Prof. Dr. Christiane Ludwig-Körner von der Fachhochschule Potsdam stellte das Frühinterventionsprogramm STEEP zur Förderung elterlicher Kompetenz im Umgang mit dem Kind und in der Beziehungsgestaltung vor. STEEP (Steps towards effective and enjoyable parenting) – ein in den USA seit Jahren erfolgreich erprobtes Programm –, zielt auf die Vorbereitung hoch belasteter Familien auf das Zusammensein mit ihrem Kind. Mithilfe von Videoaufnahmen ("Seeing is believing") von Eltern-Kind-Interaktionen soll ein gelungenes, einfühlsames Verhalten vermittelt und gefestigt werden. Das Frühinterventionsprogramm soll dazu beitragen, (werdende) Mütter und Paare, deren Lebensbedingungen durch eine Kumulation verschiedener Risikofaktoren gekennzeichnet sind, im Übergang zur Elternschaft zu erreichen und wirksam zu begleiten. In der Diskussion ging es vor allem um die Frage, ob und wie das Programm die Problematik der Häuslichen Gewalt aufgreift. Häusliche Gewalt sei zwar in der Ausbildung Thema, führte Ludwig-Körner dazu aus. Aber das tatsächliche Wissen und der Umgang der Beraterinnen mit dem Thema seien letztlich doch stark personenabhängig. Zu bedenken sei auch, dass das Programm vor allem in der Arbeit mit jungen Frauen eingesetzt wird, die selten in einer langjährigen Partnerschaft leben, weshalb auch die Schnittstelle zu häuslicher Gewalt nicht zentral im Blick sei.





