Beate Lang und Luisa Finzi vom Caritasverband Frankfurt schilderten die Entstehung und Entwicklung des Frankfurter Netzwerks gegen Gewalt gegen Schwangere. Beraterinnen der Frauenberatung des Caritasverbandes Frankfurt beobachten seit 2005 einen Anstieg von Gewaltfällen in den Beratungen. Da Häusliche Gewalt in ca. 10 Prozent aller Beratungen zur Sprache kommt, hat die Frauenberatung begonnen, sich systematisch mit dieser Problematik zu befassen. Mittlerweile wurden Standards für die Arbeit an und mit diesem Thema erarbeitet. So wird bereits beim Erstkontakt signalisiert, dass die Beraterinnen wissen, dass es in der Schwangerschaft zu Gewalt kommen kann. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass betroffene Klientinnen sich dadurch leichter mitteilen können. Die Beratungsstelle arbeitet Caritas-intern u. a. mit dem Bereich Gesundheitsberatung und Vermittlung in Mutter-Kind-Kuren zusammen, bei Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung zudem mit der Caritas-Fachstelle Kinderschutz. Zudem kooperiert die Beratungsstelle mit Hebammen, Gynäkologinnen, Anwältinnen, Psychotherapeutinnen, dem Frauennotruf, Frauenhäusern sowie dem Jugendamt und der Polizei. Betont wurde die hohe Anforderung an die Beraterinnen, weil es sich meist um komplexe, multifaktorielle Problemlagen handelt. Die Arbeit erfordert kontinuierliche Weiterbildung wie auch Fallsupervision und Fallbesprechungen.
Präsentation
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Luisa Finzi und Beate Lang: "Keine Gewalt gegen Schwangere | Frei Leben - zwei leben ohne Gewalt" (pdf / 83 KB)
Präsentation im Rahmen der Tagung "Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt" des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Tutzing, 11.10.2009





