Kinder und Jugendliche brauchen persönliche, emotionale und soziale Kompetenzen damit sie zu gesunden und lebenstüchtigen Erwachsenen heranwachsen können. Diese Kompetenzen sind – ebenso wie körperliche Gesundheit – Voraussetzung für erfolgreiches Lernen und Leben. Kinder, die in Armut und sozialer Benachteiligung aufwachsen, sind, wie die ersten Ergebnisse der KiGGS-Studie belegen, einem erhöhten Risiko für ihre physische und psychische Gesundheit ausgesetzt. Sie benötigen besondere Unterstützung, um Widerstandskompetenzen zu entwickeln und Entwicklungsrisiken zu vermindern.
Eine ressourcenorientierte Förderung von Anfang an ist Voraussetzung, damit Kinder mit sozialen und gesundheitlichen Risiken und ihre Familien entsprechende Schutzfaktoren entwickeln können. Hilfen für betroffene Familien müssen früh in deren Lebenswelt verankert werden. Einzelne Maßnahmen wie Begleitung durch Familienhebammen, Elternkurse, Anreize zur Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen sollten miteinander verzahnt werden, damit frühe Prävention und ressourcenorientierte Förderung „ankommen“.
Die Tagung stellte ein Forum dar, unterschiedliche Konzepte aus Wissenschaft und Praxis in Hessen kennen zu lernen und zu reflektieren. Damit versteht sie sich als Beitrag zur Unterstützung und Beförderung effektiver Systeme früher Prävention mit der Zielsetzung, die gesundheitlichen und sozialen Risiken von Kindern aus belasteten Familiensystemen zu vermindern.
Die Veranstaltung richtete sich landesweit an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren des Gesundheits-, Sozial-, Bildungs- und Jugendhilfebereichs sowie an Akteure aus Wissenschaft und Politik.






