Inhalte und Fragestellungen
Ziel aller Angebote zu Frühen Hilfen ist es, Eltern zu unterstützen, vor allem wenn sie in ihrer persönlichen Lebenssituation belastet sind, um damit Störungen in der frühen Eltern-Kind-Beziehung vorzubeugen und Säuglingen und Kleinkindern bestmögliche Entwicklungsbedingungen zu bieten.
Eine zentrale Fragestellung ist dabei, wie ein Zugang zu den Familien gelingen kann. Wie können insbesondere Familien in schwierigen psychosozialen Lebenslagen erreicht werden? Wie kann Vertrauen aufgebaut und der Kontakt gehalten werden? Wie spricht man mit den Eltern über ihre Elternschaft, sensibilisiert sie für ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Kinder? Wie kann es gelingen, neue Perspektiven zu entwickeln? Der Fachkongress richtete den Blick dabei nicht nur auf die Helferperspektive, sondern auch auf die Sicht der Eltern.
Bundesweit gibt es immer mehr regionale Angebote, vernetzen sich Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, um wirkungsvolle präventive Hilfen anzubieten. Dabei zeigt sich, dass die Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen eine zentrale Herausforderung darstellt, die die Erarbeitung von qualitativen Standards erforderlich macht.
Außerdem zeigt sich im Zusammenhang der Kooperation der verschiedenen Hilfesysteme immer noch eine große Unsicherheit bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen Früher Hilfen. Der Fachkongress wird sich daher auch mit Daten- und Vertrauensschutzbestimmungen beschäftigen, die in der Praxis Früher Hilfen Beachtung finden müssen.
Erfahrene Referentinnen und Referenten aus dem medizinischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Bereich brachten ihr Wissen und ihre Erkenntnisse ein und stellten ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit vor.
Beiträge von Akteurinnen und Akteuren des NZFH
Vortragende der Veranstaltung waren unter anderem drei Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des NZFH:
- Prof. Dr. Mechthild PapouÅ¡ek ("Engels- und Teufelskreise in den frühen Eltern-Kind-Beziehungen")
- Dr. Thomas Meysen ("Der juristische Blick auf die Frühen Hilfen")
- Prof. Dr. med. Ute Thyen ("Frühe Hilfen und Anforderungen an die Kooperation von Jugendhilfe und Gesundheitswesen")
Adressatinnen und Adressaten
Der Kongress richtete sich an Kinderärztinnen und -ärzte, Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen und Kinderkrankenschwestern im Gesundheitswesen, sowie an Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen, Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Erzieherinnen und Erzieher in der Jugendhilfe.
Förderung
Der Fachkongress wurde im Rahmen des Projekts "Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz" durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Quelle: www.kinderschutz-zentren.org
Links zum Thema
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Auf der Seite der Kinderschutz-Zentren finden sich umfassende Informationen zum Veranstaltungsprogramm sowie zu organisatorischen Fragen. (Recherchedatum: 24.04.2009)






