklärung vom 10.11.2006, die Beschreibung des Good Practice Ansatzes, Forschung, Materialien und Literatur zu Armut und Gesundheit sowie die bundesweite Sammlung mit mehr als 2.000 Projekten finden Sie unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesudheitliche Aufklärung (BZgA)