Newsletter Mai 2009

Editorial

das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt mit seinem aktuellen Newsletter das neue Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekt "Aus Fehlern lernen. Qualitätsmanagement im Kinderschutz" vor. Das Projekt soll unter Beteiligung von insgesamt 48 Kommunen durchgeführt werden. Alle Informationen hierzu finden sich nachfolgend im Newsletter und im Portal des NZFH.

In den letzten Monaten konnten im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" erstmals bundesweit Daten auf der kommunalen Ebene zum Auf- und Ausbau Früher Hilfen erhoben werden. Um einen Einblick zu bekommen in die bereits vorhandenen oder neu entstehenden Netzwerke zwischen Jugendhilfe auf der einen und Gesundheitshilfen auf der anderen Seite, hat das NZFH das Deutsche Institut für Urbanistik (DIfU) mit einer "Bundesweiten Bestandaufnahme zu Kooperationsformen im Bereich Früher Hilfen" beauftragt. Die ersten Ergebnisse des seit dem 1. Juni 2008 laufenden Projekts liegen nun vor. Daraus wird deutlich, dass den kommunalen Steuerungsbehörden wie Jugend- und Gesundheitsämtern eine große Bedeutung beim Aufbau und der nachhaltigen Pflege dieser Netzwerke zukommt. Es zeigt sich aber auch, dass die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Jugendhilfe noch weiter ausgebaut werden muss.

Erste Ergebnisse haben die Modellprojekte des NZFH mit ihrer Forschungsarbeit erzielt. So ist im Rahmen des Projekts "Keiner fällt durchs Netz" das "Praxishandbuch für Familienhebammen" entstanden, eine Publikation, die die Lücke zwischen Fortbildung und Praxis schließt.

Übrigens: Das Online-Angebot des NZFH www.fruehehilfen.de ist neu strukturiert worden, um Ihnen die Suche nach bestimmten Themen und Inhalten zu erleichtern. Ganz neu ist zum Beispiel der Bereich "Dokumente" in der Rubrik "Materialien": Nach Kategorien unterteilt werden hier die Dokumente des Portals aufgelistet, so etwa alle verfügbaren Präsentationen aus Veranstaltungen zu Frühen Hilfen.
Schauen Sie doch mal rein.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr NZFH-Team

Neues Forschungsprojekt des NZFH

Forschungsprojekt "Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz"

Im Rahmen des neuen Aufgabenbereichs "Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen" hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) das Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekt "Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz" auf den Weg gebracht. Mit der Durchführung des Projekts wurde die Alice-Salomon-Hochschule Berlin in Kooperation mit dem Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung e.V. unter der Leitung von Prof. Dr. Reinhart Wolff und Prof. Dr. Uwe Flick beauftragt.

Aktuelles

Erweiterung der Beratungsstellensuche auf bke.de

Die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) e.V. hat ihre Beratungsstellensuche erweitert: Ratsuchende Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern können hier gezielt nach passenden Angeboten suchen.

Modellprojekte Frühe Hilfen

Projekte auf Basis des Programms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme"

In verschiedenen Regionen Deutschlands existieren einzelne Projekte und Modelle zur Unterstützung der Entwicklung von Kindern und zu einem besseren Schutz in der frühen Kindheit. Mit dem Programm "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme" wurde Anfang 2007 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Förderung weiterer Projekte und deren wissenschaftliche Begleitung bekannt gegeben. Mittlerweile werden in jedem Bundesland Modellprojekte zu Frühen Hilfen durchgeführt.

Publikation zum Thema

Frühe Hilfen - Modellprojekte in den Ländern
Nationales Zentrum Frühe Hilfen (Hrsg.)
3. aktualisierte Auflage 2009

Materialien | Literaturempfehlungen

Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen

Eine Machbarkeitsexpertise zur Verbesserung des Kinderschutzes durch systematische Fehleranalyse, die unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg M. Fegert im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) auf der Grundlage des MPK-Beschlusses vom 12. Juni 2008 erstellt wurde.

Praxishandbuch für Familienhebammen

Das "Praxishandbuch für Familienhebammen. Arbeit mit belasteten Familien" ist im Rahmen des Modellprojekts "Keiner fällt durchs Netz" entstanden, dessen Evaluation durch das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) gefördert wird. Es soll die Lücke zwischen Fortbildung und alltäglicher Praxis schließen.


Bewertungen | Analysen | Empfehlungen

Stellungnahme des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI) bei der Kinderkommission des Bundestages

Das DJI hat zur öffentlichen Anhörung der Kinderkommission des Bundestages zum Thema "Neue Konzepte Früher Hilfen" am 2. März 2009 in Berlin eine umfangreiche Stellungnahme erstellt. Diese wurde in Kooperation mit der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der TU Dortmund erarbeitet.

Landesgesetzliche Regelungen im Bereich des Kinderschutzes bzw. der Gesundheitsvorsorge

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend legt das beim Deutschen Jugendinstitut (DJI) angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung (IzKK) eine Synopse vor, die die landesgesetzlichen Regelungen zum Kinderschutz in den einzelnen Bundesländern analysiert.


Handlungsempfehlungen zur "Kooperation von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe"

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) haben gemeinsame Handlungsempfehlungen "Gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen – Kooperation von Gesundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe" erarbeitet. Die fachlichen Grundlagen hierzu wurden unter Mitwirkung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erarbeitet. Die Broschüre ist als PDF verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Termine

Veranstaltungen

05.-07.06.2009, Loccum: Tagung "Frühprävention von Gefährdungslagen bei Kindern" Veranstaltende: Evangelische Akademie Loccum in Kooperation mit dem Deutschen Präventionstag
   

08.-09.06.2009, Hannover: 14. Deutscher Präventionstag Hinweis: Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) war mit einem Stand vertreten.

11./12.06.2009, Berlin: Fachkongress "Frühe Hilfen – Vertrauen aufbauen, Kontakt halten, Perspektiven entwickeln" Veranstaltende: Die Kinderschutz-Zentren

18./19.06.2009, Berlin: Fachtagung: "Vom Willkommensbesuch zum verpflichtenden Hausbesuch..." Veranstaltende: Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik

1. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG-KiM) Veranstaltende: Arbeitsgemeinschaft Kinderschutz in der Medizin (AG-KiM)
      Termin: 26./27.06.2009
      Ort: Bonn

Veranstaltungsrückblick

Tagungsbericht und Material zur Fachtagung "Kooperation bei Frühen Hilfen"

Am 16. und 17. März 2009 veranstalteten das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V. in Bonn-Bad Godesberg gemeinsam eine Tagung zu fachlichen Anforderungen und rechtlichem Rahmen der Kooperation bei Frühen Hilfen. Zusammen mit dem Tagungsbericht sind zahlreiche Präsentationen aus der Veranstaltung als Dokumente verfügbar.

Tagungsbericht zur Fachtagung "Frühe Hilfen interdisziplinär gestalten"

Die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik und das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) haben im November 2008 gemeinsam die Fachtagung "Frühe Hilfen interdisziplinär gestalten. Zum Stand des Aufbaus früher Hilfen in Deutschland" in Berlin veranstaltet. Der Tagungsbericht ist auf den Seiten der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe eingestellt.


Impressum

© Nationales Zentrum Frühe Hilfen
c/o Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln
Tel.: 0221 / 8992-368
Fax: 0221 / 8992-302
E-Mail: poststelle@bzga.de

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) wird gemeinschaftlich von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) getragen.

Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof. Dr. Elisabeth Pott

Direktor des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI)
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Leitung Nationales Zentrum Frühe Hilfen und Verantwortliche (gemäß § 10 Abs. 3 MDStV)
Mechthild Paul
redaktion@fruehehilfen.de