Frühe Hilfen bei häuslicher Gewalt

Erfahrungen aus der Arbeit mit Kleinkindern im Frauenhaus (Forum 5)

Waltraud Dürmeier von der Frauenhilfe München stellte anhand eines Fallbeispiels die Arbeit im Frauenhaus vor. Frauenhäuser leisten zum einen ganz konkrete Alltags-Unterstützung. Zum anderen arbeiten sie etwa in Fragen des Sorge- und Umgangsrechts vernetzt mit anderen Einrichtungen und Behörden zusammen. Dabei spiele ein funktionierendes Case-Management eine wichtige Rolle, denn meist müsse im konkreten Fall sehr schnell gehandelt werden. Gerade bei Entscheidungen in Umgangs- und Sorgerechtsfragen ist es wichtig, die Perspektive des Kindeswohls und die des Frauenschutzes miteinander zu verbinden, betonte Dürmeier. Anhand eines Falles veranschaulichte sie, dass die Misshandlungssituation der Mutter von den zuständigen Stellen nicht immer ausreichend in den Blick genommen wird. Dies werfe die Frage nach angemessener Anerkennung der Arbeit von Frauenhäusern und anderen Frauenunterstützungseinrichtungen auf. Eine gute Verknüpfung von Bemühungen um das Kindeswohl mit dem Schutz und der Hilfe für gewaltbetroffene Frauen (und deren Kinder) erfordere verstärkten politischen Einsatz wie auch eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit.

Präsentation