Heike Herold stellte die Koordinierungsstelle CORA in Rostock und ein landesweites Kooperationsprojekt gegen Häusliche Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern vor. Schwerpunkte der Arbeit von CORA sind der Aufbau interdisziplinärer Kooperation sowie pro-aktiv tätiger Interventionsstellen für Erwachsene, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Zudem wurden spezifische, niedrigschwellige Beratungsangebote für betroffene Kinder und Jugendliche geschaffen. Gefördert durch die Aktion Mensch, konnte von 2005 bis 2008 das Modellprojekt "Kinder- und Jugendberatung in Fällen Häuslicher Gewalt" durchgeführt werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Projektes hat das Land Mecklenburg-Vorpommern Mittel für die Einrichtung der Kinder- und Jugendberatung in den fünf bestehenden Interventionsstellen bereitgestellt. Die enge Anbindung an die Interventionsstellen und damit die Niedrigschwelligkeit des Beratungsangebotes bezeichnete Herold als einen Erfolgsfaktor für das Gelingen der Arbeit. Förderlich wirkten sich aber auch aus: die intensive Netzwerkarbeit, zudem die für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern notwendige aufsuchende Arbeit, Kriseninterventions-Angebote, flankierende Beratung der Personensorgeberechtigten und nicht zuletzt finanzielle Unabhängigkeit, insbesondere vom Jugendamt. Dass die Koordinierungsstelle komplett vom Land finanziert werde, habe eine deutliche Auswirkung auf das Ansehen. In der Diskussion im Forum wurde vor allem problematisiert, dass Frühe Hilfen zu einem großen Teil präventiv arbeiten, während die Arbeit der Interventionsstellen erst einsetzt, wenn etwas "passiert" ist.
Präsentation
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Koordinierungsstelle CORA: "Wie sind Säuglinge und Kleinkinder im Blick?" (pdf / 223 KB)
Präsentation im Rahmen der Tagung "Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt" des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing, 11.10.2009





