MECKLENBURG-VORPOMMERN

 
 

Chancen für Kinder psychisch kranker und/oder suchtbelasteter Eltern (Wissenschaftliche Begleitung)

Kinder psychisch kranker und/oder suchtgefährdeter Eltern stellen eine Hochrisikogruppe für Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung dar. Darüber hinaus ergibt sich für diese Gruppe innerhalb unseres Versorgungs- und Beratungssystems eine gravierende Schnittstellenproblematik, da das allgemeine und das medizinische Versorgungssystem den Kinder- und Jugendbereich und das Erwachsenenalter in verschiedenen Segmenten abbilden. Ziel der Wirkungsevaluation "Chancen für Kinder psychisch kranker und/oder suchtbelasteter Eltern" ist deshalb die qualitative und quantitative Überprüfung der Qualität des mit dem Projekt angestrebten Vernetzungsprozesses und die Messung der Interventionseffekte.

 

Finanzierung

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Aktionsprogramms "Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und Soziale Frühwarnsysteme". Die Mittelvergabe erfolgt über das NZFH.

 

Projektleitung

Prof. Dr. med. Harald J. Freyberger

 

Träger

Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Ulm Universitätsklinikum Greifswald, Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

 

Kooperationspartner/-innen

Arbeitsgruppe Prof. Dr. J. M. Fegert, Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie, Ulm

 

Forschungsfragestellung

  • Überprüfung des Vernetzungskonzepts zur systematischen Koordinierung von Angeboten der Jugend- und Gesundheitshilfe (qualitativ und quantitativ mit dem Ziel der Prüfung von Praxistauglichkeit und Wirksamkeit)
  • Evaluation des Vernetzungsprozesses im Hinblick auf Veränderung des Versorgungssystems, der Versorgungszufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer sowie anderer Akteurinnen und Akteure des Versorgungssystems
  • Prüfung der Interventions-Effekte mithilfe etablierter Erhebungsinstrumente zur psychischen Symptomatik, Lebensqualität und Behandlungszufriedenheit und Prüfung in einem Zwölf-Monats-Verlauf auf Stabilität
 

Stichprobe

  1. Weitervermittlung der Probanden ("Problemfamilien") an die Studie durch enge Zusammenarbeit mit hilfebietenden Einrichtungen/ Trägern und der Jugendhilfe
  2. Stärkung der elterlichen Eigenmotivation durch das Angebot einer niedrigschwelligen Beratung
 

Forschungsdesign/Methode

  1. Netzwerkanalyse
  2. Prä-Post-Vergleich (vor Beginn der Hilfe – zwölf Monate nach der Hilfe) durch Interviews, Fragebögen und Videoanalysen
 

Materialien

Entwicklung eines kommentierten psychosozialen Wegweisers, der für Betroffene und für Mitglieder des Hilfesystems die in den Regionen relevanten Beratungs- und Behandlungsangebote zusammenfasst (internetbasiert, der Öffentlichkeit kostenlos verfügbar)

 

Kontakt

Prof. Dr. med. Harald J. Freyberger
Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Ellernholzstraße 1–2, 17475 Greifswald

 
  

Materialien