Hilfen für Eltern
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Die aktuellen Vernetzungsinitiativen, Projekte und Qualifizierungen zur Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland haben vor allem das Ziel, die präventiven Hilfen zu stärken und bei Bedarf zielgerichteter zu intervenieren. Zudem soll die Zusammenarbeit sowohl mit den betroffenen Familien als auch der Fachstellen untereinander verbessert werden. Hier wird bisher allerdings noch wenig berücksichtigt, dass inzwischen fast jede fünfte Einwohnerin bzw. jeder fünfte Einwohner Deutschlands einen Migrationshintergrund hat. Die besonderen Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe, die sich aus der multi-ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung ergeben, bleiben in der Diskussion um den Kinderschutz bisher noch weitgehend unbeachtet.
Vor diesem Hintergrund wird in dem Projekt "Migrationssensibler Kinderschutz" die Umsetzung des Kinderschutzauftrags bei Familien mit Migrationshintergrund in den Blick genommen, denn diese Familien werden häufig gerade von präventiven Hilfen nicht erreicht. Sie kommen oft erst in Krisensituationen mit der Kinder- und Jugendhilfe in Berührung, und auch die Zusammenarbeit mit den Betroffenen verläuft häufig nicht optimal.
Das Projekt wird an den Modellstandorten Essen, Landkreis Germersheim und Stuttgart durchgeführt. Es wird zunächst untersucht, inwieweit spezifische Gefährdungssituationen existieren und welche besonderen Anforderungen sich beim Installieren von Schutz und Hilfe ergeben können. Weiter wird eruiert, wie das fachliche Handeln gestaltet werden muss, um Barrieren zwischen sozialen Diensten und den betroffenen Kindern und Eltern zu überwinden. Die gewonnen Erkenntnisse werden in Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte umgesetzt. An den Projektstandorten werden zudem exemplarisch Ansatzpunkte für die Schaffung einer auf die örtliche Migrantenpopulation und die regionalen Gegebenheiten zugeschnittene Infrastruktur eruiert und entsprechende Konzepte entwickelt.
Das Projekt wird in folgenden Arbeitsschritten durchgeführt:
- Bestandsaufnahme an den Modellstandorten
- Erarbeitung / Erprobung / Evaluation einer Fortbildungsreihe
- Praxisentwicklung an den Modellstandorten
- Dokumentation der Ergebnisse in Form eines Werkbuches
Der Projektstart war am 1. November 2008, und das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Gefördert wird es von der Deutschen Behindertenhilfe - Aktion Mensch e.V. und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie einer privaten Stiftung.
Für weitere Informationen:
Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism e.V.)
Frau Ursula Teupe und Frau Eva Lindner
Flachsmarktstr. 9
55116 Mainz
Tel: (0 61 31) 24 04 1-0
Fax: (0 61 31) 2 40 41-50
E-Mail: ursula.teupe(at)ism-mainz.de oder eva.lindner(at)ism-mainz.de
Links zum Thema
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Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) e.V.
Ausführlichere Information zum Projekt finden sich im Online-Angebot der IGfH e.V. im Bereich "Projekte". (Recherchedatum: 18.06.2010)
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Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) e.V.
Die Seiten des ism e.V. informieren ausführlicher zum Arbeitsbereich "Jugendhilfe / Familie / Migration". (Recherchedatum: 18.06.2010)




