Editorial
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mindestens die Hälfte aller Jugend- und Gesundheitsämter in Deutschland ist bereits aktiv im Bereich Früher Hilfen. Diese gute Nachricht ist Ergebnis einer "Bundesweiten Bestandaufnahme zu Kooperationsformen im Bereich Früher Hilfen" des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme". Bereits in unserer letzen Ausgabe berichteten wir kurz darüber – inzwischen liegt die Langfassung des Ergebnisberichtes vor.
Ebenfalls in unserem letzten Newsletter haben wir Ihnen das Projekt "Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz" vorgestellt. Jetzt stehen die teilnehmenden Kommunen fest.
Außerdem informiert Sie das NZFH in diesem Newsletter über die bevorstehende Tagung "Frühe Hilfen für Kinder bei häuslicher Gewalt", die vom 9. bis 11. Oktober in Tutzing stattfindet. Das Miterleben von Gewalt in der Paarbeziehung belastet Kinder sehr, der Bedarf an Unterstützung wird zunehmend anerkannt. Aber welche Hilfeangebote sind geeignet, wenn häusliche Gewalt wahrnehmbar wird? Die Tagung soll Raum bieten für die Diskussion dieser und anderer Fragen. Das NZFH veranstaltet sie gemeinsam mit Kooperationspartnerinnen und -partnern aus Wissenschaft und Praxis. Dieser Newsletter führt Sie zum detaillierten Tagungsprogramm. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Übrigens: Ältere Ausgaben dieses Newsletters können Sie jetzt in unserem Newsletter-Archiv auf www.fruehehilfen.de nachlesen. Die Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten wächst indes stetig. Wir freuen uns über die zahlreichen Empfehlungen! Sehr gerne dürfen Sie auch diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr NZFH-Team
Forschungsergebnisse
Bundesweite Bestandsaufnahme zu Kooperationsformen im Bereich Früher Hilfen
Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin hat den Ergebnisbericht zum Projekt "Bundesweite Bestandsaufnahme zu Kooperationsformen im Bereich Früher Hilfen" vorgelegt. Ein zentrales Ergebnis: Mindestens 50 Prozent der Jugend- und Gesundheitsämter in Deutschland sind bereits im Bereich Früher Hilfen aktiv. Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden
Aktuelles
Projekt "Aus Fehlern lernen …": Modell- und Partnerkommunen ausgewählt
Insgesamt 42 Kommunen aus zwölf Bundesländern sind für die Teilnahme am Forschungsprojekt "Aus Fehlern lernen - Qualitätsmanagement im Kinderschutz" bestimmt worden. Es gibt zwölf "Kinderschutzcluster" bestehend aus je einer Modellkommune plus einer oder mehreren Partnerkommunen.
Wissenschaft und Praxis: NZFH-Beiräte trafen sich in Berlin
Der Transfer aus der Praxis in die Wissenschaft und umgekehrt funktioniert am besten unmittelbar. Aus diesem Grund trafen sich die Beiräte des NZFH Ende Juni erstmals zu einer gemeinsamen Arbeitssitzung. Neben laufenden Projekten des NZFH diskutierten die Beiräte auch eine Begriffsbestimmung Früher Hilfen – als Arbeitserleichterung für die Fachwelt. Diese soll bald veröffentlicht werden. Im Online-Angebot des NZFH finden Sie mehr Informationen zu seinen Beiräten.
Tagung "Frühe Hilfen für Kinder bei häuslicher Gewalt"
Vom 9. bis 11. Oktober 2009 findet die Tagung "Frühe Hilfen für Kinder bei häuslicher Gewalt" des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und der Evangelischen Akademie Tutzing in Kooperation mit Frauenhauskoordinierung e.V. (Frankfurt) und dem Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK, München) statt.
Materialien | Literaturempfehlungen
Kindeswohlgefährdung - Erkennen und Helfen
Die vom Kinderschutz-Zentrum Berlin herausgegebene Broschüre "Kindeswohlgefährdung - Erkennen und Helfen" informiert über die Gefährdungen, denen Kinder ausgesetzt sein können. In dieser vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) geförderten Veröffentlichung, wurden auch aktuelle Schwerpunkte in Politik, Wissenschaft und Praxis, zum Beispiel der verstärkte Aufbau Früher Hilfen, aufgegriffen.
Expertise zu Interventions- und Präventionsmaßnahmen
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat eine Expertise zum internationalen Stand der Interventionsforschung im Bereich Früher Hilfen herausgegeben. Die von Prof. Dr. Anke Lengning und Prof. Dr. Peter Zimmermann von der Universität Dortmund verfasste Expertise gibt einen Überblick über Erkenntnisse zur Wirksamkeit unterschiedlicher Hilfeansätze. In der 62-seitigen, als PDF verfügbaren Broschüre werden zudem Empfehlungen für die Evaluation von Programmen in Deutschland gegeben.
Neues von den Trägern des NZFH
Mediendatenbank des IzKK zur Literaturrecherche
Über die Literaturdatenbank des beim DJI angesiedelten Informationszentrums Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung (IzKK) können Interessierte im Internet eigenständige Recherchen nach Fachliteratur zum Thema "Gewalt gegen Kinder" durchführen.
Termine
Veranstaltungen
17.08.2009, Erfurt: Kinderschutzkonferenz - Kooperation im Kinderschutz Veranstaltende: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit
03.09.2009, Mannheim: Workshop "Kinderschutz" bei der 61. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin
18./19.09.2009, Hildesheim: IV. Fachtagung des Deutschen Hebammenverbandes e.V. "... besonders Stillen" Veranstaltende: Deutscher Hebammenverband e.V.
22.09.2009, St. Pölten (Österreich): Fachtagung "Kinder aus suchtbelasteten Familien" Veranstaltende: ENCARE - European Network for Children Affected by Risky Environments within the Family (Österreich)
Tagung "Frühe Hilfen für Kinder bei häuslicher Gewalt" Veranstaltende: Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Frauenhauskoordinierung e.V. (Frankfurt) und dem Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK, München)
Termin: 09.-11.10.2009
Ort: Tutzing
Impressum
© Nationales Zentrum Frühe Hilfen
c/o Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Ostmerheimer Straße 220
51109 Köln
Tel.: 0221 / 8992-368
Fax: 0221 / 8992-302
E-Mail: poststelle@bzga.de
Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) wird gemeinschaftlich von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) getragen.
Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Prof. Dr. Elisabeth Pott
Direktor des Deutschen Jugendinstituts e.V. (DJI)
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach
Leitung Nationales Zentrum Frühe Hilfen und Verantwortliche (gemäß § 10 Abs. 3 MDStV)
Mechthild Paul
redaktion@fruehehilfen.de



