Newsletter November 2009

Editorial

die Aufmerksamkeit in der Fachwelt für das Thema Frühe Hilfen ist groß. Jede Woche erreichen das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) Meldungen von Kommunen, die ein Netzwerk zu Frühen Hilfen auf den Weg bringen.

Bei der inhaltlichen Ausrichtung solcher Angebote gibt es aber durchaus Unterschiede. In vielen Kommunen geht es ausschließlich um primär-präventive Hilfen, bei anderen steht der intervenierende Kinderschutzaspekt im Vordergrund. Das Begriffsverständnis zu Frühen Hilfen ist nicht einheitlich – dies ist auch eines der Ergebnisse der "Bestandsaufnahme Frühe Hilfen", die das NZFH im Sommer veröffentlichte und die auf www.fruehehilfen.de nach wie vor stark nachgefragt wird.

Die verschiedenen Perspektiven auf das Thema Frühe Hilfen resultieren aus den vielen verschiedenen Institutionen in Jugendhilfe und Gesundheitswesen, die in diesem Feld agieren. Auch sind unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen beteiligt. Forschung und Praxis sind in den Beiräten des NZFH vertreten. Beide Gremien und das NZFH selbst machten es sich zur Aufgabe, eine gemeinsame Begriffsbestimmung zu finden, die gleichermaßen die Vielfalt der Perspektiven abbildet, aber auch den Kern Früher Hilfen beschreibt.

Mit der nun veröffentlichten Begriffsbestimmung "Frühe Hilfen" ist ein Zwischenstand dieser Überlegungen festgehalten – der Diskussionsprozess geht aber weiter. Die Entwicklungen im Themenfeld Früher Hilfen sind zu vielfältig, als dass eine statische Begrifflichkeit dem gerecht werden könnte. Wir sind gespannt auf Ihre Rückmeldungen, wie gut die jetzt veröffentlichte Begriffsbestimmung Ihre fachliche bzw. wissenschaftliche Praxis bereits abbildet - und eine Hilfe ist bei Ihrer eigenen Standortbestimmung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr NZFH-Team

Materialien | Literaturempfehlungen

Frühe Hilfen: Zugänge schaffen, Hilfen gemeinsam gestalten, Resilienzfaktoren nutzen

Frühe Hilfen sind stark in den Blickpunkt des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Fachkräfte aus dem Jugendhilfebereich und dem Gesundheitswesen vernetzen sich, um wirkungsvolle präventive Angebote umzusetzen. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Zugänge zu den Familien zu schaffen.

Kinderschutz in der Kita: Ein praktischer Leitfaden für Erzieherinnen

Kinder vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen ist eine der wichtigsten und zugleich schwierigsten Aufgaben von Erzieherinnen und Erziehern. Durch ihren täglichen Kontakt mit den Kindern und den regelmäßigen Austausch mit den Eltern sind sie besonders geeignet, frühzeitig zu erkennen, ob ein Kind gefährdet ist.


Neues von den Trägern des NZFH

Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums (BJK) zum Thema Kinderarmut

Die Analyse des am Deutschen Jugendinstitut (DJI) angesiedelten BJK kommt zu dem Ergebnis, dass Kinderarmut in Deutschland trotz politischer Absichtserklärungen nach wie vor nicht nachhaltig reduziert werde. Im letzten Jahrzehnt ist sie sogar leicht angestiegen. Die Stellungnahme enthält zudem Empfehlungen für steuer- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, um Kinderarmut zu verringern.

Termine

Bundeskongress Frühe Hilfen in Deutschland

Vom 13. bis 15. Oktober 2010 wird in Berlin der NZFH-Bundeskongress "Frühe Hilfen in Deutschland" stattfinden.

Informationen zu diesem Termin finden Sie bald im Online-Angebot des NZFH.

Veranstaltung des NZFH

Fachtagung "Interdisziplinäre Frühförderung im System der Frühen Hilfen"

Veranstaltende: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Kooperation mit der Lebenshilfe e.V.
Termin: 22./23.03.2010
Ort: Kassel

Weitere Veranstaltungen zu Frühe Hilfen

27./28.11.2009, Dresden: 3. Nationaler Präventionskongress

Veranstaltende: Deutscher Verband für Gesundheitswissenschaften und Public Health e.V. (DVGPH) in Kooperation mit dem Forschungsverbund Public Health Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. (FVPHS/SA)

 

04./05.12.2009, Berlin: 15. Kongress Armut und Gesundheit

Veranstaltende: Verein Gesundheit Berlin-Brandenburg, Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung


15.-17.04.2010, Heidelberg: Tagung "... Eltern sein dagegen sehr!"

Veranstaltende: Bundesverband Psychoanalytische Paar- und Familientherapie (BvPPF) in Kooperation mit Beziehungsweise e.V.


12. Weltkongress "Weltkongress für seelische Gesundheit im Säuglings- und frühen Kindesalter"

Veranstaltende: World Association for Infant Mental Health (WAIMH)
Termin: 29.06.-03.07.2010
Ort: Leipzig

Veranstaltungsrückblick

Tagungsdokumentation zur Auftaktveranstaltung "Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz"

Am 1. September 2009 richtete das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Berlin die Auftaktveranstaltung zum Projekt "Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz" aus. Die Präsentationen und Vorträge der Tagung stehen zum Herunterladen bereit.

Bericht zur Tagung "Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt"

Vom 9. bis 11. Oktober 2009 führte das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Kooperation mit der Evangelischen Akademie in Tutzing eine Tagung zur Schnittstelle zwischen Frühen Hilfen und häuslicher Gewalt durch. Weitere Kooperationspartner waren die Frauenhauskoordinierung e.V. (Frankfurt) und das Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK, München). Mit rund 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland ist die Fachtagung auf sehr großes Interesse gestoßen.

Impressum

© Nationales Zentrum Frühe Hilfen
c/o Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln
Tel.: 0221 / 8992-368
Fax: 0221 / 8992-302
E-Mail: poststelle@bzga.de

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) wird gemeinschaftlich von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) getragen.

Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof. Dr. Elisabeth Pott

Direktor des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI)
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Leitung Nationales Zentrum Frühe Hilfen und Verantwortliche (gemäß § 10 Abs. 3 MDStV)
Mechthild Paul
redaktion@fruehehilfen.de