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Vernetzung

Vernetzungsprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg

Mit Unterstützung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg ein Projekt gestartet, das die Kooperation von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit der Kinder- und Jugendhilfe fördert. Der Titel: „Frühe Hilfen – Vernetzung lokaler Angebote mit vertragsärztlichen Qualitätszirkeln“.

Die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens und weiterer sozialer Dienste ist eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen präventiver Hilfestellung. Hausärztinnen und -ärzte, Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, Frauenärztinnen und -ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten spielen in diesem Kooperationsnetz eine wesentliche Rolle. Vor diesem Hintergrund hat die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW), gefördert vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) das Projekt „Frühe Hilfen – Vernetzung lokaler Angebote mit vertragsärztlichen Qualitätszirkeln initiiert.

In Baden-Württemberg gibt es ein engmaschiges Netz an ärztlichen und psychotherapeutischen Qualitätszirkeln, die einen regelmäßigen fachlichen Austausch pflegen. Diese Qualitätszirkelstruktur soll für die Vernetzung von Vertragsärztinneneschaft und Jugendhilfe genutzt werden.

Der Modellansatz


Im Rahmen des Projekts werden 15 Qualitätszirkelmoderatorinnen/-moderatoren gemeinsam mit 15 Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern von Jugendämtern in Form von Tandems darin geschult, gemeinsame Qualitätszirkel durchzuführen. Schwerpunkt sollen gemeinsame Familienfallbesprechungen sein. Die Teilnehmenden sollen nach der Schulung künftig einzelfallbezogen zusammenarbeiten. Die Ergebnisse des Projekts werden veröffentlicht und sollen zukünftig bundesweit Anwendung finden können. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert von Professor Dr. Marcus Siebolds (Köln) und Brigitte Münzel (Supervisorin, Köln).

Für die Projektlaufzeit (2010 bis 2012) hat die KVBW eine Koordinationsstelle eingerichtet. Sie unterstützt unter anderem die Kooperation der beteiligten Hilfesysteme, organisiert die vorgesehenen Fortbildungen und Tagungen und stellt Arbeitsmaterialien zur Unterstützung der Qualitätszirkel zusammen.

Neben der Förderung durch das NZFH findet das Projekt eine breite Unterstützung durch  Fachärzteverbände auf Landes- und Bundesebene, durch die Landesärztekammer und die Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg, das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg sowie durch den Städtetag Baden-Württemberg.

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