„Netze weben – Brücken bauen“ - Nationales Zentrum Frühe Hilfen startet neue Konferenzreihe

Köln, 21. April 2015 | Unter dem Titel „Netze weben – Brücken bauen: Multiprofessionelle Kooperations- und Versorgungsstrukturen in den Frühen Hilfen“ startet das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) heute in Potsdam eine neue Konferenzreihe zur Netzwerkarbeit und Netzwerkkoordination. 140 Verantwortliche der Frühen Hilfen aus verschiedenen Kommunen Deutschlands, Netzwerkkoordinierende sowie Leitungskräfte aus Jugendämtern und Gesundheitsämtern, tauschen sich über kommunale Strategien und Perspektiven in den Frühen Hilfen aus. Die nächste Konferenz dieser neuen Reihe findet am 21. Mai 2015 in Frankfurt am Main statt.  

In Deutschland sind in den letzten drei Jahren durch die Förderung der Bundesinitiative Frühe Hilfen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nahezu flächendeckend multiprofessionelle Netzwerke aufgebaut worden. Sie sind ein wesentlicher Baustein der kommunalen Versorgungsstruktur, um Familien mit Kleinkindern insbesondere in belastenden Lebenslagen frühzeitig und passgenau zu unterstützen. „Frühe Hilfen erreichen dann ihr Ziel, wenn sie Familien die Unterstützung anbieten, die sie tatsächlich benötigen“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in der das NZFH seinen Sitz hat. „Daher ist es wichtig, dass alle Akteurinnen und Akteure der Frühen Hilfen aus dem Gesundheitswesen, der Kinder- und Jugendhilfe, der Schwangerschaftsberatung und Frühförderung vertrauensvoll und verbindlich zusammenarbeiten. Das heißt aber, dass dies von allen Ebenen auch unterstützt werden muss. Deshalb war es uns wichtig, die Netzwerk-Koordinatoren und –Koordinatorinnen und Leitungskräfte miteinander ins Gespräch zu bringen.“ 

Prof. Dr. Sabine Walper, Forschungsdirektorin des Deutschen Jugendinstituts (DJI), das Kooperationspartner der BZgA im NZFH ist, erklärt: „Mit der neuen Konferenzreihe unterstützt das NZFH den wichtigen Austausch in den Frühen Hilfen über kommunale Grenzen und Systemgrenzen hinweg. Netzwerkkoordinierende fördern die Zusammenarbeit der Fachkräfte und richten die Angebote der Frühen Hilfen an den Bedürfnissen der Familien aus. Die kommunale Leitungsebene trägt dazu bei, dass sich Frühe Hilfen nachhaltig in den Strukturen vor Ort etablieren können“.  

Neben Impulsvorträgen und der Vorstellung gelungener kommunaler Praxisbeispiele mit Hilfe von „Themeninseln“ erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Verlauf der Konferenz die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse und Erfahrungen einzubringen und miteinander zu diskutieren. 

Weitere Informationen zur Konferenzreihe veröffentlicht das NZFH auf seiner Internetseite unter www.fruehehilfen.de/konferenzreihenetzwerkarbeit.    

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen ist ein Kooperationsprojekt der BZgA mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern. Außerdem koordiniert es die Bundesinitiative Frühe Hilfen bis Ende 2015 auf Bundesebene.